Der Bundestagsabgeordnete Frederik Bouffier (CDU) - zu Besuch bei der Feuerwehr Kirtorf - Foto: CDU Kirtorf

KIRTORF Drohnen, Krisen, neue Bedrohungen

"Krisenvorsorge ist längst keine Theorie mehr": Bouffier besucht Feuerwehr

26.08.26 - Wie gut sind Kommunen und Feuerwehren auf Krisen und neue Bedrohungslagen vorbereitet? Darüber hat sich der Bundestagsabgeordnete Frederik Bouffier (CDU) bei einem Besuch der Kirtorfer Feuerwehr mit Einsatzkräften und Vertretern der Kommunalpolitik ausgetauscht. Im Rahmen seiner Sommertour 2026 standen dabei neben der Sicherheits- und Krisenvorsorge vor allem die Situation der Feuerwehren und die Stärkung des Ehrenamtes im Mittelpunkt.

Bürgermeister Christoph Lück (CDU) begrüßte den Gast und hob die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Bundespolitik, Kommune und den ehrenamtlichen Einsatzkräften hervor. "Auch wenn viele Feuerwehrthemen auf Landesebene geregelt werden, betrifft die aktuelle Sicherheitslage uns alle. Krisenvorsorge ist längst keine Theorie mehr, sondern eine konkrete Aufgabe vor Ort", sagte Lück.

Bouffier berichtete über aktuelle bundespolitische Themen aus den Bereichen Krisenvorsorge und Gefahrenabwehr. Dabei ging es unter anderem um den Umgang mit neuen Bedrohungslagen sowie den Einsatz und die Abwehr von Drohnen.

Unter den rund 30 interessierten Besuchern, darunter zahlreiche Feuerwehrfrauen und -männer, entwickelte sich ein reger Austausch. Dabei wurden auch ganz konkrete Herausforderungen aus dem Feuerwehralltag angesprochen. Zur Sprache kamen langwierige Verwaltungs- und Beschaffungsprozesse, die stark gestiegenen Kosten für Fahrzeuge und Ausrüstung sowie teilweise komplizierte Förderverfahren.

Das Ehrenamt: Die entscheidende Stütze der Gesellschaft

Ein weiterer Schwerpunkt war die Nachwuchsgewinnung für das Ehrenamt. Die Teilnehmer diskutierten darüber, wie insbesondere junge Menschen stärker für ein Engagement in der Feuerwehr und anderen ehrenamtlichen Bereichen begeistert werden können. Dabei wurde auch auf den wahrgenommenen Rückgang der Bereitschaft hingewiesen, sich langfristig ehrenamtlich zu engagieren.

Über die Themen Feuerwehr und Sicherheit hinaus wurden auch die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Herausforderungen im Gesundheitswesen sowie notwendige Reformen diskutiert. Einigkeit bestand darin, dass ein handlungsfähiger Staat starke Kommunen, verlässliche Strukturen und möglichst wenig unnötige Bürokratie braucht. Gerade diejenigen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen, müssten unterstützt und von vermeidbaren bürokratischen Belastungen entlastet werden.

Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Kirtorf, Wolfgang Schönhals, zog ein positives Fazit des Abends: "Es ist wichtig, dass die Erfahrungen der Menschen, die Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen, in die politische Diskussion einfließen." Am Ende stand eine gemeinsame Botschaft: Sicherheit beginnt vor Ort - mit gut ausgestatteten Einsatzkräften, starken Kommunen und Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen. (pm/Constantin von Butler) +++


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