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FULDA Nachgedacht 292

Im Advent, im Advent ist ein... - Sonntagsgedanken von Christina Lander

02.12.18 - Jeder kennt das bekannte Adventslied „Im Advent, im Advent“. Ich lege es gern auf, um in die wohlige und heimelige Stimmung der Zeit vor Weihnachten zu kommen. Und genau bei dieser Formulierung „vor Weihnachten“ liegt des Pudels Kern begraben: Leider verschwindet immer mehr das Verständnis darüber, was am heutigen Sonntag beginnt. Heute beginnt nicht die Weihnachtszeit, sondern die erwartungsvolle Zeit vor Weihnachten, die wir Advent nennen.

Deswegen graut es mir, wenn Weihnachtsbäume in der Adventszeit aufgestellt werden, mir graust es auch, dass Weihnachtsmarkt gesagt wird, mir graust es, dass die Trennung von Advents- und Weihnachtszeit nicht mehr stattfindet, denn sie würde uns doch wirklich gut tun. Schöner wäre es doch, würde man Adventsmarkt sagen, schöner wäre es doch, würde man den Weihnachtsbaum erst am 23. aufstellen und am 24. schmücken, schöner wäre es, wenn man sich bewusst macht, dass eben jetzt noch nicht Weihnachten ist!

Entschuldigen Sie bitte den lehrerhaften Ton, aber ich fühle mich in der Pflicht, dass diese wunderschöne Fest auch als solches gefeiert werden kann und nicht vor dem richtigen Tag keiner mehr Lust auf Weihnachten hat, weil alle schon satt und überflutet mit Weihnachtsbrauchtum sind. Der Advent ist dafür da, sich auf das große Fest vorzubereiten. Damit man an dem besonderen Tag auch weiß, worum es geht und warum es so festlich wird.

Ich halte bewusst alles vor Weihnachten reduziert, lese viele Texte, die mich inspirieren und mich zum Nachdenken bringen, genieße auch einmal die Ruhe und Stille, um dann ganz klar zu merken, dass sich am 24. etwas verändert, etwas Großes geschieht. Für mich ist Weihnachten dann ein Tag, der sich vom Rest abhebt, genau wie Ostern, ein Tag, an dem mir ganz bewusst wird, was zählt, und mich für die kommende Zeit stärkt. Diese bewusste Trennung von Advent und Weihnachten mag vielen unsinnig erscheinen, doch es ist und bleibt schade, wenn Weihnachten einer Kommerzialisierung unterliegt, die den Kern des Ganzen missachtet. (Christina Lander) +++


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