Vor dem Forum statteten die Kommunalpolitiker dem Logistikzentrum Grieshaber im Fliedener Gewerbegebiet "Schaflager" ab und zeigten sich von den Dimensionen beeeindruckt... - Christian Auth

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Winfried Stey, .... - Martin Angelstein

22.01.04 - Flieden

Gemeinde kämpft für eigenen Anschluss "Flieden-Mitte" an neuer A 66

Die Gemeinde Flieden im Süden des Landkreises Fulda kann sich in ihrem "Kampf" für den Bau eines eigenen Autobahnanschlusses "Flieden-Mitte" an die A 66 einer breiten Unterstützung von Politik und Wirtschaft sicher sein. Beim 1. Wirtschafts- und Verkehrsforum der Gemeinde heute Nachmittag im Rathaus von Flieden sicherten sowohl Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel als auch der Fuldaer Landrat Fritz Kramer und der Fuldaer IHK-Präsident Helmut Sorg ihre Hilfe im "Ringen" um den Bau einer entsprechenden Anschlussstelle zu. Für Flieden ist die direkte Anbindung auch deshalb von fundamentaler Bedeutung, weil im unmittelbaren Bereich von "Flieden-Mitte" ein 80 Hektar großes Gewerbegebiet entstehen soll.

In seinem Eröffnungsreferat machte der Fliedener Bürgermeister Winfried Kress (SPD) deutlich, dass Flieden mit seinen 9.000 Einwohnern auf Grund der verkehrsmäßig sehr günstigen Lage an der Grenze zum Main-Kinzig-Kreis - durch die bereits vorhandene Autobahnanbindung am Distelrasen quasi "vor den Toren des Großraumes Frankfurt" gelegen - "außerordentlich gute, wirtschaftliche Entwicklungschancen für die Zukunft" habe. Für das geplante neue 80-Hektar-Gewerbegebiet sei der Anschluss "doppelt wichtig", denn im Gewerbegebiet Flied-Süd ("Schaflager") stünden durch die Neuansiedlung des Logistik-Unternehmens Grieshaber - das zuvor von zahlreichen Gästen des Forums besichtigt wurde - jetzt nur noch zwei Hektar frei Fläche zur Verfügung. "Das reicht für die wirtschaftliche Entwicklung Fliedens nicht aus" sagte Kress.

Ohne den Anschluss Flieden-Mitte würde sich die Gemeinde auch gegenüber den Nachbarn Neuhof und Schlüchtern mit jeweils zwei Anschlussstellen "verkehrsinfrastrukturell ganz erheblich benachteiligt". Deshalb brauche Flieden den Anschluss und das Gewerbegebiet, meinte der Rathaus-Chef. Wenn man sich die Zahlen der Arbeitsplätze sowie die 2.328 Auspendler, denen nur 685 Einpendler gegenüberstünden, vor Augen führet, werde das um noch deutlicher. Die Verantwortlichen Fliedens seien es den Kindern und Enkeln einfach schuldig, mittel- und langfristig wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen, um so den Standort Flieden zu festigen und auszubauen. "Nur wenn Leben und Arbeiten bei uns möglich ist, erreichen wir eine hohe Lebens- und Wohnqualität in unserer Gemeinde".

Der hessische Wirtschaftsminister Rhiel (CDU) übte in Flieden zunächst harte Kritik an der Bundesregierung, die jährlich rund 45 Milliarden Kfz- und Mineralölsteuer "kassiere", davon aber nur etwa sechs Milliarden Euro für die Verkehrsinfrastruktur ausgebe. Leider könne er auch deshalb gegenüber Flieden keine Zusage machen, sei aber "zuversichtlich", dass es mit "Flieden-Mitte" doch noch klappt. Die Kraft der Argumente sollte alle Verantwortlichen für den Anschluss überzeugen, meinte der Minister.

Ein klares Bekenntnis legte Landrat Fritz Kramer (CDU) ab: "Sie haben die volle Zustimmung des Kreises, wir stehen hinter ihren Forderungen" sagte er an die Adresse von Bürgermeister Kress. Auch der Landkreis habe ein erhebliches Interesse an der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Region. Allerdings konnte sich Kramer in diesem Zusammenhang einen "Seitenhieb" auf die Vergangenheit nicht verkneifen: hätten sich die Fliedener nicht vor über zehn Jahren so massiv gegen die Autobahn und einen Anschluss gewehrt, "würde die Situation heute mit Sicherheit positiver sein".

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartel, der durch Vermittlung der osthessischen SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Waschke (Neuhof) anreiste, erklärte, man dürfe aber nicht nur auf die reine Verkehrsinfrastruktur schauen. Er appellierte an Bürgermeister Kress, sich auch um "echte Neuansiedlungen" und Existenzgründungen von Betrieben zu kümmern und keine Abwerbungen betreiben.

Unter den zahlreichen Ehrengästen des Wirtschafts- und Verkehrsforums in Flieden befanden sich auch der IHK-Verkehrsausschussvorsitzende Claus-O. Herzig, CDU-MdL Dr. Norbert Herr, Kreistagsvorsitzender Franz Rupprecht, Vertreter des Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen, der Werbegemeinschaft Flieden sowie örtliche Mandatsträger. +++


....das Podium mit den verschiedenen Behördenvertretern.... - Martin Angelstein

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartel und die osthessischen SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Waschke (Neuhof) - Martin Angelstein


(v.l.) Bürgermeister Kress, Minister Rhiel und IHK-Präsident Sorg... - Martin Angelstein

...unter den Gästen auch Vertreter des Amts für Straßen- und Verkehrswesen... - Martin Angelstein


...sowie der IHK-Ausschussvorsitzende für Verkehr, Claus-Oskar Herzig... - Martin Angelstein

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