Heiko Simon (CDU) will neuer Bürgermeister der Burgenstadt Schlitz werden. - Foto: privat

SCHLITZ Wer wird neuer Bürgermeister? (4)

Familie, Wohnen, Leben: Heiko Siemon (CDU) setzt auf Weiterentwicklung

Zur Person Heiko SiemonHeiko Siemon ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Aktuell arbeitet er in der Funktion als Abteilungsleiter Vermögensmanagement und Geschäftsführer Immobilien & Versicherung GmbH bei der Sparkasse in Fulda. Darüber hinaus ist er stellvertretendes Vorstandsmitglied im Verhinderungsfall. Seit 2006 ist Siemon als Stadtverordneter der Stadt Schlitz tätig. Von 2011 bis 2020 war Vorsitzender des Haupt,- Finanz- und Wirtschaftsausschusses. Seit 2020 ist er ehrenamtlicher Stadtrat der Stadt Schlitz.

27.01.22 - Wer wird Nachfolger von Schlitzer Ex-Bürgermeister Alexander Altstadt? Im November 2018 wurde er zum neuen Bürgermeister der Burgenstadt gewählt, knapp ein Jahr später kam dann die Schocknachricht: Altstadt erlitt einen Schlaganfall. Seitdem wird er vom ersten Stadtrat Willy Keutzer in seinem Amt vertreten. Altstadts Amtszeit endete am 31. Oktober 2021.

Nun ist die osthessische Stadt auf der Suche nach einem Nachfolger. Vier neue Bewerber gibt es für das Bürgermeisteramt. Neben Thomas Dostal kandidieren auch Jürgen Laurinat (unabhängig) und Zeynel Can (SPD). Der vierte Kandidat ist Heiko Siemon, der für die CDU ins Rennen geht. Im Interview mit OSTHESSEN|NEWS spricht er über seine Kandidatur und über seine Ziele für die Stadt Schlitz.

Warum haben Sie sich entschieden, für das Bürgermeisteramt in Schlitz zu kandidieren?
Mir liegt die Zukunft meiner Heimatgemeinde besonders am Herzen. Ich möchte Schlitz und das Schlitzerland weiterentwickeln, dass auch die nachfolgenden Generationen gerne hier leben wollen. Die Herausforderung als Bürgermeister reizt mich und ist eine logische Konsequenz meiner beruflichen und politischen Laufbahn.

Was würden Sie als Bürgermeister anders machen als Ihr Vorgänger?
Einen direkten hauptamtlichen Vorgänger gibt es ja in unserer aktuellen Situation in Schlitz nicht. Herr Stadtrat Kreuzer hat in seiner Vertretungszeit sehr gute Arbeit geleistet. Die Art und Weise, wie der 1. Stadtrat Willy Kreuzer die Themen angepackt hat und lösungsorientiert zum Abschluss gebracht hat, gefällt mir sehr gut. Dies würde ich gerne im Fall eines Wahlsieges fortsetzen.

Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung und Prägung wird es mit Sicherheit Änderungen im Bereich der digitalen Arbeitsprozesse geben. Vor allem aber möchte ich die Außen-Kommunikation im Falle meiner Wahl ändern. Ich möchte ein Rathauschef zum Anfassen sein. Dies gilt sowohl für alle Bürgerinnen und Bürger, sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Was sind Ihre drei Top-Themen auf der Agenda, die Sie in der Stadt angehen würden?
Ich habe in meinem Wahlprogramm bereits Themenschwerpunkte festgelegt. Familie, Wohnen und Leben im Schlitzerland. Wir können von der guten Verkehrsanbindung und der Nähe zum Oberzentrum Fulda profitieren. Dies gilt es weiter auszubauen. Am Herzen liegt mir auch das Thema Kultur und Tourismus. Ein Kernprojekt hierfür stellt die sogenannte Kulturbrauerei dar. Hier kann eine richtige Initialzündung für die Stadt Schlitz gelingen. Aber auch der Standortfaktor Wirtschaft und Unternehmen liegt mir sehr am Herzen. Durch meine berufliche Verbindung zu vielen Unternehmen weiß ich genau, wo man als Kommune unterstützen kann bzw. muss. Dies alles muss gepaart werden mit einem Blick auf die finanzielle Ausstattung einer so großen Flächengemeinde. Hier möchte ich ebenfalls meinen Beitrag leisten. Abschließend möchte ich als Rathauschef die Verwaltung modern führen und immer als Vorbild vorausgehen.

