

Astrid Wallmann über ihren spannenden Job als hessische Landtagspräsidentin
04.04.25 - Hoher Besuch im Bildungsunternehmen Dr. Jordan in der Fuldaer Innenstadt. Am Donnerstagmittag durften sich die Schüler und Lehrer über einen Besuch von der hessischen Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) freuen. Sie hielt den spannenden Vortrag "Am Puls der Zeit: Hessens Herzkammer der Demokratie in politisch bewegten Zeiten" und begeisterte die Schüler- und Lehrerschaft.
Monika Jordan, Vorstand des Dr. Jordan Bildungsunternehmens, begrüßte Wallmann: "Wir haben Sie mit Spannung erwartet und freuen uns auf Ihren Vortrag." Sie ergänzte: "Für mich persönlich ist Ihre Anwesenheit hier eine besondere Freude. Wir begrüßen immer verschiedenen Ehrengäste, aber leider sind es sind selten Frauen." Prof. Dr. Wolfgang Dippel, Vorstand und Studienleitung, stellte die Landtagspräsidentin den Schülern vor. "Sie ist die erste Frau als Präsidentin des Landtags." Er sagte: "Wallmann hat einen sehr geradlinigen Studienlauf" und ging nachfolgend auf diesen weiter ein.
Wallmann sprach anschließend zu den Schülern. "Ich wollte eigentlich nie in die Politik gehen." Mit diesem Satz erstaunte sie. Dennoch: "Ich war früher eher eine schüchterne Schülerin. Wenn ich in der Klasse saß, war es mir am liebsten, wenn der Lehrer mich nicht angesprochen hat. Das zeigt, dass sich Menschen im Laufe des Lebens auch verändern und auch Entwicklungen durchlaufen können." Die Schüler lauschten Wallmanns motivierenden Worten gespannt.
Schwierige Aufgaben und Entscheidungen
"Der Job als Landtagspräsidentin erfüllt mich." Mit ihren Worten über ihre Tätigkeit in der Politik zog sie die Schülerschaft in einen Bann. "Ich achte mit den Vizepräsidenten darauf, dass wir im Plenarsaal ein ordentliches Miteinander haben", sagte sie zu den Aufgaben in ihrem Job. Mit interessanten und spannenden Beispielen ging sie auf diesen Teil näher ein. So unter anderem der Fall bei einer Gedenkfeier zu Ehren Schindlers. Während eines Vortrags eines vom Landtag eingeladenen Redners schmierte sich ein Abgeordneter eine weiße Substanz ins Gesicht.Wallmann habe das während des Vortrages mitbekommen. Sie berichtete: "Ich habe mich dazu entschieden, gar nichts zu tun, in der Hoffnung, dass der Abgeordnete nicht noch mehr Aufmerksamkeit bekommt." Der Abgeordnete habe damals die Gedenkveranstaltung bewusst stören wollen. Sie resümierte zu diesem Vorfall: "Ich muss gestehen, ich finde das so schlimm. Das jemand auf die Idee kommt, eine Gedenkveranstaltung so zu stören. Mir ist auch nicht klar, was in dem Kopf einer solchen Person stattfindet." Mit diesem Vorfall wollte sie auf die Schwierigkeit in der Entscheidungsfindung ihres Berufs eingehen.
Als Frau an der Spitze
Ein besonders wichtiger Punkt der Präsidentin, die Ausführung ihres Berufs als Frau. "Ich bin oft darauf angesprochen worden", sagte sie und bezog sich darauf, dass sie die erste Präsidentin des hessischen Landtages ist. "Ich finde, dass das selbstverständlich sein sollte." Eine Frage, die ihr besonders oft - auch von Frauen - gestellt wurde: "Wie machst du das mit deinen zwei Kindern?" Dazu sagte Wallmann: "Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der diese Frage nicht gestellt wird. Ich finde, das sollte gar nichts Besonderes mehr sein. Ich mache das wie alle anderen auch." Den männlichen Kollegen würde die Frage bestimmt auch nicht gestellt werden.
Im Anschluss an den spannenden Vortrag Wallmanns hatten die Schüler noch Zeit, um einige Fragen zu stellen. Mit ihrem Besuch wurde den Jugendlichen die Landespolitik näher gebracht. Ihr gespanntes Zuhören und interessiertes Fragestellen bestätigte den Erfolg der Veranstaltung. (kg) +++