Alexandre Cassin und der TTC Fulda-Maberzell mussten eine bittere Heimniederlage einstecken - Fotos: jonas Wenzel - yowegraphy

FULDA Niederlage gegen Angstgegner Bad Königshofen

Dämpfer für TTC im Rennen um die Play-off-Plätze

20.12.21 - Frust statt Befreiungsschlag: Gegen Angstgegner TSV Bad Königshofen hat der keinesfalls in Glanzform spielende TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in der Tischtennis-Bundesliga eine 2:3-Heimniederlage kassiert und ist auf Rang fünf abgerutscht. 

Die beiden Einzelsiege von Quadri Aruna (3:1 gegen Maksim Grebnev) und Alexandre Cassin (3:1 gegen Kilian Ort) waren zu wenig. "So ein Mist. Ochsenhausen und Saarbrücken haben verloren, da hätten wir mit einem Sieg an denen vorbeiziehen können. Jetzt sind wir noch von Neu-Ulm auf Rang fünf verdrängt worden", ärgert sich Stefan Frauenholz mit Blick auf die Tabelle über die verpasste Chance. Maberzells Vorsitzender hat die Partie aber schnell abgehakt: "Wir dürfen dem Spiel nicht nachweinen, sondern müssen nach vorne gucken."

Allerdings wartet am Mittwoch (19 Uhr) im dritten Heimspiel in Folge eine Herkulesaufgabe. Denn kein geringerer als der ungeschlagene Spitzenreiter und Rekordmeister Borussia Düsseldorf gastiert in der bereits ausverkauften Wilmington-Halle. Die Generalprobe für den Schlager ging zumindest gründlich daneben. Stille herrschte gestern Abend in der Maberzeller Box und auf den Rängen. 15 mitgereiste Bad Königshofener Fans huldigten hingegen ihrer Mannschaft mit langem Applaus und Sprechchören. Denn im Nachbarschaftsduell hatte sich der TSV – ebenso wie in der vergangenen Saison – durchgesetzt. Das Doppel Kilian Ort/Maksim Grebnev besorgte den Rest, rang der Maberzeller Erfolgsformation Alexandre Cassin/Fan Bo Meng  in einem Spiel auf Augenhöhe einen 3:1-Sieg ab.  

Entsprechend bedient zeigte sich Cheftrainer Qing Yu Meng. "Da war mehr drin. Aber alle unsere Spieler waren heute nicht in Bestform." Dabei machte er dem Doppel nicht alleine den Vorwurf, auch wenn beiden "zu viele leichte Fehler" unterliefen. Den Punkt zum möglichen 3:1-Sieg hätte nämlich Quadri Aruna holen können. Im Spitzeneinzel der "Oldies" fand der 33-Jährige erneut in Bastian Steger seinen Bezwinger. Der 40-jährige Altmeister hatte die bessere Taktik und setzte leichtfüßig tänzelnd Nadelstiche.  

"Basti war heute mit seinen zwei Siegen herausragend", lobt auch Mitspieler Kilian Ort. Noch am Donnerstag pausierte der Nationalspieler wegen Fußproblemen bei der 0:3-Schlappe in Neu-Ulm. Danach habe man ihm seitens des Vereins zu verstehen gegeben, er möge heute spielen. Dass es dann zum erhofften Erfolg gereicht hat, freut den 25-jährigen umso mehr. "Im Doppel waren wir von der Papierform her Außenseiter. Aber wir haben auch Glück gehabt. Das Spiel hätte genauso gut 3:1 für Maberzell enden können." Seine Außenseiterchance will Maberzell nun gegen Düsseldorf nutzen. (Mediennetzwerk Hessen)
 
Ergebnisse: Quadri Aruna – Maksim Grebnev 3:1 (11:9, 7:11, 11:5, 11:7), Fan Bo Meng – Bastian Steger 0:3 (6:11, 5:11, 9:11), Alexandre Cassin – Kilian Ort 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:8), Aruna – Steger 1:3 (1:11, 9:11, 11:6, 9:11), Cassin/Meng – Ort/Grebnev 1:3 (9:11, 11:7, 7:11, 9:11). Zuschauer: 181 +++


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