Heißes Eishockey-Duell in Lauterbach - Fotos: goa

LAUTERBACH Spitzenspiel in der Eishockey-Hessenliga

Blutige Wange ja, blutige Nase nein! - Erneute Luchse-Niederlage gegen Kassel

05.03.22 - Sie haben wie schon im letzten Heimspiel gegen die Topfavoriten aus Kassel lange Zeit mitgehalten, um dann am Ende doch recht eindeutig geschlagen zu sein: Die Luchse verloren ihr Hessenliga-Heimspiel mit 3:6 gegen die Eightyniners.

Ein Liga-Punktspiel mit Freundschaftsspiel-Charakter, so hätte man das Duell des Tabellenzweiten, der Lauterbacher Luchse gegen die nach wie vor komplett verlustpunktfreien Kassel 89ers eigentlich von der Papierform her beschreiben können. Beide Teams waren bereits vor dem Gipfeltreffen sicher für das entscheidende Final-Four-Turnier Anfang April in Lauterbach qualifiziert, bei dem dann der Meister und Aufsteiger in die Regionalliga gekürt werden wird.

Bleiben wir noch kurz bei der Papierform: Die 89ers hatten in bisher 11 Spielen ausnahmslos Siege eingefahren. Ein durchschnittliches Torverhältnis von 9,3 : 2 Toren spricht eine klare Sprache (Luchse: 8,2 : 3,6). Bei den Luchsen sah es personell recht gut aus, es fehlten zwei Spieler. Den zweitligaerfahrenen Michael Kuhn sowie Andrè Bruch ersetzt man nicht einfach so.

Wie eigentlich bei diesen beiden Mannschaften zu erwarten sollte es natürlich kein "Freundschaftsspiel" werden, sondern ein bis kurz vor der Schlusssirene umkämpftes, aber durchaus faires und schnelles Match, bei dem das Pendel bis 126 Sekunden vor Ende durchaus auch noch zugunsten der Lauterbacher hätte ausschlagen können. Die Luchse verkauften sich extrem lange sehr teuer und waren durch einen famosen Alleingang von Matyas Welser nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung gegangen - es sollte die einzige Führung bleiben. Die 89ers blieben cool und glichen noch vor Ende des ersten Drittels aus. Das zweite Drittel war recht ausgeglichen, endete aber mit der 2:4-Führung der Nordhessen, obwohl Luchse-Torhüter Steve Themm hielt, was zu halten war. Der Anschlusstreffer von Matyas Welser in der 48. Minute weckte berechtigte Hoffnungen der Luchse, bis zu dem Punkt, an dem die Huskie-Reserve in der finalen Crunch-Time kurzen Prozess machte - innerhalb von 27 Sekunden stand es 3:6, was bei gut eineinhalb Minuten Restspielzeit auch den Endstand bedeutete. Aus Vogelsberger Sicht natürlich etwas enttäuschend, aber bei allem Lokalpatriotismus würdigten alle Befragten den Gästesieg als letztlich doch verdient.

Glück im Unglück hatte Lauterbachs Stephan Andert, als er im zweiten Drittel einen Puck ins Gesicht bekam und sich eine Platzwunde auf der Wange zuzog. Er wurde vom DRK behandelt und im Eichhof-Krankenhaus genäht. Die Schlussphase konnte er sich dann bereits wieder in der Halle ansehen. Auf die Frage zu seinem Spielfazit lächelte er schon wieder: "Das war schon in Ordnung, aber soviel hab` ich ja nicht davon gesehen...!" Auch seinen Optimismus hatte er nicht verloren: Auf die Frage zu den Chancen für das Final-Four, wo Kassel sicher auch noch den einen oder anderen aktuell fehlenden Spieler an Bord haben wird, erwiderte er: "Das wird sicher so sein, aber wir waren ja leider auch nicht vollzählig!"

Die (nur) 138 Zuschauer im Lauterbacher Steinigsgrund werden registriert haben, dass die 89ers auch beim Final-Four als klare Favoriten aufs Eis gehen werden. Und dennoch: Auch und gerade die aktuellen Eindrücke des Spiels lassen das Fazit zu, dass die Luchse nicht chancenlos sein werden. So mancher David hat schon einen Goliath niedergerungen - dafür müsste dann aber sicher alles passen: ein voller Kader, maximale Leistung aller Akteure, ein voller Luchsbau mit lautstarkem Fan-Support und zusätzlich auch noch eine wirklich gehörige Portion Glück. Das fehlte am Freitagabend manchmal, wenn man zum Ausgleich ansetzte und die Salven von Distanzschüssen von Tobias Schwab und Kapitän Niels Hilgenberg einfach ihren Weg ins 89ers-Gehäuse nicht beziehungsweise zu selten finden wollten. (goa)

Luchse Lauterbach - Kassel 89ers  3:6 (1:1; 1:3; 1:2)

Torschützen des EC Luchse Lauterbach: Matyas Welser 1:0 (15.02), 3:4 (47.35), Niels Hilgenberg 2:3 (29.34). Doppelter Vorlagengeber: Julian Grund

Strafminutenen: 14 / 39. +++


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