Ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen hat am Montagabend einen Großeinsatz ausgelöst. - Fotos: 5VISION.NEWS

RÜSSELSHEIM Alle Tiere wurden gerettet!

Feuerwehrmann bricht zusammen: Flammeninferno auf Bauernhof

09.06.26 - Ein Großbrand hat am Montagabend im Rüsselsheimer Stadtteil Königstädten (Landkreis Groß-Gerau) für einen stundenlangen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Obergasse brach gegen 17:30 Uhr ein Feuer aus, das sich innerhalb kurzer Zeit auf weitere Gebäudeteile ausbreitete. Erst am Dienstagmorgen gegen 7 Uhr konnte das Feuer vollständig gelöscht werden.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Scheune bereits in Vollbrand. Die Polizei teilte mit: "Dort steht seit 17.30 Uhr eine Scheune in Vollbrand, das Feuer hat mittlerweile auf eine Wohnung in einem Nachbargebäude übergegriffen."

Die Flammen breiteten sich innerhalb kurzer Zeit auf mehrere Gebäude des Hofes aus. ...

Feuer greift über

Die Lage verschärfte sich rasch. Neben der Scheune wurden weitere Stall- und Wirtschaftsgebäude, Fahrzeughallen sowie Teile eines Wohnhauses von den Flammen erfasst. Insgesamt rückten rund 140 Feuerwehrleute aus sieben Wehren an, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Rund 140 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen das Feuer im historischen Ortskern. ...

Eine gute Nachricht: Die Bilanz bei den Tieren fiel besser aus als zunächst bekannt. Insgesamt konnten 19 Rinder, 25 Enten, zwei Tauben und eine Katze durch die Feuerwehr gerettet werden - alle Tiere kamen bei Nachbarn oder auf anderen Höfen unter. Die Gesamtzahl der verletzten Personen stieg auf drei: Ein Bewohner und zwei Feuerwehrkräfte wurden bei dem Einsatz verletzt. Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit nicht bekannt – die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Auch die Polizei bestätigte die erfolgreiche Rettung der Tiere. In ihrer Mitteilung heißt es: "Durch die Einsatzkräfte konnten mehrere Tiere aus der brennenden Scheune in Sicherheit gebracht werden."

Zwei Personen verletzt

Zwei Menschen wurden bei dem Einsatz verletzt. Ein Mann erlitt eine Rauchgasvergiftung, ein Feuerwehrmann brach infolge der enormen körperlichen Belastung zusammen. Beide kamen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Fotos: 5VISION.NEWS

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner vorsorglich gewarnt. Die Polizei appellierte: "Anwohner werden aufgrund der starken Rauchentwicklung gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten." Die Rauchwolke war zeitweise weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar und zog nach Angaben der Einsatzkräfte bis in Richtung Mainz und Frankfurt.

Nachdem die Flammen eingedämmt werden konnten, blieb die Situation angespannt. Die betroffenen Gebäude im historischen Ortskern gelten teilweise als einsturzgefährdet. Experten des Technischen Hilfswerks überprüften deshalb die Standsicherheit der Bauwerke.

Zur Brandursache gibt es bislang keine Erkenntnisse. Auch die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an. (Constantin von Butler) +++


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