Die Äußerungen von Linken-Chefin Ines Schwerdtner zu den Protesten in Frankreich ernten scharfe Kritik. - Foto: Wikimedia / Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, 2025-01-18 Außerordentlicher Bundesparteitag Die Linke 2025 in Berlin by Sandro Halank–089, CC BY-SA 4.0

BERLIN Extremismus im Fokus

Kritik an Linken-Chefin: Rhein und Herrmann schlagen Alarm

24.10.26 - Die Äußerungen von Linken-Chefin Ines Schwerdtner zu den Protesten in Frankreich haben scharfe Kritik von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ausgelöst. Das berichtet die Bild.

Schwerdtner erklärte in einem Video-Briefing mit dem sozialistisch-demokratischen Studentenverband (SDS), dass das, was in Frankreich funktioniere, auch in Deutschland gelingen müsse. Nach anfänglichen Schuldemos haben sich laut Bild-Zeitung mittlerweile linksradikale und extremistische Migrantengruppen zusammengeschlossen. Zudem versprach sie dem SDS, welcher in Bayern und Baden-Württemberg vom Verfassungsschutz beobachtet wird: "Ich stelle mich schützend vor euch – egal, von wem ihr angegriffen werdet, ob Polizisten oder Medien."

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) warnt vor der Relativierung der linksextremen ...Archivfotos: O|N/Carina Jirsch

Hessens Ministerpräsident Rhein sprach daraufhin von einem Warnsignal: "Die Relativierung der linksextremen Gewaltausbrüche in Frankreich - ist ein Alarmsignal, das wir ernst nehmen müssen." Zugleich betonte er: "Wir müssen jeden Extremismus bekämpfen, unabhängig davon, aus welcher Partei oder aus welcher politischen Richtung er kommt."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnet Ines Schwerdtner als "eine ...

Auch Bayerns Innenminister Herrmann reagierte deutlich. Er bezeichnete Schwerdtners Aussagen als "infam, entlarvend und schockierend" und erklärte: "Diese Linksparteivorsitzende ist eine Gefahr für Deutschland." Die Äußerungen seien "völlig indiskutabel" und offenbarten ein "erschreckendes Verhältnis der Linken zu Extremismus und Gewalt".

Nach Ansicht der beiden Unionspolitiker dürften die Ausschreitungen in Frankreich nicht verharmlost werden. Rhein fordert, der Rechtsstaat müsse sich "genauso konsequent mit Extremisten von links wie von rechtsaußen auseinandersetzen". (jk) +++


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