09.02.13 - EICHENZELL

Ausnahmezustand beim 14. Schoppegehoppe: 21 Programmpunkte - BILDER

Wahnsinns Stimmung beim 14. Schoppegehoppe am Freitagabend in der ausverkauften Eichenzeller Kulturscheune (Landkreis Fulda). Bis weit nach Mitternacht steppte der Bär - ein Highlight übertraf das Nächste. Über sechs Stunden präsentierten sich die besten Männertanzgarden und Showtanzgruppen aus Osthessen dem närrischen Publikum. Grandios, sensationell, einfach Spitze - egal welche Superlative man nimmt, alle beschrieben das 14. Schoppegehoppe in der Eichenzeller Kulturscheune aufs Genauste. Mehr als 800 Gäste brachten bei 21 Showacts, mit den besten Tanzgruppen aus der Region, den "Schöarn" in Eichenzell zum Brodeln. Das Löschenröder "Schoppegehoppe" ist inzwischen eine feste Größe im Fuldaer Karneval, jedes Jahr am Fastnachtsfreitag, jedes Jahr ein absoluter Kracher. Daher verwunderte es nicht, dass schon nach einer knappen halben Stunde im Vorverkauf nahezu alle 500 Karten an die Frau und an den Mann gebracht wurden. 

Der Abend stand für die Schoppegarde unter dem Stern des Generationenewechsels:Seit dem letzten Jahr hat sich die Tanzformation mit frischen "Löschnröder Blut" aufgefüllt, Gründungsmitglieder haben die Tanzfläche geräumt für Nachwuchs aus Sportvereien oder für Tänzer der "Klödendödler" Löschenrod. Doch in diesem Jahr waren die Zuschauer leicht verblüfft, als die "House-Band" der Schoppegarde, das "Love-Sound-Duo", den Abend um 19 Uhr eröffneten und sich er Vorhang zum ersten Mal öffnete.

Jedes Jahr standen die langjährigen Vorstandsmitglieder Oliver Kümmel und Christian Heil im Rampenlicht und führten in witzigen Kostümen galant durch das prall gefüllt Programm - das Jahr 2013 schreibt jedoch eine neue Geschichte. Tony Rausch und Maximilian Heitz, die selbst aktive Tanzer in der Schoppegarde sind, hießen am gestrigen Abend die Moderatoren, die einen umjubelten Einstand feierten und nach anfänglicher Nervosität überzeugten, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

Im Programm waren Highlight aus der ganzen Region dabei. Zu Beginn überzeugten die süßen Nachwuchsgruppen der Löschenröder Schoppegarde e.V., die "Junggesellen" und die "Moving Stars" Löschenrod. Zu Gast waren auch die "Rodbääns", was auf Rhöner Platt so viel bedeutet wie Schubkarre. Sie feierten ihr Debüt am Schoppegehoppe und hegen eine Freundschaft mit der Frauentanzgruppe "Fresh é Nett" aus Löschenrod. Sie waren es auch, die im November eine Warm-up Party zur Fastnacht organisieerten, über die ON berichtete. Auch im ersten Block dabei waren die Miniratis aus Mittelkalbach, die in diesem Jahr zum zweiten Mal beim Grand Prix der Strammen Waden des Hessischen Rundfunks dabei waren. Abgerundet wurde der erste Programmblock von der hübschen Löschenröder Mädels von "Rhythm Attack".

Nach der ersten Tanzpause ging es direkt weiter mit Charisma Steinhaus, einer Thalauer Showtanzgruppe und den "Hot Lexx" aus Mittelkalbach, die so manchem männlichem Gast den Kopf verdrehten. Eine absolutes Highlight waren die "Starlights" Großentaft, die mit einem russischen Showtanz den Saal zum kochen brachten. Zum ersten Mal am Schoppegehoppe dabei waren die "Blue Whites Spizi Boys" aus Hünfeld, genauso wie die "Green Angels" Großenbach. Den zweiten Block rundeten zwei Sickelser Showacts ab: Die von Lena Stelzner trainierte Schowtanzgruppe aus Sickels hatte den Vortritt vor Lena selbst, die mit ihrem Solotanz am 14. Schoppegehoppe zum 14. Mal als Tanzmariechen zum Programm gehörte.

Und dann wartete das "Finale Grandiose" auf die nicht mehr zu bändigende Meute in der  Eichenzeller Kulturscheune. Nichts - wirklich nichts als absolute Kracher warteten im letzten Block des Schoppegehoppes. Den Beginn machten die über die Grenzen des Landkreiseses bekannten "Matzeratis" Mittelkalbach. Die "Bad Girls" Burghaun brachten eine Novum, sogar für das Schoppegehoppe, mit. Der Hessische Rundfunk drehte eine Reportage über die Mädels, die am heutigen Abend in der Hessenschau ausgestrahlt wird. Deshalb filmte den grandiosen Showtanz ein Kamerateam, das die tolle Choreografie der hübschen Mädels sowie die überkochende Stimmung in der Kulturscheune aufnahm. Nicht viel Zeit zum Luftholen, denn schon folgte der nächste Knaller: Die Lokalmatadoren, die "Eichenzeller Schreckschruwe", die ihres Zeichen dreifacher Deutscher Meister im Männerballet sind, brachten die Stimmung mit ihrem Thema "High in the Sky", ebenso wie die 1. Männertanzgarde Bachrain fast zum explodieren. Der vorletzte Punkt ein weiterer Augenschmaus für das männliche Publikum: "Fresh é Nett" Löschenrod machten mit ihrem Showtanz eine Zeitreise, sechs Wochen zurück, in die Weihnachtszeit.

Und dann war es soweit. Niemand der mehr als 500 Zuschauer und über 300 Aktiven war mehr auf dem Boden. Die Bierbänke und -tische Standen standen voll mit verkleideten Narren, die nur eines wollten: Die Löschenröder Schoppegarde. Sie sorgte mit ihrer Olympiade für die absolute Extase im Saal. Starke Gewichtheber, eine spannendes Tennismatch a la Björn Borg und ein harter Kampf im Wetttrinken wurden von einer glanzvollen Abschlussfeier mit Feuerwerk und Konfetti abgerundet. Die Stimmung war am Sidepunkt und der Saal ließ die Tänzer nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Bis in die Morgenstunden wurde im großen Saal und in der Sektbar in der "Schöarn" getanzt und gefeiert. Ein grandioser Abend - mit einem grandiosen und vor allem friedlichen und harmonischen Abschluss (Julius Böhm)  +++

Sehen Sie nachfolgend die erste BILDIMPRESSIONEN vom „Schoppegehoppe" - aufgenommen von den beiden ON-Mitarbeitern Hendrik Urbin und Christian P. Stadtfeld. Die Fotos sollen den guten Eindruck von Stimmung und Spaß in der vergangenen Nacht wiederspiegeln - dazu gibt es als ERGÄNZUNG am heutigen Tage noch drei weitere Bilderserien. +++

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