In Lauterbach-Maar versuchten die drei jungen Männer einen Geldautomaten zu sprengen - Foto: Henrik Schmitt

ALSFELD Sprengungen von Geldautomaten nehmen zu

Nach Polizeieinsatz in Maar: drei junge Männer dem Haftrichter vorgeführt

26.02.21 - In einem gemeinsamen Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Eingreifreserve -, der Staatsanwaltschaft Gießen und des Hessischen Landeskriminalamtes wegen der hessenweiten Sprengung von Geldautomaten haben Einsatzkräfte der hessischen Landespolizei sowie Spezialkräfte am Donnerstag drei dringend Tatverdächtige vorläufig festgenommen, die unter anderem der versuchten Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion dringend verdächtig sind.

Den drei beschuldigten Männern im Alter von 20 bis 23 Jahren liegt zur Last, am frühen Donnerstagmorgen versucht zu haben, einen Geldautomaten in Lauterbach-Maar (Vogelsbergkreis) durch Einleitung eines Gasgemisches aufzusprengen, um das darin befindliche Bargeld zu entwenden. Zu einer Explosion kam es letztlich nicht.

Die Tatverdächtigen konnten schließlich in Tatortnähe nach einem Fluchtversuch festgenommen werden. Gegen die drei dringend Tatverdächtigen wurde beim zuständigen Haftrichter das Amtsgerichts Alsfeld Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und versuchten schweren Bandendiebstahls gestellt. Die Beschuldigten werden im Laufe des Freitags dem Haftrichter vorgeführt werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Kriminalitätsphänomen


Das Kriminalitätsphänomen "Sprengungen von Geldausgabeautomaten" ist neben der europa- und bundesweiten Ausbreitung auch in Hessen seit mehreren Jahren feststellbar. Sowohl überregional, als auch regional agierende Täter und Tätergruppen, versuchen durch Sprengen von Geldautomaten Bargeld zu erlangen. Die Sprengungen werden üblicherweise mit Hilfe eines Gas-/Sauerstoffgemischs herbeigeführt, weshalb die Tatausführung für alle – Unbeteiligte, Einsatzkräfte und auch die ausführenden Täter - eine hohe Gefahr birgt. In der Vergangenheit kam es bereits zu erheblichen Sach- und Gebäudeschäden.

In 2020 erfasste die hessische Polizei insgesamt 29 Fälle des Sprengens von Geldausgabeautomaten (53 Fälle in 2019), wobei lediglich in fünf Fällen tatsächlich Bargeld erbeutet wurde (15 Fälle in 2019). Im laufenden Jahr 2021 erfasste die hessische Polizei bislang zehn Geldautomatensprengungen. Lediglich zwei dieser Taten waren erfolgreich. (pm) +++


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