(v.l.n.r.) Tilman Sobek, Georg Freund, Bernhard Mosbacher und Norman Bieling. - Fotos: Lena Riemann

BAD ORB Mountainbike-Tourismus Kongress

Erweiterung der Montainbikestrecken im Spessart soll Sport etablieren helfen

09.05.19 - Zum mittlerweile fünften Mal tagte der deutsche Mountainbike-Tourismus Kongress "Flow" in der Konzerthalle in Bad Orb. Die Besucher erwarteten an drei Tagen spannende Vorträge zu Themen rund um das Mountainbike. Einer der wichtigsten Punkte rund um den Kongress war die verbesserte Etablierung des Sportes rund um den Spessart und die Möglichkeiten für Hotel und Gastronomie.

"Wir haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht mit dem Thema Mountainbike, vor allen hier in der Region", erzählte Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer von Spessart Tourismus. So sei diese Form des Radsports ein wichtiger Sektor für den Tourismus, sowohl für den hessischen als auch bayrischen Spessart. Trotzdem sei die Region unter den Sportlern noch relativ unbekannt. "Auf der Liste der insgesamt Top 30 Mountainbikeregionen stehen wir nur auf Platz 22", so Mosbacher. Dies soll sich jedoch ändern: Ziel ist nun, Platz eins der Region zu werden.

Auch für die Kurstadt Bad Orb sei der Ausbau des Mountainbike-Tourimus von Vorteil. "Zum Thema Mountainbike haben auch wir uns viele Gedanken gemacht. Das Thema scheint zunächst neu für Bad Orb, denn es ist nochmal etwas ganz anderes als der alltägliche Kurbetrieb", sagte Georg Freund, Aufsichtsratsvorsitzender des Bad Orber Marketings. Trotz eines Ausbaus soll die individuelle Erfahrung beim Biken nicht mit dem Erholungsbedarf der Kurgäste konkurrieren. Spannungen zwischen den beiden Interessengruppen sollen aufgelöst werden. "Bisher klappt dies auch schon ganz gut. Wir wollen schließlich alle die Natur genießen, nicht nur der Mountainbiker, sondern auch der Wanderer oder Spaziergänger", betonte Freund. Obwohl es in der Region mittlerweile mehr Radfahrer als Wanderer gibt, sollen die beiden Gruppen nicht gegeneinander ausgespielt werden. "Keiner wird hier bevorzugt oder benachteiligt."

Studien zufolge hat sich das Mountainbiken zusehends in die Breite entwickelt. Der durchschnittliche Fahrer ist ca. 38 Jahre alt, ein Tourenfahrer knapp 43. "Nicht zu vergessen ist auch, dass der Mountainbiker von heute der Wanderer von Morgen ist", meint Tilmann Sobek, Vorstand des Mountainbike Tourismusforums. Der breite Kanon an Fahrern beschreibt dabei keine bestimmte Zielgruppe. "Mountainbiking ist dabei nichts Nischengebundenes", beschrieb Norman Bieling, ebenfalls Vorstand des Tourismusforums. So hoffen die Veranstalter, dass der Kongress als Anstoß für Hotels dient, sich auch auf Mountainbiker einzulassen. Große Lücken bestehen vor allem für die Sportler, wenn es darum geht, die zumeist sehr teuren Räder sicher zu verwahren, sie zu reparieren oder auch zu säubern. Auch die Infrastruktur inklusive der Lademöglichkeiten für e-Räder sind noch ausbaufähig.

Besonderes Interesse auf dem Kongress genoss das Thema "Spessart 8". Das Projekt sieht die Erweiterung der bestehenden Mountainbikestrecken im Spessart vor. Zu den knapp 600 km im hessischen und 800 km im bayrischen Spessart sollen nun noch einmal ca. 400 km Strecke hinzukommen. Wichtig ist bei diesem Vorhaben nicht nur der Aufbau der passenden Infrastruktur mitsamt passender Gastronomie und Hotels, sondern auch der Ökologie. "Wir möchten vor allem auf Flora und Fauna Rücksicht nehmen", betont Mosbacher. Die Planung läuft bereits und ab dem nächsten Jahr sollen die Pläne umgesetzt werden. Finanziert wird das Projekt unter anderem aus EU Mitteln und denen der Landkreise. (Lena Riemann)+++


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