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Etwa 80 Menschen kamen am Donnerstagabend zur Kundgebung auf den Uniplatz. - Alle Fotos: Martin Engel

FULDA Bündnis "Fulda stellt sich quer"

"Nie wieder Judenhass": Kundgebung zum Nahost-Konflikt auf dem Uniplatz

21.05.21 - "Nie wieder Antisemitismus. Nie wieder Judenhass. Für Frieden in Nahost." Mit diesem Motto war am vergangenen Donnerstagabend eine Kundgebung überschrieben, zu der das Bündnis "Fulda stellt sich quer gegen Rassismus" auf den Universitätsplatz eingeladen hatte. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger folgten dem Ruf und entzündeten teilweise Kerzen. Vor Ort war auch die Polizei mit drei Beamten, doch deren Präsenz wäre eigentlich gar nicht nötig gewesen.

Martin Übelacker vom Bündnis "Fulda stellt sich quer gegen Rassismus" ...

Wolfgang Hengstler von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ...

Abdulkerim Demir vom Ausländerbeirat

"Nach den Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen das Vorgehen Israels im Gaza-Konflikt ist eine Welle von Antisemitismus und Judenhass durch unser Land gezogen. Seit Tagen verbreiten Mobs in vielen deutschen Städten blanken Judenhass, die Massen skandieren übelste Parolen gegen Juden, die an die dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte erinnern. In mehreren Städten wurden israelische Flaggen angezündet", hatte Bündnis-Vorsitzender Andreas Goerke in der Einladung geschrieben. "Hass, Hetze und Gewalt gegen Juden, jüdische Symbole und Einrichtungen sind absolut inakzeptabel und niemals zu rechtfertigen. Das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit enden, wo Judenhass beginnt."

Volker Qasier von der Ahmadiyya-Gemeinde

Pfarrerin Anke Mölleken von der Lutherkirche

Diesen Ball nahm Martin Übelacker vom Bündnis in seiner Rede auf, vermied aber im Nahost-Konflikt Partei zu ergreifen und verurteilte sowohl die Siedlungspolitik der Israelis im Westjordanland, als auch das terroristische Vorgehen fanatischer Palästinenser. Seine Nachredner – Volker Qasier von der Ahmadiyya-Gemeinde, Abdulkerim Demir vom Ausländerbeirat, Wolfgang Hengstler von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit sowie Pfarrerin Anke Mölleken von der Lutherkirche – schlugen ebenfalls ausgewogene Töne an und forderten den Dialog statt kriegerischer Auseinandersetzungen. Die friedliche Kundgebung schloss nach nur dreißig Minuten mit einem stillen Gebet. (mw) +++

Martin Übelacher (links) und Volker Qasier von der Ahmadiyya-Gemeinde


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