Der LindenGut Stadtladen in der Fuldaer Innenstadt schließt, dabei war das Team mit Herzblut dabei. - Fotos: Marvin Myketin

FULDA Schwache Kundenfrequenz

LindenGut schließt Stadtladen in der Innenstadt - "Zurück zu unseren Wurzeln"

22.05.26 - Ein Kapitel endet: Der LindenGut Stadtladen in der Rabanusstraße 1 in Fulda schließt zum 22. Mai dieses Jahres. Inhaberin Anja Lindner erklärt gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Die Kundenfrequenz war leider einfach zu schwach und hat unsere Erwartungen nicht erfüllt. Deshalb bündeln wir lieber unsere Kräfte und konzentrieren uns wieder auf den Hofladen in Dipperz."

Hier gab es Bio-Produkte.

Inhaberin Anja Lindner (l.) Archivfotos: O|N/Rene Kunze

Neben Dipperz gibt es seit November 2025 diesen Standort in der Rabanusstraße. ...

Bereits auf Instagram verkündete das Team das Aus an diesem Standort. Dort heißt es: "Du warst ein schöner Flirt, aber unsere wahre Liebe ist und bleibt in Dipperz. [...] Zurück zu unseren Wurzeln aufs schöne LindenGut. Schau doch mal im Hofladen am LindenGut vorbei".

"Wirtschaftlichkeit nicht gegeben"

Frisches Gemüse.

Archivfoto: O|N/Rene Kunze

Im November 2025 hat der Bio-Laden in der Fuldaer Innenstadt eröffnet (O|N berichtete). Auf den 60 Quadratmetern des Ladens gab es über 900 Artikel - von frischem Gemüse, Brot, Backwaren, Wurst und Fleisch bis hin zu leckeren Heißgetränken. Alles aus eigener Produktion vom LindenGut in Dipperz. Zu Beginn arbeitete ein fünfköpfiges Team im Stadtladen, am Ende stemmten drei Mitarbeitende den Betrieb. "Wir sind extra vor Weihnachten gestartet, da um diese Zeit viel los ist in der Stadt. Dass Januar und Februar eher Sauregurkenzeit ist, war klar, aber danach war ebenfalls keine Besserung in Sicht."

Projekte laufen weiter

Lindner weiter: "Die Immobilie ist natürlich in Top-Lage und wurde gut beworben - der Traffic ist aber einfach ausgeblieben, Samstag war beispielsweise der schlechteste Tag. Wir hatten gehofft, dass sich unsere Kunden etwa in ihrer Pause etwas Gutes gönnen und statt des schnellen Döners vielleicht zu einer unserer frischen Suppen greifen - doch auch das blieb aus." Für die Inhaberin stand damit fest: "Die Wirtschaftlichkeit muss gegeben sein, das haben wir nun nach einem halben Jahr nicht gesehen. Schließlich haben wir einiges an Geld in das Vorhaben investiert." Deshalb der Schlussstrich, bevor weitere Kosten ins Leere laufen. "Der Hessentag hätte an der Situation nichts geändert", resümiert sie weiter. Was mit den Räumlichkeiten künftig passiert, ist bislang unklar. "Für uns war es trotzdem eine Erfahrung wert. Und ganz aus der Stadt sind wir nicht raus: Wir sind hier und da am Landesfest präsent und auch am Genussfestival werden wir aktiv mit anderen Kooperationspartnern zusammenarbeiten - darauf freuen wir uns!" (mkr) +++


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