An der Donau entlang geht es nach Linz - Fotos: privat

FULDA/WIEN Es wird weiter gestrampelt und geschwitzt!

Fortsetzung der RC Rhön Charity-Tour Fulda-Szeged von Passau bis Wien

29.06.22 - Die spektakuläre Aktion, mit der der Rotary Club Rhön Geld für bedürftige Kinder "erradelt", hat die nächste Etappe Wien erreicht: Mit dem Ziel, die beachtliche Strecke von immerhin 1.380 Kilometern bis ins ungarische Szeged per Rad zu erreichen, sind am 12. Juni um 9 Uhr die Rotary-Mitglieder in Fulda am Feuerwehr-Museum gestartet. Mit der Länder übergreifenden Fahrradfahrt will der Rotary Club Geld für Kinder in Not sammeln - konkret steht die Mammut-Rad-Tour unter dem Motto "Wir helfen Flüchtlingskindern aus der Ukraine".

Uwe ruft mit dem Hammer die Fähre.

Nach einem Abend mit angeregten Gesprächen in der Passauer Altstadt starten wir heute etwas früher um 8.30 Uhr nach Linz. Bald erreichen wir die ersten Staustufen der Donau mit ihren imposanten Schleusen und Wasserkraftanlagen. Mit einer Fallhöhe von 15 m ist die Schleuse bei Untergriesbach Europas höchste Staustufe. An der Donauschleife Schlögen wechseln wir die Seite. Wir fahren mit der Fähre über den Strom.

In Schlögen treffen wir unser Begleitfahrzeug mit Thomas und Roland. Roland steigt nach seiner morgendlichen Pressearbeit hier auf den Linz-Express auf. Bereits nach wenigen Kilometern setzt unser Verstand kollektiv aus. Wir verfahren uns kräftig. Am Abend treffen wir unseren rotarischen Freund Meinhard Huber, der uns morgen mit vier weiteren österreichischen Rotariern auf der Fahrt nach Melk begleiten wird.

Unnötige drei Kilometer mit 400 Höhenmetern auf einen steilen Berg. Oben angekommen fragen wir uns, warum wir da hinauf sind. Auch unterwegs stellt das niemand in Frage. Gut, für die Ebike-Fahrer war die Frage auch nicht ganz so relevant und die Bio-Biker waren mit sich selbst beschäftigt. Oben angekommen, fahren wir nach kurzer Diskussion zurück. Nun mit bis zu 62 Stundenkilometern! Der richtige Weg an der Donau entlang, Donaudurchbruch Richtung Aschach, ist dann super schön und deutlich kühler – am Berg war es "sauheiß".

Wir fahren nun ohne weiter Störungen durch das langsam heißer werdende Donautal und kommen nach 115 km in Linz an. Dort treffen wir am Hotel einen unserer Sponsoren, Lothar Bildhäuser, der sich uns morgen für einen Tag, von Linz nach Melk anschließt.

Tag 8:  Linz-Melk 19.06.22

Soviel vorweg, es wird der heißeste Tag der Tour, bis jetzt! Wir starten um 9.00 mit unserem Sponsor Lothar und drei österreichischen Rotariern am Hotel in Linz. Siggi, Klaus und Meinhard, vom RC Perg werden uns auf den nächsten 115 Kilometern bis Melk begleiten. Wir fahren gemeinsam in Richtung Au an der Donau. Dort wollen wir eine Abordnung der Rotary Clubs aus Enns und Perg treffen.

Mit den steigenden Temperaturen kommt auch ein strammer Gegenwind auf. Jeder versucht, den Windschatten des Vordermanns zu nutzen. Nach ca. 35 Kilometern treffen wir in Au a.d.Donau ein. Dort haben sich bereits die Freunde beiden Clubs versammelt. Im Rahmen einer kleinen Übergabezeremonie erhalten wir von jedem Club eine Spende von 500 Euro. 

Das Strampeln gegen den Heißluftföhn hat sich wirklich gelohnt. Wir verabschieden uns dankbar bei den beiden Clubs und nehmen vier neue Radfahrer des Clubs Enns in unsere Reihen auf, die uns ebenfalls bis Melk begleiten.

