Die EDAG Group bekommt eine Finanzspritze von 75 Millionen Euro - Archivfotos: O|N

FULDA Aktionär Lutz Helmig erhöht Beteiligung

EDAG bekommt 75 Mio Euro-Finanzspritze von der Aton GmbH

16.06.26 - Gute Nachrichten für die Edag Engineering Group, die zuletzt wegen der schwächelnden Automobilindustrie mit massivem Stellenabbau, Umsatz- und Auftragsrückgang Schlagzeilen machte. Wie der Autodienstleister aktuell mitteilt, pumpt der Großaktionär Aton insgesamt 75 Millionen Euro in das Unternehmen und sichert so dessen finanzielle Stabilität. Die Finanzspritze soll in zwei Stufen erfolgen.

Zunächst übernimmt die Aton Australia Holding insgesamt 12,5 Millionen neue EDAG-Aktien zu einem Ausgabepreis von 4,00 Euro je Aktie. Der Bruttoemissionserlös beläuft sich laut Unternehmen auf 50 Millionen Euro. Infolgedessen erhöht sich die Beteiligungsquote der Aton an der Gesellschaft von 74,66 auf 83,11 Prozent.

Die Aton GmbH des Unternehmers Lutz Helmig übernimmt 12,5 Millionen Aktien von der ...

Zusätzlich hat der Verwaltungsrat den Abschluss eines Pflichtwandeldarlehens mit einem Nennbetrag von 25 Millionen Euro beschlossen. Das berechtigt die Aton Austria Holding, bei Pflichtwandlung binnen drei Monaten nach Unterzeichnung des Darlehens 6,25 Millionen Aktien zu einem Wandlungspreis von 4,00 Euro je Aktie zu beziehen. Nach vollständiger Wandlung des Pflichtwandeldarlehens wird sich der Aton-Anteil am Grundkapital der Gesellschaft auf voraussichtlich 85,52 Prozent erhöhen.

Die Bezugs- und Vorwegzeichnungsrechte der bestehenden Aktionäre wurden für die genannten Maßnahmen im Einklang mit den Statuten der Gesellschaft ausgeschlossen.

Die Mittel aus den zuvor genannten Kapitalmaßnahmen in Höhe von insgesamt 75 Millionen Euro fließen der Gesellschaft zu und sollen ihre Kapitalbasis sowie die finanzielle Flexibilität zur weiteren Umsetzung der strategischen Unternehmensmaßnahmen stärken.

Die Aton GmbH ist eine deutsche Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in München. Gründer ist der aus Grebenhain im Vogelsberg stammende Unternehmer Lutz Helmig, der in den 1990er-Jahren die private Krankenhauskette Helios-Kliniken gründete, die er 2005 für rund 1,5 Milliarden Euro an den Gesundheitskonzern Fresenius verkaufte. (ci/pm) +++


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