
Swetlana Dipauli Mayer, Inhaberin des Friseursalons "Knittel & Knittel Haardesign", bedankte sich bei den Einsatzkräften, der Stadt sowie den Fachfirmen für ihre tatkräftige Unterstützung. - Fotos: Marvin Myketin
07.08.26 - Für Swetlana Dipauli Mayer, Inhaberin des Friseursalons "Knittel & Knittel Haardesign", war der Großbrand am Lauterbacher Marktplatz ein großer Schock. Trotz starker Rauchentwicklung sowie möglicher Wasser- und Folgeschäden kam ihr Salon, der direkt an dem Geschehen angrenzte, jedoch vergleichsweise glimpflich davon. Möglich wurde dies vor allem durch den Einsatz der Feuerwehr, der Rettungskräfte und die Unterstützung der Stadtverwaltung. "Es ist ein Glück im Unglück", sagt Dipauli Mayer.
Etwas mehr als eine Woche nach dem Brandereignis haben die Inhaberin und ihr Team alle Hände voll zu tun. Am Donnerstag konnten sie die Türen ihres Salons erstmals wieder öffnen. Mit Wischlappen, Wassereimern und viel Motivation räumten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Geschäftsräume auf, um den Betrieb am Freitag um 8.30 Uhr wieder aufnehmen zu können.

Nach dem Großbrand am Marktplatz kämpfte sich das Salon-Team gemeinsam zurück. ...

Eine Woche nach dem Großbrand ist der Marktplatz gezeichnet.
Banges Warten während des Einsatzes
Der Tag des Großbrands wird dem Salon-Team lange in Erinnerung bleiben. Mitarbeiter bemerkten durch ein Fenster im Obergeschoss Rauchwolken und alarmierten sofort die Feuerwehr. Zudem warnten sie die umliegenden Anwohner und Geschäftsleute. "Wir wollten eigentlich ins Schwimmbad gehen, haben dann aber die Rauchwolken bemerkt", erinnert sich Dipauli Mayer. Kundinnen und Kunden befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Salon. Besonders belastend sei die Ungewissheit gewesen. "Wir haben gezittert, dass das Feuer auch unser Geschäft erreicht", berichtet die Inhaberin. Glücklicherweise stand der Wind günstig, sodass sich die Flammen nicht bis zum Salon ausbreiteten.

Fachfirmen räumen die zerstörten Wohnungen und Geschäftsräume aus. ...
Schnelle Hilfe ermöglichte rasche Rückkehr
Entscheidend war nach Angaben von Dipauli Mayer, dass Strom-, Heizungs- und Gasversorgung rechtzeitig vom betroffenen Hauptgebäude getrennt werden konnten. Dafür sprach sie der Feuerwehr, Bürgermeister Holger Marx, dem Bauamt sowie den beteiligten Fachfirmen ihren ausdrücklichen Dank aus. Auch Wehrführer Felix Schütz von der Freiwilligen Feuerwehr habe frühzeitig das Gespräch gesucht und wichtige Informationen weitergegeben. "Sie haben es uns ermöglicht, dass wir uns so schnell wieder erholen können", sagt Dipauli Mayer.
Eine Fachfirma hat inzwischen den Rauchgeruch im Gebäude weitgehend neutralisiert. Weitere Arbeiten stünden jedoch noch aus. So müssten unter anderem einige Paneele entfernt, Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt und die Wände neu gestrichen werden. Zudem hat Dipauli Mayer einen Chemiker mit der Überprüfung der Räume beauftragt, um mögliche gesundheitliche Risiken für die Mitarbeitenden auszuschließen.
Besonders dankbar zeigt sich die Inhaberin für die schnelle und effektive Unterstützung regionaler Unternehmen, darunter OsthessenNetz, die Firma Hardt Heizungstechnik aus Lauterbach sowie die Elektrofirma Narz aus Herbstein. "Dank dieser Unternehmen können wir eigenständig weitermachen", betont Dipauli Mayer.

Viele Menschen haben in den Flammen ihr ganzes Hab und Gut verloren.

Mit Wischlappen, Wassereimern und viel Motivation räumten die Mitarbeiterinnen ...

Bodenschrubben ist nötig
Starker Zusammenhalt im Team
Großen Rückhalt habe die Unternehmerin außerdem durch ihr Team erfahren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bereits am Donnerstag, dem ersten Öffnungstag nach dem Brand, zum Aufräumen und Reinigen gekommen. Schon am Freitagmorgen sollte der reguläre Betrieb wieder starten. "Unser Ziel war es, so schnell wie möglich für unsere Kundschaft da zu sein", sagt Dipauli Mayer.

Das große Ziel: Die Wiedereröffnung am Freitag um 8:30 Uhr. Bis dahin gibt es allerdings ...
Da zeitweise kein Zugriff auf die üblichen Kommunikations- und Terminverwaltungssysteme möglich war, kontaktierte das Team Kundinnen und Kunden über private Mobiltelefone und informierte sie über die Situation. Gleichzeitig bat Dipauli Mayer um Verständnis bei denjenigen, die zunächst nicht erreicht werden konnten. Viele Kundenbeziehungen seien in den vergangenen knapp 22 Jahren sehr persönlich geworden. Umso wichtiger sei es ihr gewesen, direkt Kontakt aufzunehmen und sich nach dem Befinden der Menschen zu erkundigen.

Für reichlich Verpflegung ist während der Aufräumarbeiten gesorgt.
Für Dipauli Mayer steht fest: Ohne die Unterstützung von Feuerwehr, Stadtverwaltung, regionalen Unternehmen und ihrem Team wäre die schnelle Wiederaufnahme des Betriebs nicht möglich gewesen. "Dafür bin ich unendlich dankbar."
(jk) +++ 
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