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28.10.11 - Alsfeld

„Image und Ansehen in der Landwirtschaft“ beim Tag der Lossprechung diskutiert

„Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass wir unsere Ausbildungsabsolventen mit einem kleinen Festakt in die Berufswelt entlassen, denn Lossprechungsfeiern gehören schon lange zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Handwerker“, sagte Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbandes am Mittwochmittag beim 5. Tag der landwirtschaftlichen Ausbildung in der Alsfelder Stadthalle. Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich, mehrere Vertreter von Ämtern und Behörden und über 450 Besucher bildeten einen würdigen Rahmen für die Verleihung von Prüfungszeugnissen an 120 Landwirte aus ganz Hessen und elf Landwirtschaftsmeister. Geehrt und ausgezeichnet wurden auch die Ausbildungsbetriebe Georg Scheuerle/Hessische Staatsdomäne Baiersröderhof Hammersbach, der Lehr- und Versuchsbetrieb für ökologischen Landbau, Gladenbacher Hof Villmar und die Storch GbR in Künzell-Dietershausen.

Außerdem erhielten elf Landwirtschaftsmeister den Goldenen Meisterbrief für 50-jährige Tätigkeit für die Landwirtschaft. Darunter auch Heinz Friedrich Köppel/Schotten, Friedrich Wilhelm Möller und Gerhard Reibling. In seiner Begrüßungsrede stellte Schneider fest, dass wer ein Grundinteresse am grünen Beruf des Landwirts mitbringe, wer gerne mit Tieren umgehe, sich für Technik interessiere und zudem auch etwas für Physik, Mathematik und auch chemische Zusammensetzungen übrig habe, der sei als Landwirt genau der Richtige. Wer auch dazu noch gerne aufstehe und nicht Nachmittag um vier den Hammer fallen lasse, der sei geradezu perfekt. Hessen Bauernpräsident wie auf die Bedeutung des Landwirts hin, denn ohne Landwirtschaft gebe es keine Nahrungsmittelproduktion, keinen Flächenschutz und keine Energiewende. Nur mit der Landwirtschaft könne es gelingen, Natur und Umweltschutz im Gleichgewicht zu halten. Auch Staatsministerin Lucia Puttrich hob die Bedeutung einer guten Ausbildung in der Landwirtschaft hervor. Ihre Anwesenheit unterstreiche den hohen Stellenwert der landwirtschaftlichen Ausbildung in Hessen. Die Ausbildung sei zudem nicht nur für heute, sondern auch für die Zukunft gedacht. Lernen sei auch immer ein Rudern gegen den Strom, habe schon Benjamin Franklin gesagt. Im Anschluss an ihre Ausführungen verlieh sie zum ersten Mal die Silberne Ehrenplakette an acht Prüfer aus ganz Hessen, die über 25 Jahre in der landwirtschaftlichen Ausbildung geprüft hatten. Urkunden überreichte sie auch an vier Prüfer, die seit mehr als zehn Jahren tätig waren.

Im anschließend Festvortrag ging Dr. Jörg Bauer vom Bildungs- und Bratungszentrum Fritzlar auf das „Image und Ansehen in der Landwirtschaft“ ein. Er wies zunächst darauf hin, dass die Landwirtschaft der älteste Wirtschaftszweig überhaupt sei. Unter Landwirtschaft könne sich in Deutschland auch jeder etwas vorstellen. Leider sei die Landwirtschaft öfters von Skandalen betroffen, die jedoch nicht von ihr selbst verursacht seien. Dadurch habe die Landwirtschaft oft ein schlechtes Image. Dieses lasse sich allerdings nicht in der Verteidigung verbessern, sondern zwischen den Skandalen müsse dies erfolgen. Man habe es verlernt positiv über das zu reden, was man mache: „Landwirtschaft muss verkauft, nicht nur abgeliefert werden!, betonte Dr. Bauer. Es müssten Multiplikatoren gesucht werden in Kindergärten, Schulen, Kirche und bei den Journalisten. Außerdem sollte öfters „Runde Tische“ gebildet werden und letztendlich bedeute dies alles, dass man professioneller agieren müsse. Andreas Sandhäger, Direktor des Landesbetrieb Landwirtschaft Kassel, hatte sich schon zu Beginn der Veranstaltung mit dem Image der Landwirtschaft beschäftigt und war sehr verärgert über den Text der Ankündigung der Veranstaltung im Hessischen Rundfunk, bei der zu hören war, dass die landwirtschaftliche Ausbildung Voraussetzung für die Teilnahme bei der Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ sei. Die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung hatten Yannik Tost und Colin Morgenstern von der Musikschule Alsfeld.

Landwirte aus dem Bereich Fulda-Schlüchtern: Daniel Hillenbrand/ Lehnerz, Marco Kremer/ Eichenzell, Christopher Müglich/ Poppenhausen, Christian Otterbein/ Großenlüder, Matthias Eckhardt/ Elm, Benedikt Sachs/Marjoß, Jan Hendrik Schimmel/ Birstein und Lars Weyhreter/ Sinntal.

Landwirte aus dem Bereich des Vogelsbergkreises : Michael Engelhard/ Alsfeld, Sonja Becker/ Schlitz, Henning Eckstein/ Liederbach, Timo Guthmann/ Grebenhain, Theresa Valerie Halbig/ Sellnrod, Daniel Hombach/ Romrod, Patrick Knapp/ Freiensteinau, Stefan Kneußel/ Lauterbach, Oliver Maus/ Feldatal, Julius Michal/ Alsfeld, Dominik Müller/ Mücke, Florian Stern/ Ober-Moos, Steffen Theiß/ Eudorf, Kevin Weiß/ Strebendorf, Christian Weber/ Queck und Martin Weitzel/ Grebenhain.

Landwirtschaftsmeister aus dem Vogelsbergkreis: Christian Hochgrebe/ Homberg/Ohm, Kai-Uwe Lang/ Storndorf und Joachim Zaumsegel/ Groß-Felda

Landwirtschaftsmeister aus dem Bereich Fulda-Hünfeld-Schlüchtern: Steffen Hahn/ Rasdorf und Martin Josef Hohmann/ Steinau (gr)+++

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