17.01.26 - Sie ist hochmodern, leistungsstark und ein wichtiger Baustein für die Sicherheit in der Rhön: Mit der offiziellen Indienststellung der neuen Drehleiter DLK 23/12 hat der Landkreis Fulda seine Einsatzfähigkeit im Brandschutz und in der technischen Hilfeleistung deutlich erweitert. Stationiert ist das Fahrzeug am Feuerwehrhaus in Hofbieber (Landkreis Fulda) - bewusst mitten in der Region, die sie künftig absichert. "Der Himmel ist blau, die Sonne lacht. Hofbieber wird mit einer Drehleiter bedacht", reimt Bürgermeister Markus Röder (parteilos) am Freitagnachmittag.
Die neue Drehleiter wird künftig vor allem in den Kommunen Dipperz, Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann eingesetzt. Rund 30.000 Menschen befinden sich im Ausrückbereich des Fahrzeugs. Auch Einsätze am höchsten Punkt Hessens, der Wasserkuppe, können damit noch zuverlässiger abgewickelt werden.

Bürgermeister Markus Röder (Parteilos) und Landrat Bernd Woide (CDU). ...

Wehrführer Frank Rübsam, Stlv. Gemeindebrandinspektor Philipp Adelmann, Gemeindebrandinspektor ...

Kreisbrandinspektor Adrian Vogler (Links).
Modernste Technik für anspruchsvolle Einsätze
Landrat Bernd Woide (CDU) machte bei der Indienststellung deutlich, warum der Standort Hofbieber eine bewusste Entscheidung war: "Wenn wir die Rhön flächendeckend absichern wollen, dann können wir die Drehleiter nicht nach Fulda oder Flieden stellen. Wir brauchen ein leistungsfähiges Fahrzeug direkt in der Region." Die Anschaffung sei im Bedarfs- und Entwicklungsplan des Landkreises fest verankert.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine vollautomatische Drehleiter DLK 23/12 mit Korb und Gelenkteil. Sie ist für eine dreiköpfige Besatzung ausgelegt, verfügt über eine Korblast von bis zu 300 Kilogramm und wird von einem 299 PS starken Motor angetrieben. Die Drehleiter wurde 2013 durch das Land Hessen erstzugelassen und vor der Indienststellung umfassend überholt, modernisiert und technisch angepasst. "Der Preis ist hoch, aber er lohnt sich", sagte Woide mit Blick auf die Investitionskosten von 477.000 Euro. Es handele sich um eine Anschaffung, die unmittelbar der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis diene.

Landrat Bernd Woide und Bürgermeister Markus Röder haben sich nach oben getraut. ...

Die Aussicht von der Drehleiter.
Vielseitig einsetzbar im Ernstfall
Die Einsatzmöglichkeiten der neuen Drehleiter sind vielfältig. Sie wird bei Brandeinsätzen ebenso eingesetzt wie bei der Rettung aus Höhen und Tiefen, zur Unterstützung des Rettungsdienstes, bei der Belüftung von Gebäuden, beim Ausleuchten von Einsatzstellen oder beim Heben von Lasten. Kreisbrandinspektor Adrian Vogler betonte die Bedeutung dieser Vielseitigkeit: "Gerade im Gelände der Rhön brauchen wir ein Fahrzeug, das flexibel einsetzbar ist und viele Aufgaben abdecken kann. Diese Drehleiter ist dafür hervorragend geeignet."

Die Drehleitermaschinisten vor der neuen Drehleiter. Foto: Freiwillige Feuerwehr Hofbieber-Mitte
Intensive Ausbildung für ein komplexes Gerät
Seit Oktober 2025 laufen die Fortbildungen für die künftigen Drehleitermaschinisten. Insgesamt 14 bis 15 Feuerwehrkameraden werden für den Einsatz auf dem Fahrzeug ausgebildet. "Das ist ein hochkomplexes Gerät. Man fährt das nicht einfach wie einen Pkw", erklärte Vogler. In den vergangenen Monaten seien weit über 400 Ausbildungsstunden absolviert worden.
Gemeindebrandinspektor Heiko Krämer sprach von einer sehr intensiven Zeit: "Die letzten Monate waren anstrengend, aber auch erfüllend. Unsere Kameraden haben unglaublich viel Zeit investiert, um dieses Fahrzeug sicher beherrschen zu können." Das Vertrauen, das dem Standort Hofbieber entgegengebracht werde, wolle man mit Leistung zurückzahlen.

O|N Redakteurin Emely Schrön im Selbstversuch.
Vertrauen in Hofbieber und die Feuerwehr
Bürgermeister Markus Röder zeigte sich stolz über die Stationierung der Drehleiter in seiner Gemeinde. "Dass dieses Fahrzeug hier beheimatet ist, zeigt das große Vertrauen in unsere Feuerwehr und unsere Kommune", so Röder. Die neue Drehleiter verbessere nicht nur die Sicherheit in Hofbieber, sondern in der gesamten Rhönregion.
Mit der Indienststellung der DLK 23/12 setzt der Landkreis Fulda ein klares Zeichen für leistungsfähigen Brandschutz und überörtliche Hilfe. Ziel sei es, schnelle und wirksame Hilfe zu leisten und dafür zu sorgen, dass alle Einsatzkräfte gesund von ihren Einsätzen zurückkehren. Eins durfte beim Einweihungstermin am Freitagmittag natürlich auch nicht fehlen: Die Fahrt mit dem neuen Schmuckstück der Feuerwehr hoch hinaus.
(ems) +++ 