Nach 22 Jahren bei Hausarzt Dr. Thomas Vietor (hinten) wurde Dr. Roswitha Schäfer-Böhm nun in den verdienten Ruhestand verabschiedet. - Foto: Privat

FULDA Nach 22 Jahren bei Hausarzt Dr. Vietor

"Praxismama" Roswitha Schäfer-Böhm in verdienten Ruhestand verabschiedet

20.03.21 - Diesen Abschied hätte sich das Team der Hausarztpraxis von Dr. Thomas Vietor in Fulda gerne anders gewünscht: mit einer großen Feier, vielen Gästen und herzlichen Umarmungen. Stattdessen musste Frau Dr. Roswitha Schäfer-Böhm nach 22 Jahren Praxistätigkeit coronakonform mit Masken und Abstand in den Ruhestand verabschiedet werden.

Aber auch unter Normalbedingungen wäre Roswitha Schäfer-Böhm nicht nur mit einem lachenden Auge aus der Praxis ausgeschieden. "Nach solch einer langen Zeit wachsen einem die Patienten und das Team sehr ans Herz", meint die 67-jährige Medizinerin. Was sie ungemein erleichtert ist die Tatsache, dass ihre Nachfolge mehr als gesichert ist. Neben dem langjährigen Praxisinhaber Dr. Thomas Vietor übernehmen nun gleich drei Ärzte ihre Position. Die drei Fachärzte für Allgemeinmedizin Dr. Judith Schäfer, Dr. Tabea Röder und Dr. Matthias Müller waren bereits vorher als angestellte Ärzte in der Hausarztpraxis tätig und steigen jetzt als Praxisinhaber mit ein. Besonders erfreut ist Roswitha Schäfer-Böhm, dass sie ihre Tochter Judith für die Praxisnachfolge begeistern konnte.

1999 stieß die Medizinerin zu Dr. Vietor, der die Praxis zuvor alleine geführt hatte. "Die Patientenzahl wuchs zusehends, so dass ich Unterstützung brauchte und mich freute, als sich Frau Schäfer-Böhm entschied, das Praxisteam personell zu verstärken", erinnert sich der 65-jährige Allgemeinmediziner.

"Ruhe bewahren, Menschlichkeit und Besonnenheit"

In dieser langen Zeit hat sich vieles verändert, vor allem im Bereich der Praxisverwaltung. "Die zunehmende Digitalisierung hat zwar vieles einfacher werden lassen, der Verwaltungsaufwand und die vermehrte Bürokratisierung haben sich aber zum enormen Zeitfresser entwickelt", berichtet Roswitha Schäfer-Böhm. Und dennoch: "Zeit hat sich unsere Kollegin trotzdem immer genommen, um sich die Sorgen und Nöte der Patienten anzuhören", berichten die Praxisnachfolger. "Ihre Empathiefähigkeit ist beispielhaft", lobt Dr. Tabea Röder, die bereits vor einigen Jahren ihre Weiterbildung in der Praxis absolviert hat. Dr. Matthias Müller hebt den Dreiklang "Ruhe bewahren, Menschlichkeit und Besonnenheit" als Wesensmerkmale und Stärken seiner nun ehemaligen Chefin hervor. "Sie war unsere Praxismama, die sich um unsere Wünsche und Bedürfnisse gekümmert hat", merken die MFAs an.

Der Abschied aus der Praxis ist für Roswitha Schäfer-Böhm kein Abschied von ihrem Beruf bzw. ihrer Berufung: Sie unterstützt weiterhin den ärztlichen Bereitschaftsdienst und übernimmt Aufgaben im Corona-Abstrichzentrum. Gleichwohl freut sie sich auf das Mehr an Zeit für ihre Enkelkinder, den längeren Urlaub in ihrem Lieblingsreiseland Schweden sowie das Fehlen des morgendlichen Weckers.

Den Umzug in neue Praxisräume wird Roswitha Schäfer-Böhm daher nicht mehr persönlich miterleben. Durch die steigende Ärzte- und Patientenzahl der Hausarztpraxis werden die alten Praxisräumlichkeiten zu eng, so dass in absehbarer Zeit ein neues Domizil bezogen wird. Dann wird auch die Tochter von Dr. Vietor, Kathrin Vietor-Tögel, die seit Juli 2020 als Assistenzärztin Teil des Teams ist, nach ihrer Facharztprüfung Praxispartnerin. (pm) +++


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