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Freude nach der 1:0-Führung: Vorlagengeber Thore Hütsch (links), Torschütze Petr Paliatka jr, Homan Halimi - Fotos: Bernd Vogt

BURGHAUN Steinbach - Türk Gücü Friedberg 4:2 (3:0)

Die Flutlicht-Atmosphäre beflügelt fokussierten und als Team starken SVS

13.10.22 - Die Flutlicht-Atmosphäre schien die Kicker des SV Steinbach beflügelt zu haben. Das Heimspiel am Mittwochabend gegen Türk Gücü Friedberg gewannen sie mit 4:2. Schon nach 19 Minuten führten sie 3:0, in dieser starken Anfangsphase legten sie die Basis für den Erfolg. Der Gast, der die Anfangsphase komplett verpennte, schaffte in den allerletzten Minuten nur noch eine Kosmetik des Ergebnisses.

Enis Dzihic, Trainer Türk Gücü Friedberg

Das gastgebende Team präsentierte sich frisch, äußerst wach und fokussiert. Nach knapp 20 Minuten lag es bereits mit 3:0 vorn - und es traf fast mit jedem Abschluss. In Minute vier traf Petr Paliatka jr zur frühen Führung - freistehend nach dem klugen und präzisen Rückpass von Thore Hütsch. Der Kontrahent hätte umgehend ausgleichen können - und das mehrfach. Doch mit dem  Abschuss-Verhalten seines Teams haderte nicht nur Trainer Enis Dzihic an der Auslinie. Seine Spieler trafen oft die falsche Entscheidung: Hätten sie passen müssen, schossen sie - taten sie dies, hätten sie passen müssen. Imek vergab (7.), auch Yikilmaz (9.) - und Glück besaß der SVS, als er mit vereinten Kräften auf der Torlinie rettete (10.).

Das Spielglück, das der SVS am Sonntag nicht hatte, fällt ihm jetzt zu

Stattdessen gelang Homan Halimi Sekunden später nach einem Konter das 2:0 - Türk Gücü bot eine schlechte Rest-Verteidigung. Luca-Lennard Uth erhöhte in Minute 19 gar auf 3:0. Der Gast, etwas wild spielend, fing sich. Dennoch vergab Max Stadler, von Alex Reith per Steilpass bedient, das vierte SVS-Tor. Kam hinzu, dass Türk Gücü kein Glück im Abschluss hatte - und der Gastgeber jenes Spielglück, das er am Sonntag in Steinbach nicht hatte, jetzt für sich in Anspruch nehmen konnte. 

David Fladung und Jürgen Wiegand

Der Gipfel für die Desorientiertheit des Gästeteams: Kamil Yikilmaz vergab wenige Sekunden nach Beginn des zweiten Abschnittes freistehend aus wenigen Metern kläglich. Steinbach indessen bot wenig später einen krachenden Distanzschuss Petr Kvacas. Zu allem Überfluss aus Türk Gücü-Sicht: Toni Reljic vergab einen Foulelfmeter, in dessen Entstehung der SVS ungeschickt verteidigte - oder besser gesagt: Steinbachs Keeper Philipp Bagus wehrte nicht nur den ersten Ball ab - sondern auch den Nachschuss. 

Philipp Bagus wehrt Elfer samt Nachschuss ab - und ist später nochmals zur Stelle

Es passte zu diesem wilden und merkwürdigen Abend, dass Hayashis Distanzschuss an die Unterkante der Latte sprang, von da auf die Linie fiel - und Bagus nochmals einen Nachschuss aus aussirchtsreicher Position abwehrte. Das war nach einer Stunde. Wie auch immer: Türk Gücü versuchte in Halbzeit zwei alles und drängte Steinbach, das zu große Lücken offenbarte, nicht kompakt genug stand und zu viele Räume anbot. 

Beide Teams ließen in der Folge noch Chancen liegen - für den Gastgeber tat dies der frei zum Abschluss kommende Stadler (81.). Eins legte der SVS noch drauf: Zwei Minuten vor Spielende traf Alex Reith zum 4:0. Noah Michel glückte der Ehrentreffer für Türk Gücü, das durch den eigewechselten Ted Likaj gar noch verkürzte an diesem verrückten Fußball-Abend. Der Gast verlor, weil es die Anfangsphase verpennt hatte, wild spielte und sich nicht als Team präsentierte. Steinbach gewann, weil es wach und fokussiert war, kämpferisch und hier und auch spielerisch stark war - und sich als Einheit präsentierte. Und das Beste: Die Leistung des SVS sollte Zuversicht geben für das Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen den Tabellendritten Walldorf. (wk)


SV Steinbach: Bagus - Kehl (44. Wittke), Fabian Wiegand, Neascu, Hütsch - Kvaca, Uth - Paliatka jr., Reith, Halimi (74. Göb) - Stadler (89. Wehner)
Türk Gücü Friedberg: Koob - Scheffler, Häuser, Dudda (22. Gatmura), Eren - Heinrich, Usic (70. Mahmoudov)  - Imek (58. Hayashi), Reljic, Yikilmaz (84. Likaj)- Michel
Schiedsrichter: Manuel Winkler (TSV Landau)
Tore: 1:0 Petr Paliatka jr. (4.), 2:0 Homan halimi (10.), 3:0 Luca Lennard Uth (19.), 4:0 Alex Reith (88.), 4:1 Noah Michel (89.)
Zuschauer: 60    +++

Stadionsprecherin Franziska Vogt

In der Mitte: Erwin Wiegand, Toms Vater

Der verletzte Tom Wiegand


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