Am Sonntag findet die Bürgermeister-Stichwahl zwischen Anke Hofmann und Karsten Vollmar statt. - Fotos: Gerhard Manns/Christopher Göbel

BAD HERSFELD Am Sonntag zählt es

Bürgermeister-Stichwahl: Hofmann und Vollmar kandidieren

27.09.22 - Am Sonntag haben die Bad Hersfelder Bürgerinnen und Bürger die Wahl, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. In der Wahl vor zwei Wochen hatte keiner der Bewerber eine Mehrheit errungen, sodass nun Anke Hofmann (unabhängig) und Karsten Volmlar (SPD) in der Stichwahl am 2. Oktober gegeneinander antreten. 

Anke Hofmann

Bei der Wahl am 28. September hatte Hofmann 45,72 Prozent errungen, Vollmar 37,29 Prozent und der CDU-Kandidat Karsten Backhaus 16,99 Prozent (O|N berichtete). Backhaus war somit aus dem Rennen. In der Stadt Bad Hersfeld und allen Stadtteilen sind rund 22.600 Menschen wahlberechtigt. Die Wahllokale am 2. Oktober sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer nicht selbst zur Wahl gehen kann oder will, hat noch bis Mittwoch, 28. September, um 5 Uhr Briefwahlunterlagen hier beantragen. Bürgerinnen und Bürger, die bereits zum ersten Termin die Briefwahl inklusive Stichwahl beantragt hatten, müssten ihre Wahlunterlagen bereits per Post erhalten haben. Die roten Wahlbriefe müssen fristgerecht entweder postalisch oder als Einwurf beim Bürgerbüro (Am Markt 1) bei der Stadtverwaltung eintreffen.

Hier sind die Wahllokale

Die Stadt Bad Hersfeld weist darauf hin, dass das ehemalige Wahllokal 7 seit der Bundestagswahl 2021 in das "wortreich" umgezogen ist. "Die Adresse des eigenen Wahlbezirks ist immer auf den Wahlbenachrichtigungsschreiben der Stadt vermerkt", heißt es von der Stadt.

Karten Vollmar

Die 24 Wahllokale befinden sich in der Kernstadt und ihren Stadtteilen an folgenden Orten: Vereinsheim des SSV Eichhof, Konrad-Duden-Schule (Foyer und Bergehalle), Bürgerhaus Hohe Luft (Saal und Gemeinschaftsraum), Stadtteilzentrum Hohe Luft, Wortreich, Linggschule (Betreuungsgebäude links und rechts), Geistalschule, Stadthalle (Konferenzraum und Foyer), Grundschule an der Sommerseite (Turnhalle und Betreuungsgebäude), Evangelisches Gemeindezentrum Johannesberg (Raum Himmelsblick und Raum Sternenlichter), Schützenhaus Allmershausen, Mehrzweckhalle Asbach, Bürgerhaus Beiershausen, Bürgerhaus Heenes, Solztalhalle Kathus, Gemeinschaftshaus Kohlhausen, Bürgerhaus Petersberg und in der Mehrzweckhalle Sorga.

Am Sonntagabend werden die Wahlergebnisse ab 18 Uhr hier live veröffentlicht. Wer bei der Präsentation der Ergebnisse dabeisein möchte, kann dies ab 1 Uhr im "wortreich" (Lift, 2. Etage) tun.

Zwischenruf von Christopher Göbel zum Wahlrecht


O|N-Redakteur Christopher Göbel

Freie Wahlen sind eine Errungenschaft unserer Gesellschaft. Wir haben das Recht, unsere Stimme für Parteien, Landräte und eben auch Bürgermeister abzugeben. Wahlen sind ein fester Bestandteil einer Demokratie. Es gibt genügend Staaten auf der Welt, wo das Wahlrecht mit Füßen getreten wird, oder wo es überhaupt keine freien Wahlen gibt.

Die Wahlbeteiligung bei Bürgermeister-Direktwahlen in der näheren Vergangenheit war fast überall unterirdisch. In Bad Hersfeld lag sie am 28. November bei mageren 43,46 Prozent, in Neuhof am Sonntag nur bei 35,89 Prozent.

Woran liegt es, dass so wenige Menschen von diesem Recht gebrauch machen? Politikverdrossenheit? Mag sein. Aber wir dürfen nicht Europa-, Bundes- oder Landespolitik mit der Politik verwechseln, die direkt vor unserer Haustür gemacht wird. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeindeparlamente bestehen aus Menschen, die wir oft seit Jahren kennen, die sich im Falle der Parlamente ehrenamtlich engagieren, um in ihrem Ort etwas zu verändern.

Stadtpolitik ist keine Bundespolitik!

Eine Anke Hofmann kann keine Gasumlage zurücknehmen und ein Karsten Vollmar kann keinen Krieg in der Ukraine beenden. Sie können aber hier bei uns, rund um Rathaus und Kirchturmspitzen, etwas tun. Gemeinsam mit dem Magistrat und den Stadtverordneten.Wer die Wahl auch gewinnt, kann der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin für die Stadt Bad Hersfeld etwas erreichen. Für uns Bürger, die wir hier leben. Und das sollte es uns allen wert sein, am Sonntag einen kurzen Spaziergang zum Wahllokal zu machen und unser Kreuzchen zu setzen. Egal, ob es regnet, hagelt, schneit oder die Sonne scheint.

Demokratie lebt von der Beteiligung aller ihr angehörenden Bürgerinnen und Bürger. Wer sich nicht daran beteiligt, gibt einen Teil seiner Mitbestimmung auf. Und ich kann mir schon vorstellen, dass nachher diejenigen am lautesten schimpfen, die gar nicht zur Wahl gegangen sind. 

Ich habe bereits gewählt. Die Entscheidung habe ich mir beileibe nicht leicht gemacht. Anke Hofmann und Karsten Vollmar sind sehr fähige Kandidaten, die ich mir beide an der Spitze der Stadtverwaltung vorstellen kann. Beide haben ihre Wahlprogamme in den vergangenen Wochen und Monaten präsentiert und begründet, ihre Pläne und Visionen für die Stadt Bad Hersfeld formuliert.

Letztendlich musste ich aber eine Entscheidung treffen. Und ich möchte allen 20.600 Wahlberechtigten ans Herz legen, ebenfalls eine Entscheidung zu treffen. Nein, zwei Entscheidungen: Bitte gehen Sie zur Wahl. Und bitte entscheiden Sie sich am Sonntag für Anke Hofmann oder Karsten Vollmar. (Christopher Göbel) +++


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