
50.000 Narren feierten den Rosenmontag in Fulda. - Archivfotos: O|N/ Martin Engel und Hendrik Urbin
FULDA
So lief der Rosenmontag
Wenn die Domstadt feiert: Ein närrisches Fest und viele Helfer im Hintergrund
21.02.26 - Es war ein Fest des Zusammenseins, ein Tag voller Farben, Musik und ausgelassener Stimmung. Zehntausende feierten in Fuldas Straßen, lachten, tanzten und machten den Rosenmontag zu einem ganz besonderen Erlebnis. Vorne wurde fröhlich gefeiert, während im Hintergrund ein eingespieltes Team aus vielen Helferinnen und Helfern dafür sorgte, dass das närrische Treiben sicher und ohne Probleme über die Bühne ging.
Neben den Kräften von DRK und Polizei waren vor allem die vielen Ehrenamtlichen der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) im Einsatz. "Rund zehn Leute kümmerten sich allein um die Aufstellung und die Abnahme der Wagen", erzählte FKG‑Präsident Oliver Weißenberger im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Der Zugmarschall stand dabei ständig im Austausch mit der Gefahrenabwehr. Insgesamt waren rund 180 Helferinnen und Helfer der FKG und der Randstaaten unterwegs.

Es war wieder einmal ein ganz besonderes Erlebnis für die Zuschauer!

DRK und Polizei waren im Einsatz, damit alles sicher ablief.

FKG-Präsident Oliver Weißenberger.

Trotz zwischenzeitlichem Schneefall und Nieselwetter ließen sich die Narren nicht ...

Bitte lächeln!

Christian Erwin, Kreisbereitschaftsleiter DRK Fulda.

Die Fuldaer Karnevals-Gesellschaft.
Sicherheitskonzept und Einsatzkräfte im Dauereinsatz
Ein Schwerpunkt lag auf der Sicherheit. "An jedem Rad musste eine sichernde Person flankieren, die aufpasst, dass nichts passiert", so Weißenberger. Der Zug bestand aus sieben Marschsäulen mit eigenen Leitern und Begleitern, "damit niemand den Ablauf stört". Auch die Behörden waren stark eingebunden. Feuerwehr, Polizei, RHP Support und Brandschutzamt waren präsent, ebenso viele städtische Kräfte. Vor Ort waren außerdem über 70 ehrenamtliche Rotkreuzler. Christian Erwin, Kreisbereitschaftsleiter DRK Fulda, zog ein positives Fazit: "Es war ein ruhiger, schöner Rosenmontag. Alles hat funktioniert, alles lief gut - abgesehen von den üblichen kleinen Wehwehchen." Erwin betont zudem die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten: "Wir sind sehr zufrieden. Alles hat gut geklappt. Ein großes Dankeschön an alle eingesetzten Kräfte für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda und der FKG."
Eine Besonderheit in diesem Jahr war die Unterstützung durch das Technische Hilfswerk (THW): "Zehn Kräfte standen uns schon um sechs Uhr zur Verfügung - eine bemerkenswerte Leistung." Gemeinsam mit Stadt und Ordnungsamt reagierten sie schnell auf die Schneelage am Morgen.
Stolz zeigte sich Weißenberger abschließend über die große Zahl der Aktiven: "4.500 Teilnehmer - das spüren wir. Es zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind." Zudem wurde der Zug erstmals live bei der Hessenschau gestreamt.

Rund 12.500 Euro Reinigungskosten sind am Ende zusammengekommen.
Nach dem närrischen Treiben blieb dennoch Arbeit für die Stadtreinigung. Rund 24 Kubikmeter Abfall mussten beseitigt werden - weniger als im Vorjahr, aber weiterhin eine Herausforderung. Besonders das Bermuda‑Dreieck war stark verschmutzt. 37 Mitarbeiter der Stadt waren im Einsatz, um die Innenstadt wieder herzurichten.
Die Stadt arbeitete bereits an langfristigen Maßnahmen zur Müllvermeidung, etwa über die "AG Saubere Stadt" oder das bestehende Glasflaschen‑Verkaufsverbot am Rosenmontag. Rund 12.500 Euro Reinigungskosten sind am Ende zusammengekommen. (js)+++
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