Trotz Corona-Krise gibt es weiterhin mehr Lehrstellen als Bewerber - Symbolbild: ON

BAD HERSFELD Trotz Corona

Azubis weiter gefragt

06.04.20 - Trotz eines Rückgangs bei den gemeldeten Ausbildungsstellen bleibt die Schere auf dem Ausbildungsmarkt weiter offen. Zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres sind in der Region Hersfeld-Rotenburg 842 Ausbildungsstellen zur Besetzung im Sommer gemeldet, was einem Rückgang um 71 (-7,8 Prozent) entspricht. (-7,0 Prozent). Somit kommen rechnerisch 163 Lehrstellen auf 100 Bewerber. In Hessen liegt ist diese Relation bei 1:1.

In nahezu jedem Bereich übersteigt die Anzahl der Ausbildungsstellen die der Bewerberinnen und Bewerber. Gesucht werden unter anderem Auszubildende in unterschiedlichen kaufmännischen Berufen, Bankkauleute sowie Bergbautechnologinnen und –technologen. Daneben auch Fachkräfte für Lagerlogistik und junge Menschen, die sich für eine Ausbildung zum Fleischer bzw. zur Fleischerin interessieren. Auch seltenere Berufe wie Vermessungstechniker/in, Tiermedizinische Fachangestellte oder Konditor finden sich in der Liste der offenen Lehrstellen wieder, ferner zahlreiche Duale Studiengänge.

„Die uns vorliegenden Zahlen wurden am Stichtag 12. März erhoben und bilden noch keine durch die Corona-Pandemie verursachten Effekte ab. Trotz der aktuellen Unwägbarkeiten rechnen wir jedoch mit einem weiterhin deutlichen Überhang an Ausbildungsstellen“, erklärte Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, im Rahmen einer Telefonkonferenz, bei der sich die Arbeitsagentur mit Vertretern der Netzwerkpartner zur Halbzeitbilanz auf dem Ausbildungsmarkt austauschten. Teilnehmer waren die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft, das Staatliche Schulamt sowie des Kreisjobcenters.

Zwar haben die Betriebe und Unternehmen der Region bisher keine Ausbildungsstellen aufgrund der Pandemie-Thematik storniert, doch gilt es jetzt vor allem, die aktuellen Auszubildenden in den Betrieben zu halten. Durch geänderte gesetzliche Regelungen können Unternehmen und Betriebe nun auch für ihre Azubis – nach einer Lohnfortzahlung von sechs Wochen - Kurzarbeitergeld erhalten, insbesondere wenn der Arbeitgeber seinen Geschäftsbetrieb vorübergehend einstellen muss.

Die Konferenzteilnehmer stellten gemeinsam fest, dass sich die Beruflichen Schulen im Landkreis trotz fehlender Vorbereitungszeit bei der Beschulung der Auszubildenden innovativ und kreativ zeigten. Dies sei im Hinblick auf die Ausbildungsziele immens wichtig.

Agenturchef Dombrowski empfiehlt allen Arbeitgebern, in der aktuellen Krise an die Besetzung ihrer Ausbildungsstellen im Sommer zu denken. Selbstverständlich laufen die Bemühungen der Berufsberatung um Bewerberinnen und Bewerber weiter. „Obwohl persönliche Gespräche derzeit weder in der Schule noch in der Arbeitsagentur stattfinden können, haben wir in den vergangenen Wochen zahlreiche neue Bewerberinnen und Bewerber aufnehmen und telefonisch beraten können“, freut sich Ottokar Schwerd, Teamleiter der Berufsberatung. Eine Kontaktaufnahme zur Berufsberatung ist möglich unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0 800 4 5555 00 oder per E-Mail [email protected]. (pm)+++


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