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REGION NACHGEDACHT 178

Die Stillung des Lebensdurstes....Gedanken von Christina LEINWEBER

ZUR PERSON: Christina Leinweber, 1988 geboren in der osthessischen Bischofsstadt Fulda, neun Jahre katholisch-private Schulausbildung – so war der Weg zum Theologiestu-dium für sie vorbestimmt und beschlossen. Es ging dann für vier Jahre Studium in die nächste Bischofsstadt Paderborn - hatte dann ihr erstes Staatsexamen in der Tasche, bestand nach einjähriger Refendarzeit in Lauterbach auch das zweite Staatsexamen und ist seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 Lehrerin an einer Fuldaer Mädchenschule. Ihre Tätigkeit als Kolumnistin bei osthessen-news.de möchte sie auch in Zukunft fortsetzen. Sie selbst bezeichnet sich als liberal-theologisch und kommentiert (seit 178 Wochen) in der Serie NACHGEDACHT Dinge des Alltags aus ihrer persönlichen Sicht.

05.06.16 - Sonntags koche ich sehr gern. Mit viel Ruhe und Muße gehen dann schon mal zwei, drei Stunden in der Küche drauf. Für mein Rezept heute habe ich allerdings Minze benötigt, die ich erst kaufen musste. Im Supermarkt war ich dann sehr froh, als noch ein verlassenes Topfkräuterchen im Regal stand, das den richtigen Namen trug. Leider war das Kraut aber ziemlich angeschlagen. Die Blätter blieben müde hängen. Egal, dachte ich mir und nahm die Pflanze mit. Zu Hause hat sie eine Wasserkur bekommen und siehe da: Sie wurde wieder eine stattliche Topfpflanze, deren Blätter nun wieder satt hängen. Welch wunderbare Verwandlung. Und nur wegen ein bisschen Wasser. Warum berichte ich Ihnen davon? Weil Minze so gesund ist? Wohl kaum.

Mir geht es vielmehr darum, die Minze als Sinnbild zu sehen. Im Supermarkt hat sie nicht bekommen, was sie gebraucht hat. Sie wirkte angeschlagen, unbrauchbar. Als sie aber bekam, was sie so nötig hatte, verwandelte sie sich in eine gesunde und schöne Pflanze. Überträgt man dies auf unser Leben, so sagt es doch: Wenn der Mensch (wie das kleine Pfänzchen) nicht das bekommt, was er so dringend benötigt, kann er nicht zu voller Stärke aufblühen. Nur ein Komponente muss nicht stimmen und der Mensch geht ein, er verliert seine Lebensenergie. Bei der Minze war es Wasser, nur was benötigen wir so dringend, um wieder aufzublühen? Was raubt uns die Energie im Leben? Und wer kann uns geben, was wir so sehr brauchen?

Ich finde auch, dass es genau darauf im Umgang mit Menschen ankommt: sich immer wieder die Frage zu stellen, was braucht der Mensch, der da gerade mit mir spricht? Besonders in der Arbeit mit Menschen muss man sich immer wieder dieser Frage bewusst sein. Was kann ich geben, was stillt den Durst des anderen und macht ihn wieder lebendig? Ich glaube, dass Jesus das immer sehr genau wusste. Er hat den Lebensdurst der Menschen gestillt. Folglich glaube ich auch, dass die Suche nach Gott, nach der gelebten Liebe im Leben, die Lebensquelle unseres Lebens sein kann.  (Christina Leinweber) +++


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