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Landrat Torsten Warnecke nimmt als Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Hersfeld GmbH Stellung zur Zukunft in Rotenburg an der Fulda. - Archivbilder: O|N/Hans-Hubertus Braune

ROTENBURG/F./BAD HERSFELD Kein Umzug im Jahr 2026

Streit über das HKZ-Areal: Landrat Torsten Warnecke nimmt Stellung

11.12.25 - Um die Zukunft des Herz-Kreislaufzentrums (HKZ) beziehungsweise deren Umsetzung und Neuausrichtung des Standortes in Rotenburg an der Fulda gibt es vermehrt Diskussionen und politischen Streit.

In einer Pressemitteilung nimmt nun der Aufsichtsrat der Klinikum Hersfeld GmbH Stellung. Dieser nehme nach eigenen Angaben die jüngste Berichterstattung mit Verwunderung zur Kenntnis.

Das Herz- und Kreislaufzentrum ist derzeit noch am Standort in Rotenburg an der Fulda. ...Archivbild: Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg

In mehreren Presseartikeln werde der Eindruck erweckt, das HKZ werde in Rotenburg bereits im Jahr 2026 geschlossen und es gebe bislang keinerlei Aktivitäten zur Entwicklung eines Nachnutzungskonzeptes für die Immobilie. Beide Darstellungen seien in dieser Form nicht zutreffend.

Kein Umzug des HKZ im Jahr 2026

Richtig sei laut Aufsichtsrat: "Die Fachabteilungen des Herz-Kreislauf-Zentrums werden ihren Betrieb in Rotenburg bis zum geplanten Umzug nach Bad Hersfeld vollumfänglich weiterführen. Von einem Umzug im Jahre 2026 kann deshalb keine Rede sein. Nach aktuellem Zeitplan wird davon ausgegangen, dass der Umzug nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus im Jahr 2027 vollzogen wird. Ein Umzug im Jahr 2026 vor der Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist ausgeschlossen. Der laufende Betrieb und die Patientenversorgung ist selbstverständlich bis zum Umzug gesichert."

In Bad Hersfeld wird neu gebaut. Archivbild: Klinikum Bad Hersfeld

Nachnutzung ist seit gut einem Jahr in strukturierter Vorbereitung

Weiter schreibt der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Landrat Torsten Warnecke: "Ebenso unzutreffend ist die Behauptung, es werde bislang nicht aktiv an einer Nachnutzung der Immobilie gearbeitet. Tatsächlich wird dieses Thema seit rund einem Jahr intensiv und kontinuierlich bearbeitet – mit Kenntnis und unter Einbindung des Aufsichtsrates sowie unter Beteiligung des Bürgermeisters der Stadt Rotenburg. Ziel dieses Prozesses ist es, frühzeitig tragfähige und wirtschaftlich sinnvolle Perspektiven für das Areal zu entwickeln. Die Darstellung, der Landkreis oder die Klinikum Bad Hersfeld GmbH hätten bislang keine Aktivitäten entfaltet, entbehrt daher jeder sachlichen Grundlage."

Landrat Torsten Warnecke bei der Grundsteinlegung im Sommer 2025 in Bad Hersfeld am ...

Sachlichkeit statt politischer Zuspitzung

Der Aufsichtsrat begrüße grundsätzlich das Interesse der politischen Gremien an einer frühzeitigen Entwicklung des Standorts. Zugleich weist er jedoch mit Nachdruck darauf hin, dass öffentliche Forderungen, die auf falschen Annahmen beruhten, weder der Stadt Rotenburg noch dem Landkreis oder dem Klinikum dienen würden. Eine verantwortungsvolle Entwicklung eines so bedeutenden Areals erfordere Sachlichkeit, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit – keine öffentlichen Unterstellungen.

Gemeinsames Ziel: Tragfähige Perspektiven für Rotenburg

Der Aufsichtsrat der Klinikum Bad Hersfeld GmbH bekenne sich ausdrücklich zu dem gemeinsamen Ziel, für den Standort Rotenburg tragfähige, nachhaltige und zukunftsfähige Nutzungsperspektiven zu schaffen. Dieser Prozess sei bereits angestoßen und werde weiterhin verantwortungsbewusst, im engen Austausch mit kommunalen und auch überregionalen Partnern fortgeführt, so der Aufsichtsrat in der Pressemitteilung abschließend. (pm/hhb) +++


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