DR. AL-HAMI AKTUELL



Rücken-OP zu früh oder zu spät? – drei wichtige Tipps

Wann ist eine Rückenoperation zu früh, wann zu spät? Beides bringt Risiken mit sich. Drei einfache Hinweise genügen und jeder kann mit Verstand und einer Portion Bauchgefühl die richtige Entscheidung treffen, sagt Dr. Nicole David, Neurochirurgin am Neuro-Spine-Center von Dr. Al-Hami. Sie ist mit ihrem Vortrag "Dilemma und Tatort Rückenoperation – Wer blickt noch durch?" in verschiedenen Städten der Region unterwegs, um für Klarheit zu sorgen.

Eine korrekte Diagnosestellung sei das A und O. „Der Arzt muss Sie richtig untersuchen. Er muss Sie anfassen, sich ein genaues Bild von den Symptomen machen“, sagt sie den 30 Interessierten im Akzent Hotel in Schlüchtern. Schritt zwei sei die korrekte Stadieneinteilung der Schmerzen. Wie lange habe ich das Problem schon? „Ab zwölf Wochen spricht man zum Beispiel von einem chronischen Leiden“, erklärt die Medizinerin.

Zu guter Letzt müsse der behandelnde Arzt eine Therapie vorschlagen, die an die Leitlinien angepasst ist, und diese genau erläutern. „Fragen Sie genau nach, holen Sie sich eine Zweit- oder Drittmeinung ein und treffen Sie mithilfe dieser drei Tipps eine gute Entscheidung“, so Dr. Nicole David.

Wirtschaftsdruck bei den Ärzten führe regelmäßig zu unnötigen OPs. Dass zu oft operiert werde, bestreitet die Neurochirurgin gar nicht. "Wenn keine Lähmungen vorhanden sind, Blase, Darm und Potenz nicht beeinträchtigt sind und keine Störungen wie Kopfschmerz oder Schwindel vorhanden sind, muss man in der Regel nicht operieren", erklärt sie. Viele Kollegen würden es aber doch tun - des Geldes wegen.

Vertrauensverhältnis gestört

Unter anderem deshalb ist ihrer Erfahrung nach das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ins Wanken geraten. „Und da tragen auch die Medien eine Schuld“, so Dr. David. Sie habe Patienten schon eine Behandlung empfohlen, die erwiderten: „Nein das mache ich nicht. Ich habe da einen Bericht im Fernsehen gesehen.“ Ein weiteres Problem sei die mangelnde Zusammenarbeit von Ärzten verschiedener Disziplinen.

Bei der Fragerunde nach dem Vortrag ärgerten sich viele der 30 Besucher über lange Wartezeiten auf Termine bei den jeweiligen Fachärzten. "Man fühlt sich alleingelassen", sagt ein niedergeschlagener Rückenpatient. Fachzentren mit allen Kompetenzen unter einem Dach wären Dr. Nicole Davids Wunschtraum. "Aber wir Mediziner sind offensichtlich zu egoistisch. Unsere Praxis hat zum Beispiel eine Kooperation mit einem Radiologen. So können wir unsere Patienten aus einer Hand schneller versorgen."

Rückenschmerzen sind die zweithäufigste Erkrankung, die zu einem Ausfall am Arbeitsplatz führt. Der volkswirtschaftliche Schaden ist jedes Jahr ein zweistelliger Milliardenbetrag. +++







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