Mit welchem Slogan werben Sie um die Wähler?
Miteinander in die Zukunft. Hierbei geht es mir hauptsächlich um das Miteinander mit den Bürgerinnen und Bürger und das Miteinander mit allen Fraktionen im Stadtparlament. Zum Thema Stadtparlament: Ich habe bereits als Vorsitzender des Haupt,- Finanz- und Wirtschaftsausschusses fast 10 Jahre gezeigt, dass ich politische Debatten überparteilich moderieren kann, diese Erfahrung hilft immens gerade die politischen Interessen zu vereinen. Wichtig ist doch vor allem, dass die Interessen und Probleme der Bürgerinnen und Bürger gehört werden und bestmöglich umgesetzt werden.

Wo liegen Ihre Stärken?
Es ist immer schwer, seine Stärken selbst zu nennen. Lieber ist es mir, dass dies andere beurteilen. Aufgrund meines Alters und meiner beruflichen Erfahrung gerade als Führungskraft in einer großen Sparkasse bringe ich ein wichtiges Kriterium für einen Rathauschef mit. Mein Angebot wird abgerundet durch das vorhandene Fachwissen meiner politischen Arbeit gerade als ehrenamtlicher Stadtrat. Darüber hinaus bin ich hier aufgewachsen, ich kenne das Schlitzerland, viele Bürgerinnen und Bürger und sie kennen mich teilweise von klein auf.

Was macht Schlitz aus Ihrer Sicht so besonders?
Wenn man wie ich hier aufgewachsen ist, dann nimmt man diese wunderschönen Fachwerkhäuser und diesen malerischen Burgenring nicht immer bewusst wahr. Darüber hinaus haben wir mit der Landesmusikakademie Hessen eine angesehene und weit über die Region hinaus bekannte Kultureinrichtung in unserer Stadt. Wir stehen mit der größten Kerze seit über 30 Jahren sogar im Guinnessbuch der Rekorde. Auch unsere Schlitzer Destilliere mit ihren Produkten ist weit über die Grenzen des Schlitzerlandes bekannt. Aber prägen tun nicht die Gebäude eine Stadt oder eine Gemeinde, sondern ihre Bürgerinnen und Bürger. Gerade wenn man beispielsweise sieht, wie alle Einwohner alle zwei Jahre dem internationalen Heimat- und Trachtenfest entgegenfiebern. Wie alle Menschen aus dem Schlitzerland anpacken, Unterkünfte bereitstellen und einfach nur weltoffen und gastfreundlich sind, so macht dies alles Schlitz ganz besonders. Zudem haben wir ein sehr lebendiges und vielfältiges Vereins- und Dorfleben.

Was wäre Ihre erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister?
Aufgrund der aktuellen Situation der dauerhaften Vertretungsregelung durch Herrn Stadtrat Kreuzer bin ich bereits jetzt sehr oft im Rathaus. Falls Herr Kreuzer verhindert ist, übernehme ich diese Vertretung, somit bin ich heute schon in die aktuellen Vorgänge eingebunden.

Dies würden die alltäglichen Arbeiten und die angestoßenen Projekte betreffen. Was aber aus meiner Sicht ebenso wichtig ist, ist die Nähe zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Institution oder ein Unternehmen ist nur so gut, wie ihre Mitarbeiter. Ich kenne zwar schon fast alle MitarbeiterInnen der Verwaltung und der Werke, aber sie sollten auch mich kennenlernen. Dies sollte so schnell als möglich in den ersten Wochen meiner Amtszeit passieren.

Wie verbringen Sie den Wahlsonntag?
Mit der Familie. Details sind noch nicht geplant, da wir uns gerade eher auf den Wahlkampf konzentrieren. Ab 18 Uhr werde ich dann im Rathaus sein, um gemeinsam mit meinen engsten Vertrauten auf das Ergebnis zu warten

Was haben wir Sie nicht gefragt, worauf Sie aber gern eine Antwort geben möchten?
Eine Demokratie ist dann lebendig, wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen und es bei einer Wahl auch eine Auswahl gibt. Ich hoffe daher auf eine hohe Wahlbeteiligung, um ein breites Votum aus der Bevölkerung zu erhalten. Aus diesem Grund halte ich es für wichtig, dass so viel wie möglich der Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht, sei es per Briefwahl oder am Wahlsonntag, Gebrauch machen. (ld) +++


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