

Drei Auszubildende berichten von ihren Erfahrungen
30.03.25 - Beratungsgespräche führen, Förderleistungen bewilligen, Sachbearbeitung am Computer, Unterstützung bei der Jobsuche …. Was Alina Seifert, Ayleen Krug und Pauline Grebner in ihrer Ausbildung zu Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen bei der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda leisten, kann sich sehen lassen. "Es ist vielseitig! Langeweile kommt nie auf", sind sich die drei einig und werben: "Wer kommunikativ ist, sich aber auch mal in ein kniffligeres Thema einarbeiten kann, der passt in diesen Job."
Denn: Wie alle Unternehmen benötigt die Arbeitsagentur beruflichen Nachwuchs. Derzeit durchlaufen 13 junge Frauen und Männer in Fulda und Bad Hersfeld die dreijährige Ausbildung und lernen alle Bereiche der Arbeitsagentur sowie ein vielfältiges Spektrum von Arbeitsfeldern kennen: von der Arbeitsvermittlung und Beratung bis hin zur Bearbeitung von Arbeitslosengeld und weiteren Förderleistungen sowie bei der Bearbeitung von Kindergeld. Themen wie Verwaltungsrecht und Kommunikationstrainings stehen in der Berufsschule in Kassel und dem Bildungszentrum in Oberursel auf der Agenda.
"Wir sind in der Ausbildung viel unterwegs. Das muss man mögen", geben die Auszubildenden zu bedenken, doch Zug- und Autofahrten werden finanziell unterstützt, zuweilen wird sogar eine Wohnung gestellt, und die Vorteile überwiegen: "So lernt man viele Kolleginnen und Kollegen kennen und hat an vielen Stellen Ansprechpartner." Und ausreichend Freizeit bleibt trotz der Pendelei. Nach Dienstschluss geht es ins Fitnessstudio (Pauline), zum Tanztraining (Ayleen) oder mit dem Hund in die Natur (Alina).
So vielfältig ihre Hobbies im Privaten und ihre Aufgabengebiete im Beruflichen sind, so unterschiedlich sind die Kunden. Vor den Nachwuchskräften stehen Menschen in Ausnahmesituationen, die vielleicht gerade ihren Job verloren haben, und ein offenes Ohr brauchen; oder Personen, die kaum Deutsch sprechen. "Manch einer denkt, wir holen Geld unterm Tresen hervor", berichtet Alina Seifert, "Das tun wir natürlich nicht."
Zur Arbeitsagentur gekommen sind die drei auf unterschiedlichen Wegen. Während Ayleen Krug und Pauline Grebner die Arbeitsagentur bereits im einjährigen FOS-Praktikum kennenlernten, hatte Alina Seifert schon einen Auslandsaufenthalt in Australien hinter sich, bevor sie übers Internet auf die Ausbildungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur aufmerksam wurde. Nun stehen sie schon kurz vor der Abschlussprüfung, nach der alle drei ihren Weg in der Arbeitsagentur weiter gehen werden, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen in Fulda und Bad Hersfeld.
"Wer seine Ausbildung bei uns erfolgreich abschließt, dem bieten wir in jedem Fall die Übernahme an und erfüllen ihren Wunschansatz", versichert Agenturchef Matthias Dengler, dem vor allem eines wichtig ist: "Unsere Nachwuchskräfte sind unsere Zukunft und haben bei uns vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten nach Ihrer Ausbildung. Sie bereichern uns mit ihrer Perspektive auf unsere Prozesse und die Digitalisierung. Wir sind regelmäßig im Gespräch mit unseren Auszubildenden, um zu hören, was gut läuft und was wir bessern können. Wir wollen für unsere Nachwuchskräfte bestmögliche Rahmenbedingungen anbieten." (nia/pm) +++