

Eine Feuerwehr für alle Facetten: 197 Einsatzberichte - viele Grundlehrgänge
02.04.25 - 80 Einsatzlagen galt es für die Feuerwehren in der Autobahngemeinde Kirchheim (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) im Jahr 2024 zu bearbeiten. Daraus resultieren insgesamt 197 Einsatzberichte. Die Aufgaben für die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer sind nach wie vor vielfältig und oftmals herausfordernd.
Für die Feuerwehr Kirchheim zählen die Lagen auf den bekannt viel befahrenen Autobahnabschnitten rund um das Kirchheimer Dreieck genauso dazu, wie die Aufgaben innerhalb der Gemeinde mit zwölf Ortsteilen und der Unterstützung bei den überörtlichen Großeinsätzen. Die technische Hilfeleistung war bei 107 Einsatzberichten gefragt, dazu kommen 64 Brandbekämpfungen, 13 Mal Nachbarschaftshilfe und elf Fehlalarme.
Beim Gemeindefeuerwehrtag in Goßmannsrode im Sommer 2024 konnten die Besucher hautnah erleben, wie schnell es zu einer realen Einsatzlage kommt: "Die Großübung zum Gemeindefeuerwehrtag war vorbereitet. Wie bei der Feuerwehr üblich: Ersten kommt es anders, 2. als du denkst. Die Großübung ging los. Leitstelle Hersfeld löste die Meldeempfänger und Sirenen aus. Die Einsatzfahrzeuge fuhren an. Nächste Alarmierung auf die Autobahn mit dem Stichwort Massenanfall von Verletzten mit mindestens fünf Verletzten. Und somit war die Übung auch schon zu Ende. Die Zuschauer bei der Übung schauten sich ratlos an, als die Kameraden wieder in ihre Einsatzfahrzeuge stiegen und wegfuhren. Auf der Autobahn waren im Stauende mehrere Fahrzeuge aufeinander gefahren und bei der Anfahrt fing ein PKW, der mit Gas angetrieben war, noch an zu brennen. Wir löschten das Feuer und die verunfallten Personen mit Kindern wurde durch das DRK versorgt. Die Übung zum Gemeindefeuerwehrtag hatte sich somit erledigt", sagte Schmier. Ein Beispiel für das Aufgabenspektrum der Feuerwehr Kirchheim. Dazu zählte im vergangenen Jahr auch die Staubetreuung auf der Autobahn bei Schnee und Kälte.
23 Frauen und 147 Männern sind aktiv und stehen somit Tag und Nacht für die Mitmenschen und deren Hab und Gut zur Verfügung. "Die Feuerwehren haben 299 Stunden Hilfe geleistet. Das sind 1.760 Personalstunden", sagte Gemeindebrandinspektor Andreas Schmier.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der acht Feuerwehren im Bürgerhaus von Heddersdorf 16 Kameradinnen und Kameraden zu Feuerwehrfrauen beziehungsweise -männern befördert werden konnten. Bedeutet, 16 zusätzliche Kräfte, die einen Grundlehrgang besucht haben und nun in die Einsatztätigkeiten integriert werden.
Gemeindebrandinspektor Andreas Schmier dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Dazu zählt insbesondere auch die Ausbildung. 72 Kameraden besuchten im vergangenen Jahr einen der insgesamt 23 Lehrgänge. Für die verschiedenen Aufgaben sind immer mehr Fachleute notwendig. Auch dies leisten sie ehrenamtlich.
Ein weiterer Schwerpunkt für die Zukunftsfähigkeit der Feuerwehren sind eine gut funktionierende Nachwuchsarbeit. Hier engagiert sich beispielsweise Pfarrerin Melanie Hetzer bei der Bambinifeuerwehr. Sie berichtete von verschiedenen Aktionen. Die Jüngsten der Kirchheimer Feuerwehrfamilie haben so einiges unternommen. Auch die Jugendlichen sind mit viel Engagement dabei. Ob bei Wettkämpfen, Ausflügen und altersgerechten Ausbildungen haben sie Spaß und werden an den Feuerwehrdienst herangeführt. Zur neuen Gemeindejugendfeuerwehrwartin wurde Sandra Preuß gewählt. Einen Stellvertreter gibt es aktuell nicht.
Dankesworte und feuerwehrtechnische Informationen lieferten Landrat Torsten Warnecke, Bürgermeister Axel Schmidt, Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger, Kreisbrandmeister Benjamin Deist, Thomas Specht für den Kreisfeuerwehrverband, Michael Thamer für die Kreisjugendfeuerwehr und Pfarrerin Melanie Hetzer.
Beförderungen
Zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau: Leon Reinhardt, Moritz Rös, Luca Schrön, Janik Schwalm, Julia Trost, Sven Burmeister, Tim Scheidemantel, Antonia Berk, Ben Kurz, Jonas Scheidemantel, Tom Boländer, Niklas Dipp, Philip Reuber, Steven Klotzbach, Peter Stefan und Mara Hofmann.
Lukas Tannhäuser (Oberfeuerwehrmann), Nico Stiebing (Oberfeuerwehrmann) Patrick Weppler (Hauptfeuerwehrmann), Chantal Reinmöller und Kevin Haß (Hauptfeuerwehrmann), Christoph Meister (Hauptfeuerwehrman), Felix Gottlebe (Oberlöschmeister), Melanie Hetzer (Oberlöschmeisterin) und Vanessa Reuber zur Hauptlöschmeisterin.
Ernennungen
René Hofmann Willingshain stellv. WF
Jens Rüger Willingshain Gerätew.
Erik Ickler Reckerode WF
Tim Bauerhenne Reckerode stellv. WF
Lars Bechstein Reckerode Gerätew.
Kevin Scheidemantel Goßmannsrode JW
Sandra Preuß Goßmannsrode stellv. JW
Marcel Preuß Goßmannsrode Gerätew.
Christian Bornschier Frielingen Gerätew.
Achim Kimpel Ibratal WF
Maik Töpfer Ibratal 1.stellv. WF
Maik Reinmöller Ibratal 2.stellv WF
Dominik Kamp Ibratal Gerätew.
Maximilian Reich Ibratal stellv. GW
Hans-Georg Gerst Heddersdorf Gerätew.
Jürgen Trost Gersdorf Gerätew
Ehrungen
Eine Anerkennungsurkunde erhielten Dominik Kamp, Christoph Meister und Johannes Wittich (für zehn Jahre), Andreas Boländer (für 20 Jahre), sowie Dirk Seifert, Andreas Schenk und Michael Klotzbach (für 40 Jahre). Das silberne Brandschutzehrenabzeichen am Bande erhielt Tim Baurhenne (für 25 Jahre). Das Goldene Brandschutzehrenabzeichen am Bande erhielten Andreas Gangl und Andreas Schenk (für 40 Jahre). Das Goldene Brandschutzehrenabzeichen am Bande erhielt Horst Allendorf (für 50 Jahre). (hhb) +++