Seit über einem Monat ist das Kamax-Werk in Alsfeld nun geschlossen - doch ruhig wird es um den alten Standort noch immer nicht. - Fotos: Luisa Diegel

ALSFELD Unternehmen hat sich verrechnet

Wie kann das passieren? Kamax fordert von Ex-Mitarbeitern Abfindung zurück

05.08.22 - Seit über einem Monat ist das Kamax-Werk in Alsfeld nun geschlossen - doch ruhig wird es um den alten Standort noch immer nicht. Nachdem das Unternehmen von den damals ansässigen 220 Mitarbeitern 34 am Standort in Homberg (Ohm) weiter beschäftigen konnte, bekamen alle anderen eine Abfindung ausgezahlt. Doch genau damit gibt es nun Probleme.

Denn wie OSTHESSEN|NEWS aus internen, ehemaligen Mitarbeiter-Kreisen erfuhr, müssen ehemalige Arbeitnehmer der Kamax Teile ihrer Abfindung nun wieder zurückbezahlen. Doch eigentlich sei den Mitarbeitern, die das Unternehmen mit einer Abfindung verlassen haben, vereinbarte Konditionen per Post geschickt worden, die beide Parteien auch unterschrieben. Anschließend wurde der Betrag auf das Konto überweisen. "Nach nur wenigen Wochen erhielten einige von uns einen Brief mit der Forderung, eine gewisse Summe wieder an das Unternehmen zurückzuzahlen", so der ehemalige Mitarbeiter gegenüber O|N. Der Grund: Die Kamax habe sich verrechnet. 

Das Kamax-Werk in Alsfeld.

Auf unsere Anfrage reagiert die Pressestelle des Unternehmens wie folgt:

"Bei der Werksschließung in Alsfeld war und ist es uns sehr wichtig, für die betroffenen Personen eine faire Lösung zu finden: Der beschlossene Sozialplan ist im Regionalvergleich überdurchschnittlich in der Abfindungsregelung und -höhe. Wir haben Wechselmöglichkeiten in eine Transfergesellschaft zur Qualifizierung für eine Anschlussbeschäftigung zur Verfügung gestellt und konnten rund 40 Mitarbeitenden im Werk in Homberg (Ohm) übernehmen. Die Abfindungen wurden zum Großteil in der korrekten Summe ausgezahlt. Leider sind in einigen Fällen aufgrund fehlerhafter Datengrundlagen nicht die richtige Summe ausgezahlt worden – mal zu viel, mal zu wenig. Diese fehlerhafte Auszahlung korrigieren wir aktuell und sind wir mit allen Betroffenen im engen Austausch.

Für die Unannehmlichkeiten und den Aufwand möchten wir uns entschuldigen – uns ist bewusst, dass dies unglücklich in einer solchen Situation ist. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, dass alle ehemaligen Mitarbeitenden auf Grundlage der richtigen Daten die angemessene Abfindungshöhe erhalten."

Ex-Mitarbeiter stinksauer

Symbolbild: Pixabay

Die ehemaligen Kamax-Mitarbeiter sind sauer und enttäuscht. "Wie kann so etwas passieren? Ich kann es nicht glauben", so der Ex-Mitarbeiter entrüstet. Kommen bei einigen "kleinere" Beträge zusammen, sind es bei anderen Summen im fünfstelligen Bereich. Doch nicht alle haben bislang auf die Forderung des Unternehmens reagiert und ihre Abfindung zurückgezahlt. Daran werden sie allerdings aktuell erinnert: Denn in den vergangenen Tagen trudelten die ersten Zahlungserinnerungen in die Briefkästen ein. (ld) +++


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