Die Jungs der Feuerwehr Bebra: Matthias Kaiser, Martin Funk, Frank Rosier, Torsten Siebert und Michael Krause (vorne von links) sowie Philipp Apel und Florian Bode auf dem Dach vom Löschfahrzeug - Fotos: Philipp Apel

BEBRA / BRUCK Oldtimer-WM am Großglockner

Mit einem VW Golf III: Philipp Apel und Florian Bode sind Feuerwehr-Weltmeister

22.06.22 - Philipp Apel (28) und Florian Bode (24) sind Weltmeister: Die beiden Jungs aus Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) haben am Wochenende die Oldtimer-Rallye bei der Weltmeisterschaft der Feuerwehren in Bruck an der Großglocknerstraße (im Land Salzburg im Bezirk Zell am See) in Österreich gewonnen. Und zwar mit einem VW Golf III. Den hat sich Apel privat über ein Kleinanzeigenportal von der Feuerwehr Buttlar gekauft. Dort war der Golf vom Baujahr 1995 im Einsatzgeschehen eingebunden.

Florian Bode und Philipp Apel mit dem Weltmeisterpokal aus Zirbenholz und dem VW Golf ...

Feuerwehrfest in Bruck an der Großglocknerstraße

Weltrekordversuch in den Bergen

Was eine beeindrucken Kulisse

Die Feuerwehr Bebra beteiligte sich bereits zum dritten Mal bei dem Wettkampf im Salzburger Land. "Das hat die Begeisterung für die historischen Fahrzeuge in mir geweckt. Ich wollte unbedingt dabei sein und habe mir den Golf gekauft", sagt Apel. Mit Kumpel Florian und ohne Klimaanlage ging es am Mittwochabend ins Salzburger Land. Die Kameraden aus Bebra beteiligten sich sogar mit einem zweiten Fahrzeug an der Weltmeisterschaft: Mit einem Löschfahrzeug 16/12 (Baujahr 1990) legten Matthias Kaiser, Martin Funk, Frank Rosier, Torsten Siebert und Michael Krause die knapp 650 Kilometer lange Strecke zurück.

101 historische Fahrzeuge am Start

101 historische Feuerwehrfahrzeuge aus Österreich, Deutschland, Südtirol, Belgien und der Schweiz waren bei der zehnten Auflage der Weltmeisterschaft dabei. Bei den Wertungsfahrten geht es um Konstanz, nicht um Schnelligkeit. Am ersten Tag musste eine 13 Kilometer lange Strecke von Bruck bis zur Mautstation in einer Geschwindigkeit von 32,3 Stundenkilometern zurückgelegt werden. "Das ist so ein Gefühlsding", sagt Apel. Digitale Anzeigen und andere elektronische Helfer kennen die Oldtimer ja nicht. Am zweiten Tag ging es in zwei Streckenabschnitten hinauf zum Fuscher Törl auf 2.428 Metern Höhe. Das zweite Fahrzeug aus Bebra belegte einen ebenfalls guten 43. Platz.

Neben der Oldtimer-Weltmeisterschaft gab es zwei weitere spektakuläre Aktionen. Österreichs laut Medienberichten härtestem Kuppelcup gewann die Betriebsfeuerwehr Steyr (Oberöstereich) mit einer Zeit von 18,20 Sekunden und Null Fehlerpunkten.

Weltrekord mit 40 Tragkraftspritzen und 460 B-Schläuchen

Die folgenden Zahlen werden alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden beeindrucken, die selbst schon mal eine Schlauchleitung "lange Wegstrecke" verlegen mussten: 40 Tragkraftspritzen (TS 15), 460 B-Schläuche und 9.200 Meter Schlauchleitung. Noch Fragen? Ja, der Höhenunterschied: 1.435 Höhenmeter.

Die Feuerwehren aus Österreich verlegten die Schläuche von der Kassenstelle Ferleiten (1.136 Meter) hinauf auf die Edelweißspitze in 2.571 Metern auf Österreichs höchsten, befahrbaren Berggipfel. Nach zwei Stunden und 13 Minuten hieß es "Wasser Marsch!" bei der Kassenstelle Ferleiten auf der Edelsteinspitze. Der Weltrekordversuch hat geklappt.

Abends wurden die Erfolge in einem riesigen Festzelt und passender Musik gefeiert. Zuvor gab es auf einem Platz eine Feierstunde der Feuerwehrleute sowie den Fahrzeugen sowie einer Blasmusikkapelle - ein beeindruckendes Bild.

Am nächsten Tag ging es für die Jungs aus Bebra wieder zurück in die Heimat - in elf Stunden bei der Hitze und natürlich wieder ohne Klimaanlage. Dort wurden sie gebührend mit Fahrzeugspalier und Wasserwerfer empfangen - so wie es sich für Weltmeister eben gehört. Trotz der Strapazen bei den sommerlichen Temperaturen sagt Apel: "Wenn Du dort angekommen bist, ist das alles vergessen". Und für die Feuerwehrleute aus Bebra steht fest: In zwei Jahren sind sie bei der elften Oldtimer Weltmeisterschaft der Feuerwehren in Bruck an der Großglocknerstraße wieder mit dabei. Bei dieser Traumlandschaft und den vielen Gleichgesinnten der Feuerwehren.

Feuerwehr beim Stadtfest dabei

Am Sonntag, den 26. Juni 2022 ist die Feuerwehr Bebra beim Stadtfest dabei. In der Innenstadt und auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum "be!" zeigen die Kameradinnen und Kameraden ihr Können und stellen ihre Fahrzeuge vor.  (Hans-Hubertus Braune) +++


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