
von links nach rechts: Prof. Dr. Karim Khakzar (Präsident der Hochschule Fulda), Dr. Anke Günther (Kanzlerin der Hochschule Fulda), Prof. Dr. Eva Waller (Präsidentin der Hochschule RheinMain), Dr. Oliver Fromm (Kanzler der Universität Kassel), Dr. Susanne Eickemeier (Kanzlerin der Hochschule für Gestaltung Offenbach), Prof. Dr. Ute Clement (Präsidentin der Universität Kassel), Marion Waldeck (Kanzlerin der Hochschule Geisenheim), Wissenschaftsminister Timon Gremmels, Prof. Kerstin Cmelka (Vizepräsidentin der Hochschule für Gestaltung Offenbach), Prof. Dr. Karl H. Mühling (Präsident der Hochschule Geisenheim), Caroline Fuchs (Kanzlerin der Städelschule). - Foto: HMWK
FULDA
Hochschule setzt auf Talente und Forschung
Gremmels unterzeichnet Hochschul-Pakt: "Zukunftsaufgaben klug begegnen"
17.06.26 - Das Land Hessen und sechs weitere Hochschulen haben ihre Zielvereinbarungen für die Jahre 2026 bis 2031 besiegelt. Wissenschaftsminister Timon Gremmels unterzeichnete die Vereinbarungen mit der Universität Kassel, der Hochschule Fulda, der Hochschule RheinMain, der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, der Hochschule für Gestaltung Offenbach sowie der Hochschule Geisenheim University.
Die Vereinbarungen bauen auf dem Hessischen Hochschulpakt auf und legen die individuellen Entwicklungsschwerpunkte der jeweiligen Hochschulen fest. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Fachkräftesicherung, Nachhaltigkeit und die Stärkung der Hochschulstandorte in Hessen.
"Mit den neuen Zielvereinbarungen schaffen wir eine gute Grundlage, um die Hochschulen strategisch weiterzuentwickeln und den Zukunftsaufgaben klug zu begegnen", erklärte Wissenschaftsminister Timon Gremmels. Die Hochschulen nutzten die Möglichkeiten des Hochschulpakts, um Nordhessen, Osthessen und das Rhein-Main-Gebiet als starke Wissenschafts- und Bildungsregionen weiter auszubauen.

Wissenschaftsminister Timon Gremmels Archivbild: O|N
Hochschule Fulda setzt auf Talent-Scouting
Für die Hochschule Fulda steht in den kommenden Jahren insbesondere die Förderung von Nachwuchskräften im Fokus. Geplant ist unter anderem die Einführung eines Talent-Scouting-Programms, das Schülerinnen und Schüler bei der Studien- und Berufsorientierung unterstützen soll. Gleichzeitig sollen erfolgreiche Angebote wie duale Studiengänge weiter ausgebaut werden.
Darüber hinaus will die Hochschule ihren Weg als forschungsstarke Hochschule für Angewandte Wissenschaften fortsetzen. Bereits vor zehn Jahren erhielt sie als erste Hochschule dieser Art in Deutschland das eigenständige Promotionsrecht. Künftig sollen sowohl eigene als auch hochschulübergreifende Promotionszentren weiterentwickelt werden.
Vielfalt, Nachhaltigkeit und Internationalisierung
Auch die anderen Hochschulen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Universität Kassel will ihre Rolle als offene und demokratische Hochschule stärken und den Zugang für Studierende mit nicht klassischen Bildungswegen weiter verbessern. Die Hochschule RheinMain plant den Ausbau internationaler Studienangebote sowie dualer und berufsbegleitender Studiengänge.
Die Hochschule Geisenheim University konzentriert sich weiterhin auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und internationale Kooperationen. Die Hochschule für Gestaltung Offenbach sieht ihre Aufgabe darin, Demokratie durch Kunst und Design zu stärken und den Austausch mit der Stadtgesellschaft auszubauen. Die Städelschule setzt auf ihre internationale Strahlkraft und die enge Verbindung von Kunst, Forschung und Lehre.
Verpflichtung zu Antisemitismusprävention und Klimaschutz
Neben den individuellen Entwicklungsschwerpunkten verpflichten sich alle hessischen Hochschulen in den Zielvereinbarungen auch zu Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie zur Förderung von Klimaschutz und nachhaltiger Bauunterhaltung.
Die Zielvereinbarungen gelten bis zum Jahr 2031. Mit drei weiteren Hochschulen hatte das Wissenschaftsministerium die Vereinbarungen bereits im Mai abgeschlossen. Die noch ausstehenden Unterzeichnungen sollen in den kommenden Wochen folgen. (ems/pm) +++