Alle drei Schulen erhielten das Gütesiegel einer Schule mit vorbildlicher Berufs- und Studienorientierung bereits zum 4. Mal. - Fotos: Stephan Finke

REGION Vorbildliche berufliche Orientierung

"Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen" für drei heimische Schulen

12.10.22 - Im Schuljahr 2021/22 haben sich 32 hessische Schulen durch ihre hervorragende berufliche Orientierung ausgezeichnet und dabei gezeigt, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler auf herausragende Weise auf den Übergang von der Schule in den Beruf oder in ein Studium vorbereiten. Für ihre wirksamen Konzepte zur Vorbereitung auf die Studien- und Berufswelt wurden die Schulen nun mit dem "Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung" ausgezeichnet.

Aus der Region Fulda erhielten die Anne-Frank-Schule Gersfeld im Verbund mit der Erich-Kästner-Schule Hilders, die Brüder-Grimm-Schule Fulda sowie die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Großenlüder das "Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen." Sie tragen das Gütesiegel seit dem Beginn vor elf Jahren und haben nun bereits die dritte Rezertifizierung erfolgreich durchlaufen. Diese Konstanz zeigt, dass sich diese Schulen in einem kontinuierlichen Prozess der Evaluation und Weiterentwicklung befinden. Besonders diese drei Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen, die den berufsorientierten Abschluss vergeben, haben die erfolgreiche berufliche Orientierung ihrer Schülerinnen und Schüler als einen besonderen Schwerpunkt der schulischen Arbeit und Entwicklung gefestigt.

Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche berufliche Orientierung nach den ...

Übergang kontinuierlich verbessern

In der feierlichen Verleihung überreichten Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Mandy Pastohr, Abteilungsleiterin im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, sowie Ulrike Rüger, stellvertretende Abteilungsleiterin im Hessischen Kultusministerium, die Urkunden an die ausgezeichneten Schulen. "Die Bundesagentur für Arbeit setzt sich intensiv dafür ein, den Übergang von der Schule in Ausbildung, Beruf oder Studium kontinuierlich zu verbessern. Die heute hier ausgezeichneten Schulen leisten dabei einen wichtigen Beitrag, um Jugendliche in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen und Warteschleifen abzubauen", sagte Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen. "In diesem Jahr werden wir in Hessen mehr unbesetzte Lehrstellen haben als in den Jahren zuvor. Dem heißt es entgegenzuwirken. Wichtige Partner sind dabei diejenigen Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet ins Leben entlassen."

Berufliche Orientierung hat hohen Stellenwert

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: "Um Zukunftsängsten entgegenzuwirken, ist die richtige Vorbereitung unserer Jugendlichen auf das Abenteuer Berufs- und Arbeitswelt wichtiger denn je. Mit vielfältigen Informationen, aber gerade auch mit gezielter, individueller Beratung bieten Sie konkrete Orientierung. Je praktischer diese Orientierung erfolgt, desto nachhaltiger ist der Eindruck bei den Jugendlichen und umso besser können sie einschätzen, welchen Weg sie einschlagen möchten. Wichtig ist dabei auch, den jungen Menschen die Angst vor einem falschen Schritt zu nehmen. Der erste Schritt in der Berufswahl ist in Hessen seit langem nicht mehr der erste Schritt in eine Sackgasse. Unser System der beruflichen Bildung ist mittlerweile sehr durchlässig und vielfältig geworden. Es reicht von interessanten Aufstiegsfortbildungen bis hin zum Hochschulzugang."

Anlässlich der Verleihung betonte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz den hohen Stellenwert der beruflichen Orientierung: "Die erfolgreiche Kooperation von Eltern, Lehrkräften, regionalen und überregionalen Partnern aus der Wirtschaft und den regionalen Agenturen für Arbeit ermöglicht eine erfolgreiche Schulentwicklung im Bereich der beruflichen Orientierung. Zudem eröffnet sie Schülerinnen und Schülern Zukunftsperspektiven zur Selbstverwirklichung und individuellen Lebensgestaltung als Grundlage für die berufliche und private Zufriedenheit. Trotz der besonderen Herausforderungen in den vergangenen Jahren ist es den Schulen gelungen, ihre herausragende Arbeit im Bereich der beruflichen Orientierung weiter zu stärken."

Hintergrund

Das Gütesiegel wurde in Hessen zu Beginn des Schuljahrs 2010/11 eingeführt. Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche berufliche Orientierung nach den OloV-Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. Das Siegel ist ein gemeinsames Projekt des Hessischen Kultusministeriums, des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, der SCHULEWIRTSCHAFT Hessen, der Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, des Hessischen Industrie- und Handelskammertags sowie der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Es ist ein Bestandteil der hessenweiten Strategie OloV und wird gefördert von der Europäischen Union, aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und des Hessischen Kultusministeriums. (pm) +++


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