12.05.26 - Extremwetter, Pandemien, hybride Bedrohungen und immer komplexere Krisenlagen: Der Bevölkerungsschutz steht auch in Hessen vor wachsenden Herausforderungen. Um Einsatzkräfte besser auszubilden und den Katastrophenschutz weiter zu stärken, hat Innenminister Roman Poseck (CDU) jetzt Förderbescheide in Höhe von insgesamt 423.000 Euro an hessische Hilfsorganisationen übergeben. Gleichzeitig kündigte das Land weitere Investitionen und Maßnahmen zur Modernisierung des Bevölkerungsschutzes an.
Innenminister Roman Poseck hat im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz Vertreter der hessischen Hilfsorganisationen sowie des Landesfeuerwehrverbandes Hessen empfangen, um über aktuelle Herausforderungen, Investitionen und konkrete Maßnahmen zur weiteren Stärkung des Katastrophenschutzes zu beraten.

Hessen investiert weiter in Ausstattung, Ausbildung und Infrastruktur des Katastrophenschutzes. ...Foto: DRK Fulda
Poseck: Gefahrenlagen verändern sich spürbar
"Wir leben in einer Zeit, in der sich Gefahrenlagen spürbar verändern. Extremwetter, Pandemien, hybride Bedrohungen und weitreichende Krisen stellen den Bevölkerungsschutz vor neue Herausforderungen. In dieser Lage brauchen wir starke Hilfsorganisationen, starke Feuerwehren und Menschen, die Verantwortung übernehmen", erklärte Poseck.
Der Minister betonte außerdem die Bedeutung der Hilfsorganisationen für den hessischen Katastrophenschutz: "Seit Jahrzehnten können wir uns auf den ASB, die DLRG, den DRK, die Johanniter-Unfall-Hilfe und den Malteser Hilfsdienst verlassen. Ihre rund 7.000 Helfer sind ein unverzichtbarer Partner für die Landesregierung und für den hessischen Katastrophenschutz. Seit über 20 Jahren arbeiten wir eng mit der Arbeitsgemeinschaft Katastrophenschutz zusammen und das zahlt sich aus."

Das DRK unterstützt mit zahlreichen Ehrenamtlichen unter anderem den Sanitäts- ...Archivfoto: O|N

Die DLRG ist vor allem in der Wasserrettung sowie in der Schwimm- und Rettungsausbildung ...Archivfoto: O|N / Martin Engel

Der ASB engagiert sich in Hessen unter anderem im Rettungsdienst, Katastrophenschutz ...Archivfoto: O|N / Marius Auth
Millioneninvestitionen in den Bevölkerungsschutz
Poseck hob hervor, dass die ehrenamtlichen Helfer täglich Außergewöhnliches leisten. "Die ehrenamtlichen Helfer leisten täglich Außergewöhnliches und das hochprofessionell, verlässlich, oft unter härtesten Bedingungen. Sie retten Leben, organisieren Hilfe und geben Sicherheit. Dieses Engagement verdient mehr als Anerkennung; es verdient verlässliche Unterstützung."
Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit 2008 rund 100 Millionen Euro in die Ausstattung des Katastrophenschutzes investiert. Die Fahrzeugflotte sei von 278 auf über 900 Fahrzeuge gewachsen. Zudem seien Sanitäts-, Betreuungs- und Wasserrettungsdienst ausgebaut sowie die Ausrüstung vor Ort modernisiert worden.

Roman Poseck auf der RETTmobil in Fulda 2026 Foto: DRK Fulda
Mit dem Zukunftspaket Katastrophenschutz sollen bis 2030 weitere 50 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Mittel sind unter anderem für neue Fahrzeuge, einen stärkeren Sanitäts- und Betreuungsdienst, den GABC-Bereich sowie die Modernisierung von Katastrophenschutzunterkünften vorgesehen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe engagiert sich in den Bereichen Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz ...Archivfoto: O|N

Der Malteser Hilfsdienst ist unter anderem im Katastrophenschutz, Rettungsdienst ...Archivfoto: Malteser
"Die Mittel aus dem Sondervermögen, die wir in Hessen auch gezielt in die Sicherheit investieren, bieten dafür die Grundlage. Zugleich verbessern wir die Rahmenbedingungen für alle, die sich ehrenamtlich engagieren", sagte Poseck.
Bürokratieabbau und weitere Zusammenarbeit
Ein weiterer Schwerpunkt ist laut Innenministerium der Abbau von Bürokratie. Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen und der Arbeitsgemeinschaft Katastrophenschutz sollen Standards und Verwaltungsabläufe überprüft werden, um Einsatzkräfte zu entlasten und Strukturen effizienter zu gestalten. "Das heutige Treffen macht deutlich: Hilfsorganisationen, Feuerwehren und das Land Hessen ziehen an einem Strang. Unser Ziel ist ein Bevölkerungsschutz, auf den sich die Menschen in Hessen jederzeit verlassen können", erklärte der Innenminister.
Außerdem sagte Poseck: "Es war mir eine Freude, heute fünf Förderbescheide an ASB, DLRG, DRK, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst in Höhe von insgesamt 423.000 Euro überreichen zu dürfen. Dieses Geld ist zur Förderung der Katastrophenschutzausbildung eine gut angelegte Investition in die Zukunft."
Zum Abschluss bekräftigte der Minister die weitere Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und dem Landesfeuerwehrverband: "Der Bevölkerungsschutz bleibt Priorität. Das Hessische Innenministerium wird den Austausch mit den Hilfsorganisationen und dem Landesfeuerwehrverband fortsetzen, damit Hessen in herausfordernden Zeiten krisenfest bleibt und auf jede Lage vorbereitet ist." (pm/cb) +++