Mediziner warnen immer wieder, sich bei den derzeit herrschenden Höchsttemperaturen im Freien sportlich zu betätigen. - Fotos: Henrik Schmitt

FULDA Stadt Fulda äußert sich nach Vorwürfen

Zehn Schüler vom Rettungsdienst behandelt - Bundesjugendspiele bei 32° ?

01.07.22 - Eine Fuldaer Schule hat heute im Stadion Johannesau Bundesjugendspiele veranstaltet. Dabei sind offenbar einige Schüler kollabiert und mussten vom Rettungsdienst behandelt werden. Zwar ist der Redaktion bekannt, um welche Schule es sich handelt, doch deren Schulleitung war zunächst für Nachfragen nach dem aktuellen Gesundheitszustand der Betroffenen nicht zu erreichen. Die Pressestelle der Stadt Fulda bestätigte den Rettungsdiensteinsatz allerdings auf unsere Nachfrage. Dort wusste man auch, welche Schule die Sportwettkämpfe für den heutigen Donnerstag anberaumt hatte.

UPDATE 18 UHR: Die Stadt Fulda schreibt in einer Presseerklärung: "Die Schulleitung der betreffenden Schule legt Wert auf die Feststellung, dass die Bundesjugendspiele bereits vor dem Einsatz mehrerer Rettungswagen um die Mittagszeit abgebrochen worden waren. Erfrischungsgetränke seien in ausreichender Menge für alle Schülerinnen und Schüler (sie stammen aus den Klassenstufen 5 bis 7) verfügbar gewesen. Die erste Alarmierung gegen 11.15 Uhr erfolgte tatsächlich durch Lehrkräfte, allerdings ging es zu diesem Zeitpunkt nicht um gesundheitliche Beschwerden von Teilnehmenden an den Bundesjugendspielen, sondern um eine gesundheitlich vorbelastete Person, die als Zuschauerin teilnahm und über unklare Symptome klagte, die abgeklärt werden sollten.

Im Zusammenhang mit dem Eintreffen des ersten Rettungswagens hat es dann offenbar eine Art Kettenreaktion gegeben, die zum Eintreffen weiterer Rettungswagen führte. Mehrere Schülerinnen und Schüler klagten dabei wohl über die unten erwähnten Kreislaufbeschwerden und Hitze-Beschwerden. Wer allerdings die zusätzlichen Rettungswagen alarmiert hat, ist noch unklar."

Mediziner warnen immer wieder, sich bei den derzeit herrschenden Höchsttemperaturen im Freien sportlich zu betätigen. Das kann zu Hitzestau und ernsten Kreislaufproblemen führen. Ob es also vernünftig war, an diesem Termin für die Bundesjugendfestspiele bei 32 Grad festzuhalten? 

Eine Nachfrage beim Staatlichen Schulamt Fulda war leider auch nicht möglich, weil deren Telefonanlage offenbar ebenfalls kollabiert ist. 

Mittlerweile bestätigt die Pressestelle der Stadt Fulda den Vorfall: Hier Informationen zum heutigen Rettungsdiensteinsatz im Zusammenhang mit Bundesjugendspielen im Fuldaer Stadion:

"Wegen Kreislaufproblemen beziehungsweise Hitzeerschöpfung mussten heute zehn Kinder am Rande von Bundesjugendspielen im Fuldaer Stadion vom Rettungsdienst behandelt werden. Ein Notarzteinsatz war nicht erforderlich. Nach einer Laufdisziplin am späten Vormittag hatten mehrere Kinder über Kreislaufprobleme geklagt, daraufhin wurde die Leitstelle informiert. Insgesamt fünf Rettungswagen waren im Einsatz. Die Bundesjugendspiele der betreffenden Schule wurden abgebrochen.

Sieben Schülerinnen und Schüler wurden nach der Behandlung durch den Rettungsdienst von ihren Eltern abgeholt. Zur weiteren Beobachtung kamen drei Kinder vorsorglich ins Krankenhaus." (ci)+++

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