

Deutsche Bahn und Kreisstadt: Lärmschutz jetzt gemeinsam angehen
25.03.25 - Die Deutsche Bahn (DB) und die Kreisstadt Bad Hersfeld haben eine Kooperationsvereinbarung zur Gestaltung der zukünftigen Lärmschutzmaßnahmen im Stadtgebiet geschlossen, die im Zuge einer Realisierung des Bahnprojektes Fulda-Gerstungen umgesetzt werden.
Zum Hintergrund: Im Zuge des Bahnprojektes Fulda-Gerstungen entsteht zwischen Langenschwarz und Ronshausen ein neuer Streckenabschnitt, der im Bereich von Bad Hersfeld auf die bestehende Bahnstrecke Bebra-Fulda trifft. Weil es an der Bestandsstrecke dadurch zu wesentlichen baulichen Änderungen kommt, besteht der Anspruch auf Lärmvorsorge gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz in Verbindung mit der Verkehrslärmschutzverordnung.
Der Kooperationsvertrag regelt, dass die DB ein Planungsbüro für die Erstellung eines Gestaltungskonzeptes an den Lärmschutzeinrichtungen beauftragt. Das Konzept soll eine bestmögliche Integration der baulichen Schallschutzmaßnahmen in das Stadtbild untersuchen. Städtebaulich sensible Bereiche werden besonders intensiv betrachtet. Auch stadtbezogene Themen wie die Festspiele, die Geschichte der Stadt oder die Heilquellen können in den Gestaltungslösungen aufgezeigt werden. Am Ende des Prozesses sollen mehrere Varianten stehen, aus denen die Stadt eine Vorzugsvariante auswählt. Technische und zulassungsrelevante Anforderungen sowie sicherheits- und betrieblich relevante Aspekte müssen dabei freilich jederzeit eingehalten werden.
"Das ist eine Pflichtaufgabe"
Anke Hofmann, Bürgermeisterin der Stadt Bad Hersfeld, sagte bei der Unterzeichnung am Bad Hersfelder Bahnhof: "Natürlich ist der Lärmschutz eine Pflichtaufgabe für uns, denn er trägt wesentlich zur Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger bei. Gleichzeitig wollen wir mit dem Kooperationsvertrag einen positiven Effekt für unsere Besucherinnen und Besucher erzielen. Das soll gelingen, indem wir die Lärmschutzwände attraktiv und mit klarem Bezug zu unserer Kur- und Festspielstadt gestalten."