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26.04.12 - Großbardorf

"Unglaublich Zauberhaftes auf dem Pferd" - Voltigiertag des Reitvereins

Der Reit- und Fahrverein Großbardorf lädt zusammen mit dem befreundeten Voltigierverein Rhön/Palmsberg zu einem Voltigierturnier und einem Voltigiertag auf seine Anlage in der Unterhöfer Straße in Großbardorf ein. Ausdrücklich versichert die Turnierleitung, dass trotz derzeit mehrerer Beeinträchtigungen im Straßenverkehr die Zufahrten zur Turnieranlage ungehindert möglich sind. Geboten wird Voltigieren von A bis Z, was einem absoluten Novum in weiter Region gleicht. Denn diese Sportart, noch dazu auf absolut höchstem Niveau, ist bislang noch kaum verbreitet. Kenner der Szene sprechen von „unglaublich Zauberhaftem“, von Mitreißendem und von lebenslanger Faszination. Davon können sich hoffentlich zahlreiche Besucher persönlich ein Bild machen. Voltigieren ist eine Mischung aus Akrobatik, aus tänzerischer Leichtigkeit, aus Vorführungen, die aus Pflicht und Kür bestehen, einzeln oder im Team gezeigt werden, unterlegt mit Musik und immer hoch zu Ross, immer in Gemeinschaft mit Kumpel Pferd. Das schweißt zusammen und verlangt eine hohe Bindung zwischen Mensch und Tier.

Damit das jeweilige Pferd nicht über Gebühr strapaziert wird, trainieren Voltigierer ihre Übungen zu Hause auf einer Tonne, die einem Pferd weitgehend nachgebildet ist, unendlich strapaziert werden kann und nichts übel nimmt. Auch diese Arbeit soll an den beiden Tagen in Großbardorf vorgestellt werden. Die Ursprünge des Voltigierens liegen in der Kavallerie. Ziel der Übungen war es, dabei Gleichgewicht, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer der Soldaten zu schulen. Felszeichnungen nordgermanischer Stämme in Südskandinavien, die einen stehenden Menschen auf einem „pferdeähnlichen Tier“ zeigen, datieren sogar noch vor Christi Geburt. Es entwickelte sich, wie auch aus Grabgemälden interpretiert, das „desultores“, das so genannte Wechselreiten. In dieser beliebten Disziplin führte ein Reiter außer seinem Reitpferd noch ein Handpferd mit, auf welches er nach Belieben und Bedarf wechseln konnte. Aus diesen Quellen geht hervor, dass das Voltigieren eine der ältesten Sportarten überhaupt ist.

Am Samstag, 28. April, beginnt das Voltigierturnier ab 8.30 Uhr mit verschiedenen Leistungsprüfungen. Es treten Gruppen-, Doppel- und Einzelvoltigierer in verschiedenen Leistungsklassen bis zur höchstmöglichen Klasse S an und präsentieren ihr Können. Die Teilnehmer nehmen dabei zum Teil sogar weitere Anfahrten aus Bayern und Hessen in Kauf. Am Sonntag, 29. April gehen beim Voltigiertag ab 9 Uhr auch die kleinen Voltis in verschiedenen Kategorien an den Start. Voltigiert wird in verschiedenen Gangarten des jeweiligen Pferdes. Für besondere Highlights sorgen diverse Einlagen ab etwa 15 Uhr mit einem Rennen für Hilfsausbilder und Voltigieren. Mit im Programm ist eine besondere Ausbildungsprüfung für Longenführer, eine Holzpferdeaufgabe für Longenführer, Hilfsausbilder und Voltigierer sowie eine Geschicklichkeitsprüfung für Voltigierer. An beiden Tagen ist selbstverständlich auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Neben den vereinsinternen Gruppen treten Leistungs- und Breitensportliche Gruppen auch aus der weiteren Region kommend an. +++

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