Großbrand bei Ranstadt: Feuerwehr und THW kämpfen tagelang gegen Glutnester. - Fotos: THW OV Friedberg (Hessen)

RANSTADT Dauereinsatz gegen Glutnester

Verheerender Hallenbrand: THW Fulda kämpft zwei Tage gegen das Feuer

15.04.26 - Der verheerende Brand einer Lagerhalle bei Ranstadt (Wetteraukreis) hat nicht nur die Feuerwehr an ihre Grenzen gebracht - auch das Technische Hilfswerk Fulda spielte eine entscheidende Rolle bei den aufwendigen Nachlöscharbeiten. Über mehrere Tage hinweg kämpften die Einsatzkräfte gemeinsam gegen die Folgen des Feuers, das sich durch tonnenweise gelagertes Stroh besonders hartnäckig hielt.

Als die ersten Kräfte am Mittwochmorgen gegen 09:00 Uhr eintrafen, war die Halle bereits vollständig von Flammen erfasst. Schnell stand fest: Dieser Einsatz würde kein gewöhnlicher werden. Zwar gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, doch im Inneren der Halle entwickelte sich ein langwieriger Kampf gegen tief sitzende Glutnester.

Mit schwerem Gerät wird die zerstörte Halle Stück für Stück geöffnet. ...

THW Fulda übernimmt zentrale Rolle im Einsatz

Genau hier kam das THW Fulda ins Spiel. Die Fachgruppe Räumen war vom 08. bis 09. April im Schichtbetrieb im Einsatz - teils über eineinhalb Tage hinweg ohne Unterbrechung. Ihre Aufgabe: Strukturen öffnen, Material bewegen und so den Feuerwehrkräften überhaupt erst Zugang zu den gefährlichen Brandherden ermöglichen.

Mit schwerem Gerät wurde die Außenhülle der zerstörten Scheune Stück für Stück aufgebrochen. Nur so konnten die Einsatzkräfte die Glut erreichen, die sich tief in Strohballen und Gebäudeteilen festgesetzt hatte. Parallel dazu übernahm das THW das Umlagern des Brandguts. Mithilfe eines Teleskopladers wurde das teilweise noch glimmende Material auseinandergezogen und gezielt verteilt, damit es vollständig abgelöscht werden konnte.

Das THW Fulda übernimmt eine zentrale Rolle bei den Nachlöscharbeiten. ...

Diese Arbeiten sind entscheidend, denn gerade bei Strohbränden besteht die Gefahr, dass sich Glutnester unbemerkt halten und das Feuer erneut aufflammt. Der Einsatz erforderte daher nicht nur Technik, sondern auch Geduld und Ausdauer.

Löschwasser über lange Strecken transportiert

Erschwert wurden die Löscharbeiten zusätzlich durch die fehlende Wasserversorgung vor Ort. Löschwasser musste über längere Strecken herangeschafft werden - unter anderem mit Tanklöschfahrzeugen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen im Pendelverkehr. Gleichzeitig sorgten hohe Temperaturen, Rauch und körperliche Belastung für extreme Bedingungen.

Am Ende zeigt der Einsatz vor allem eines: Ohne die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW wären solche komplexen Lagen kaum zu bewältigen. Besonders das THW Fulda hat mit seiner technischen Unterstützung einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Einsatzstelle langfristig zu sichern und ein Wiederaufflammen zu verhindern. (Constantin von Butler) +++


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