Die Bulldog-Messe ist ein Highlight für Groß und klein - Fotos: goa

ALSFELD Viel mehr als historische Traktoren

Die Bulldog-Messe: Ein echter Klassiker für Klassiker

25.10.26 - Wenn der Parkplatz der Hessenhalle schon am ersten Messetag vor 11 Uhr proppenvoll gefüllt ist, dann steht ein Klassiker auf dem Programm: Die Bulldog-Messe begeistert ein ums andere Mal einen Fachpublikumskreis, dem kein Weg zu weit ist.

Veranstalter Andreas Knöpke veranstaltet inzwischen mit seinem Sohn Kevin als "Lastorama"-Duo die jährlichen Messen in Alsfeld, Osnabrück und Neumünster. "Alsfeld ist die größte der drei, sowohl was die Ausstellerzahl mit über 100 angeht, als auch von der Hallen- und Freifläche, aber auch von der Besucherzahl zwischen drei- und fünftausend", so Kevin Knöpke. "Die Lage hier mitten in Europa ist natürlich auch ein Volltreffer", weiß Vater Andreas um den strategisch wichtigen Aspekt.

Ein Ort des Austauschs und der Faszination

Für Liebhaber der historischen Landtechnik ist der Tisch zum Schauen, Kaufen, Verhandeln und Fachsimpeln wieder reich gedeckt. Fertig restaurierte Prachtstücke sind zu bewundern, aber auch solche, mit denen man sich bewusst noch viel Arbeit einhandelt, weil die Restauration noch ansteht. Besonders ins Auge fallen die unverwüstlichen berühmten Lanz-Bulldogs, die einst den Kern der Messe bildeten. "Da sind wir mit der Zeit offener geworden und gewähren auch anderen historischen Marken wie Deutz, Fendt, Eicher, Hanomag, Schlüter oder Porsche ihren Platz", verweisen die Knöpkes auf einen Wandel.

Auch Youngtimer, die ein H-Kennzeichen aufweisen, seien ebenso gern gesehen – wie der typisch blaue Ford 6410 III von Ewald Wiegand aus Ottrau-Weißenborn. Das Schild mit den technischen Daten überrascht mit der Überschrift "Ein Therapeut mit Allradantrieb": Die mit der "H"-Zulassung gekrönte Generalüberholung des "Schleppi", wie Wiegand ihn liebevoll nennt, war Anfang 2024 für den Landmaschinenfachmann, der nur einen Steinwurf von der Hessenhalle entfernt bei Ford New Holland und bei Thyssenkrupp Tiefbautechnik arbeitete, so etwas wie ein heilender Prozess in einer gesundheitlichen Krise. Etliche Messebesucher kommen mit Wiegand zur besonderen Geschichte der beiden, einem Traktor mit Allradantrieb und Familienanschluss, ins Gespräch: Wer half hier eigentlich wem am meisten?

Wer über das Messegelände schlendert, spürt immer wieder, dass es hier nicht nur um Metall und sonstige Materialien geht, sondern um ganz viel Nostalgie, pure Leidenschaft und immer wieder ganz viel Emotion. "Hier wird nicht wie bei vielen anderen Messen geguckt, sondern es findet ganz viel Austausch statt, Fachsimpelei auf höchstem Niveau", nennt es Kevin Knöpke. Ersatzteile und Zubehör mit einem schier unerschöpflichen Fundus runden das Programm ab.

Die Bulldog-Messe ist auch am Sonntag noch von 9 bis 16 Uhr geöffnet. (goa) +++


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