Viele Kitze sterben im Frühjahr den qualvollen Mähtod. - Foto: Barbara Bausch

REGION VB Drohnenpiloten im Einsatz!

Kitze vor dem Mähtod retten: Jungwildrettung aus der Luft

03.05.21 - Es ist Frühjahr: Das heißt, es wird auf den Vogelsberger Wiesen wieder gemäht. Doch ein Problem beschäftigt die Landwirte jedes Jahr aufs Neue. Denn kleine Kitze können durch die hohen Wiesen beim Mähen nicht gesehen werden. Nicht selten werden die kleinen Tiere dadurch verstümmelt oder getötet. Die Kitzrettung im Vogelsberg will da helfen - und zwar mit dem Einsatz von Drohnen.

Man kennt die Bilder aus dem Wald: Wenn ausgewachsene Rehe Menschen sehen oder Lärm hören, rennen sie weg. Anders bei den Kleinen - denn die Kitze ducken sich und bleiben still auf der Wiese liegen, wenn man sich ihnen nähert. So sterben immer wieder die kleinen Kitze den grauenvollen Mähtod. 

Hilfe mit Wärmebildkamera

Hilfe gibt es hier von der "Kitzrettung-Hilfe.de". Die Tierschützer setzen sich jedes Jahr mit ihrem Engagement aufs Neue dafür ein, dass die Landwirte vor dem Mähen vorsorgen können. Beispielsweise mit einer Wärmebildkamera: "Das ist derzeit die sicherste Methode, um Jungwild in der Wiese aufzuspüren und vor dem Mähtod zu bewahren", so Hans Ullrich Weidner, Gründungsvater des Netzwerks. 

Drohnenpiloten der Jagdvereine Alsfeld und Lauterbach sind nun auch in diesem Jahr wieder im Einsatz für die Jungwildrettung. Angefordert werden die Drohnenpiloten in der Regel von den Landwirten selbst, da diese auch den Mähtermin kennen. "Wir empfehlen, sich frühzeitig mit den Piloten in Verbindung zu setzen, um sich zumindest am Telefon schon einmal kennenzulernen und Interesse anzumelden", rät Weidner. Denn der "Run" auf die Piloten sei in der Hochsaison gewaltig. 

Drohnenpiloten im Einsatz

"Unsere Piloten haben die Genehmigung des Regierungspräsidiums Kassel und dürfen somit in den Schutzgebieten fliegen. Da das hochtechnologische Equipment sowohl in der Anschaffung teuer ist als auch im Unterhalt eine Menge Geld verschlingt, freuen sich die Herren über jede Spende", fügt Weidner hinzu. (Luisa Diegel) +++

Landwirte können sich bei folgenden Drohnenpiloten melden:

Christian Dymianiw Schwalmtal
[email protected]
0160 444 59 30

Thorsten Kurz Lauterbach
[email protected]
0176 246 291 41

Lukas Michelis Lauterbach
[email protected]
0151 172 168 73

Andre Schneider Herbstein
[email protected]
0160 554 91 86

Markus Wrobel Hanau Birstein
[email protected]
0176 810 2636


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