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Bahnhofs-Unterführung wieder unter Wasser - 46 Unwettereinsätze mit 110 Kräften
23.05.14 -
Aus der Sicht der Polizei mussten im Bereich Neuhof zwei Straßen wegen umgestürzter Bäume kurzfristig gesperrt werden. Hauptbetroffen durch die Regenmassen war Fulda. Nach Abzug der Gewitterzelle in nord-/östlicher Richtung hatte sie an Heftigkeit verloren. Alleine in Schenklengsfeld im Kreis Hersfeld-Rotenburg musste die Feuerwehr noch zu einem gefluteten Keller ausrücken. Durch direkte Unwettereinwirkung kam es im Bereich des Polizeipräsiums zu keinen Personenschäden.
Auch der Bahnhof in Fulda stand - wie bereits bei vergangenen Unwettern - bis zu zehn Zentimeter unter Wasser. Manche Reisenden bahnten sich barfuß und sichtlich amüsiert den Weg durch das teils knöchelhöhe Wasser. "Das stört uns doch nicht", sagt ein Passant lachend in die Kamera des Teams von osthessen-news.de. Andere Reisende verharrten am Aufgang ihrer Ankunftsgleise und warteten darauf, dass die Feuerwehr den Weg frei machte. Zahlreiche fleißige Helfer saugten mit Schläuchen die Wassermassen ab. Die Angestellten der Geschäfte im Bahnhof, sowie die Einsatzkräfte, kehrten das restliche Wasser aus der Unterführung.
Am Rande der Aufräumarbeiten einige Zuschauer, aber auch kurzzeitig gestrandete Reisende. "Wir wurden bereits von unserer Tochter vorgewarnt, dass sie uns wegen des schweren Unwetters nicht abholen kann", erzählt Marion Schneider, die aus Bremen angereist war. Trotzdem sei die starke Überschwemmung im Bahnhof für sie eine große Überraschung gewesen. "Wir hatten uns schon gefreut, endlich nach Hause zu kommen", sagt sie gegenüber osthessen-news.de.
Andere wunderten sich vor allem über den Grund des Wasserstaus in der Unterführung - ein Zustand, der bereits in der Vergangenheit angeprangert wurde. Zwar konnten die Einsatzkräfte am Donnerstagabend der Lage Herr werden, doch ist die Deutsche Bahn als verantwortliche Instanz für das Bahnhofsgelände mit Blick auf kommende Unwetter unter Zugzwang (st/ma) +++.