Markus Meysner im O|N-Gespräch - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Kommentar: Meysners Rückzug

Engagiert und hemdsärmelig für die Region

27.05.22 - Die Union im Landkreis Fulda wird wohl noch einige Zeit benötigen, um sich von dem "doppelten Schock" zu erholen, den ihr Markus Meysner am vergangenen Wochenende versetzt hatte: Nachdem im Vorfeld bereits durchgesickert war, dass der 56-Jährige den Posten als CDU-Kreisvorsitzender niederlegen würde und von Frederik Schmitt ersetzt werden sollte, kam sein Rückzug als Landtagsabgeordneter zum 30. Juni 2022 für die meisten dann doch sehr überraschend. Und hat daher nicht nur in seiner Partei viele auf dem falschen Fuß erwischt. Denn was auf der einen Seite unter dem menschlichen Aspekt und wegen der von Meysner angeführten gesundheitlichen Gründe nachvollziehbar ist, das ist auf der anderen Seite für die Region ein empfindlicher Schlag, der zunächst erstmal verdaut werden muss.

Der frühere Tanner Bürgermeister hat sich in den neun Jahren seiner Zugehörigkeit zum Hessischen Landtag als höchst umtriebiger und hartnäckiger Streiter für die Interessen des heimischen Raumes erwiesen. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Fulda konnten sich mit Meysner auf einen Mandatsträger verlassen, der es hervorragend verstand, ihre Belange in Wiesbaden zu vertreten. Gemeinsam mit seinen Parteikollegen Thomas Hering (Landtag) und Michael Brand (Bundestag), aber auch mit Landtagskolleginnen und -kollegen anderer Couleur zeigte Meysner auf, wie wichtig es für eine Region ist, eine starke Stimme auf Landesebene zu haben, um nicht ins politische Hintertreffen beziehungsweise aufs Abstellgleis zu geraten und abgehängt zu werden. Wobei man sich nicht von seinem mitunter hemdsärmeligen Auftreten täuschen lassen durfte, denn wenn es um die Sache ging, dann konnte der 56-Jährige durchaus unbequem werden. Und zeigen, dass sich hinter dem jovialen humorvollen Habitus auch ein Dickkopf verbarg. Der es überdies hervorragend versteht, netzwerkend zu wirken.

Der Verfasser des Kommentars, O|N-Redakteur Bertram Lenz

Nun darf man gespannt sein, wie sich sein Nachfolger als Landtagsabgeordneter, der Verwaltungsfachwirt Sebastian Müller aus Hofbieber, in Wiesbaden schlagen wird. Einen besseren Ratgeber als Meysner kann sich der 34-jährige CDU-Mann dabei in den ersten Wochen nicht wünschen. Wobei als Zielvorgabe ganz obenan stehen dürfte, sich weiterhin als engagierter Fürsprecher für die Region zu präsentieren. (Bertram Lenz) +++


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