Die vier beteiligten Kommunen Flörsbachtal, Sinntal, Hammersbach und Schlüchtern sowie der Main-Kinzig-Kreis als Träger der überörtlichen Einheit "Waldbrandzug" haben nun ihr gemeinsames überörtliches Vorgehen noch einmal gesondert besiegelt. - Foto: Main-Kinzig-Kreis

REGION MKK Überregionale Einheit wird modernisiert

Waldbrandgefahr wächst: Kommunen mit Zusammenarbeit für besseren Schutz

12.03.26 - Besonders im Sommer kommt die Zeit, in der es über einen langen Zeitraum nicht regnet und die Sonne die Vegetation austrocknet. Genau da steigt die Waldbrandgefahr. Das ist dann auch die Zeit, in der auch die Einsatzkräfte des Waldbrandzugs des Main-Kinzig-Kreises mitunter tagelang und viele Male im Einsatz sind, um Brände in der Natur einzudämmen und zu löschen. Die vier beteiligten Kommunen Flörsbachtal, Sinntal, Hammersbach und Schlüchtern sowie der Main-Kinzig-Kreis als Träger der überörtlichen Einheit "Waldbrandzug" haben nun ihr gemeinsames überörtliches Vorgehen noch einmal gesondert besiegelt. Als Team erneuern sie auch in Kürze gemeinsam den Bestand an Fahrzeugen und Equipment.

"Kommunen sind stärker, wenn sie sich zusammentun", sagte Landrat Thorsten Stolz bei der Unterzeichnung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung in Flörsbachtal-Kempfenbrunn. "In unseren Katastrophenschutz-Einheiten und überregionalen Zügen erkennt man den Wert der Zusammenarbeit unmittelbar, nämlich immer dann, wenn wir sie als Untere Katastrophenschutzbehörde oder im überörtlichen Brandschutz brauchen und einsetzen. Dann sind Gemarkungsgrenzen unwichtig, dann brauchen wir die überörtlich stärksten Einheiten und deren Fachwissen." Genau deshalb sei die Modernisierung des Waldbrandzuges "ein wichtiger Meilenstein für die Sicherheit der Menschen im gesamten Main-Kinzig-Kreis".

"Die klimatischen Veränderungen stellen die Feuerwehren vor große Herausforderungen"

Der Ort des gemeinsamen Termins zur Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung war nicht nur wegen des dichten Spessartwalds ringsrum gut gewählt. Vor fünf Jahren haben über 100 Frauen und Männer aus den Wehren im Kreisgebiet in Flörsbachtal eine große Waldbrandübung veranstaltet. Mit dabei war schon seinerzeit der Waldbrandzug – dem auch weitere Einsatzkräfte aus Maintal und Bad Soden-Salmünster angehören –, der sich in dem schwierigen Szenario im Wald gut behauptete.

Danach kamen weitere Einsätze hinzu, auf die Kreisbrandinspektor Markus Busanni in seiner Ansprache an die Flörsbachtaler Bürgermeisterin Sibylle Hergert, die Bürgermeister aus Hammersbach und Schlüchtern, Michael Göllner und Matthias Möller, den Sinntaler Beigeordneten Ernst Heinbuch sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Feuerwehren zurückblickte. "Die klimatischen Veränderungen stellen die Feuerwehren in den Stadt- und Ortsteilen vor große Herausforderungen", erklärte Busanni. "Wir üben komplexe Szenarien von Wald- und Vegetationsbränden mehrmals im Jahr und wir brauchen für Ernstfälle neben dem speziell ausgebildeten Personal auch eine schnell verfügbare, moderne Ausstattung, um Mensch, Natur und Tierwelt vor Schlimmerem zu bewahren."

Schutz und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

Sibylle Hergert bedankte sich stellvertretend für die Kommunen und Wehren dafür, "dass der Main-Kinzig-Kreis den überörtlichen Brandschutz nicht nur koordiniert, sondern die Kommunen auch tatkräftig unterstützt". So werde die Anschaffung neuer Fahrzeuge auch finanziell mit rund 60 Prozent Euro je Anschaffung durch den Kreis bezuschusst. "Wir haben als Kommunen einen klaren Auftrag, und das sind der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb sind Fahrzeug-Käufe für Feuerwehren immer eine Kraftanstrengung, aber eine wertvolle Investition für die Menschen, die hier wohnen", sagte Hergert.

Das gemeinsame Ziel der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung ist es nun, mit Unterstützung des Main-Kinzig-Kreises vier neue Fahrzeuge für den Waldbrandzug zu beschaffen, die neben ihrer überörtlichen Aufgabe auch den örtlichen Brandschutz erheblich verstärken. Die aktuell genutzten Fahrzeuge haben nach mehreren Jahrzehnten und herausfordernden Einsätzen ihren Dienst geleistet und gleichzeitig ihren Zenit überschritten. In der Vereinbarung klären die Kommunen, bei der Ausschreibung, Vergabe, dem Erwerb sowie der Stationierung gemeinsam vorzugehen und die Kosten aufzuteilen sowie den damit verbundenen Aufgaben nachzukommen. (mis/pm) +++


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