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30.08.12 - Termine HEF
Mulitmediale Performance zu Heinrich von Kleist - „Auf dem Weg der Freiheit“
Mulitmediale Performance zu Heinrich von Kleist
„Es war ein Dichter und ein Mensch wie Einer,/ Er brauchte selbst dem Höchsten nicht zu weichen./ An Kraft sind wenige ihm zu vergleichen,/ Aus unerhörtem Unglück, glaub´ ich , keiner, „ – Diese Versworte Friedrichs Hebbels (1813-1863) beschreiben die Erscheinung des genialen Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811) überaus treffend. Kleist wurde nur 34 Jahre alt und er starb von eigener Hand. Sein Leben ist also keine Erfolgsgeschichte. Doch seine persönlichen Schwierigkeiten und Niederlagen bilden „das Erfahrungsfundament eines Werkes, das an beunruhigender Faszination in der deutschen Literatur bis heute ohne Vergleich ist.“ (H.-G. Schede). Denn Kleists Dramen und Erzählungen gerät die Hauptfigur zumeist in eine Lage, in der ihr gleichsam der Boden unter den Füssen weggerissen wird, in der plötzlich ihre ganze Existenz auf dem Spiel steht.
Eine verzweifelte Situation, die ihr jedoch die Möglichkeit bietet, sich zu bewähren, Grösse zu zeigen, und damit zu einer neuen, d.h. zu ihrer eigentlichen Identität zu finden. Während in Kleists Werken es äußere Umstände sind, die derartige Lebenskrisen herbeiführen, so scheinen sie in Kleists Biographie überwiegend aus seiner Persönlichkeitsstruktur resultiert zu haben, aus seiner Kompromisslosigkeit, seinem Widerwillen, sich für fremde Zwecke einspannen zu lassen. Kleist wollte ganz aus sich selbst heraus sein persönliches Glück gewinnen. „Seine außerordentlichen Veranlagung zum Unglücklichsein“ ist nur die Kehrseite dieses Wunsches (H.-G. Schede). Allem Forscherfleiß zum Trotz liegen viele Umstände von Kleists Biographie nach wie vor im Dunkeln.
Die unzulängliche Quellenlage zeigt jedoch, dass Kleists Bedeutung zu seinen Lebzeiten nur von wenigen Menschen erkannt wurde, aber auch, dass sein skandalumwitterter Tod nicht gerade dazu beitrug, sich vorbehaltlos zu ihm zu bekennen. Anlässlich von Kleists 200. Todestages am 21. November 2011 fanden sich Brigitte Volkert und Michael Hoffmann als Vertreter von ENKHEYM, einer Plattform für frei improvisierte experimentelle Musik und Klanggestaltung, sowie die Schauspielerin Carola Moritz zu einem „Kleist-Projekt“ zusammen, das für die Veranstaltung in der Martinskirche wie folgt angekündigt ist: “Briefe von Kleist an seine Schwester, seine Cousine, Texte aus seinen Stücken (Penthesilea und Der Prinz von Homburg), Texte aus dem fiktiven Tagebuch der Henriette Vogel, die gemeinsam mit ihm den Freitod wählte (Karin Reschke: „Verfolgte des Glücks, aus dem Findebuch der Henriette Vogel), treffen auf Töne, Klangwelten, durchdringen und ergänzen sich, widersprechen und reiben sich.
So improvisiert wie die Musik ENKHEYMS ist auch der Umgang mit dem Textmaterial. Mit Kleists Sprache: lautmalerisch, verfremdet, assoziativ. Ergänzt werden Musik und Texte durch den Film „Schattenbilder“ von Friedrich W. Gärtner. In sechs Zyklen wird der letzte Tag von Kleist und Henriette Vogel mit Bildimpressionen aus Licht und Schatten begleitet.“ Ein Eintrittspreis für das musikalische Performance – Erlebnis beträgt 8 Euro für Erwachsene und für Schüler 5 Euro.
„Auf dem Weg der Freiheit“
BAD HERSFELD. Kinderkirchentag in Bad Hersfeld Am 29. September 2012, von 14.30 bis 17.30 Uhr, findet im Ev. Gemeindezentrum Johanneskirche der Kinderkirchentag der Ev. Stadt- und Johanneskirchengemeinde Bad Hersfeld statt. Unter dem Motto „Auf dem Weg der Freiheit“ sind Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren eingeladen, die Erlebnisse des Volkes Israel bei seinem Auszug aus Ägypten spielerisch nachzuempfinden. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Vorbereitet wird der Kinderkirchentag vom Kindergottesdienstteam der Kirchengemeinde zusammen mit Pfarrer Georg von Schultz und Pfarrer Holger Grewe. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine telefonische Anmeldung unter der Nummer 06621-15600 beim Ev. Pfarramt Johanneskirche bis spätestens 21. September 2012 wird gebeten. Der Kinderkirchentag findet am 30. September 2012, 10.00 Uhr in der Ev. Stadtkirche mit einem Gottesdienst für Groß und Klein sein Ende. Alle sind hierzu herzlich eingeladen. Kontakt: Pfarrer Holger Grewe (06621-15600), Ev. Stadt- und Johanneskirchengemeinde Bad Hersfeld-Bezirk Johanneskirche, Pfarrer Georg von Schultz (06621-14486), Ev. Stadt- und Johanneskirchengemeinde Bad Hersfeld-Bezirk Stadtkirche 4.+++