Mit insgesamt 15 Radfahrern fahren wir weiter. Der Wasserverbrauch ist immens. Immer wieder suchen wir schattige Plätze aus und "tanken nach". Am Nachmittag erreichen wir die wunderschöne Stadt Melk mit dem barocken Welterbe Stift Melk. Wir verabschieden unsere Freunde der Clubs Enns und Perg. Interne Recherchen ergaben, dass der Flüssigkeitsverlust einzelner Fahrer bei 5-6 Litern lag. Dann Prost!


Tag 9 und 10: Melk-St. - Pölten – Wien 20.-21.06.22

Heute Morgen besichtigen wir das Stift Melk und starten erst am Mittag zu einer kurzen Etappe nach Wien.
Ein kleiner, aber steiler Aufstieg führt uns zum imposanten Eingangsbereich des Stiftes. Eine gebuchte Führung bringt uns die Geschichte des Welterbes näher. Nach der sehr interessanten Führung und den gesammelten visuellen Eindrücken starten wir am Mittag nach St. Pölten. Heute liegen nur 40 km vor uns. Wir erreichen die Stadt an der Traisen am Nachmittag. Ein kleiner Regenschauer, der erste auf der Tour, konnte uns nur kurz aufhalten.

Rotary ist bereits bei der Einfahrt nach St. Pölten deutlich wahrnehmbar. Standesgemäß übernachten wir im Internat des Sportzentrums Niederösterreich und brechen am Abend, frisch gestylt und gut gelaunt, zum RC St. Pölten auf. Wir werden sehr freundlich empfangen und fühlen uns sofort wohl in der Gesellschaft des Clubs.

Am Abend lernen wir auch Freund Werner Kurrat vom Rotary-Club Wien Stadtpark kennen, der uns am anderen Tag von St. Pölten nach Wien begleiten wird.

Im Rahmen eines kleinen Powerpoint-Vortrages erläutert Roland die Tour-Historie. Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen. Der RC St. Pölten spendet zu unserer großen Freude 500 Euro für die Aktion.

CAT-Walk mit den wasserdichten Kleidern

Wir beschließen nach der erfolgreichen Veranstaltung noch zwei Magnum Flaschen Weißwein zu verkosten und bleiben noch eine Zeit im schönen Biergarten der Gaststätte.

St. Pölten - Wien

Am Morgen starten wir auf unsere 10. Etappe nach Wien. Werner führt uns ortskundig aus der Stadt. Wir radeln entlang der Traisen auf einem wunderschönen Radweg.

Unterwegs haben wir einen ungeplanten Stopp. Unser Begleiter, Freund Werner Kurras, hat einen Platten. Da er Rennrad fährt, ist die Demontage des Reifens eine echte Herausforderung. Mit vereinten Kräften gelingt es dann doch.

Wir erfahren telefonisch, dass Christel, unsere Fotografin der Tour, ebenfalls zeitgleich einen Platten an ihrem Auto hat – Eisenteil in einer Baustelle.

Wir Tourfahrer sind bisher ohne Panne hingekommen – ca. 5.600 Fahrradkilometer ohne Platten. Wir klopfen auf Holz.
Am Stadtrand von Wien verabschieden wir uns dann von Freund Werner. Wir haben die Fahrt und die guten Gespräche sehr genossen. Die letzten Kilometer der insgesamt 93 km radeln wir alleine.

Am Abend ist der Besuch eines Meetings des RC Stadtpark angesagt. Es soll eine Weinprobe der Fürstlichen Weingüter Liechtenstein geben. Wir hören einen guten Marketingvortrag zu teuren Weinen und fühlen uns in der typischen Wiener Gesellschaft nicht unbedingt wohl. Ein Spaziergang durch das abendliche Wien entschädigt uns dafür. Zum Abschluss setzen wir einen Kontrapunkt und uns zusammen – es gibt Fritten mit Bier.(ci/RolandBaumann)+++


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