
Freier Eintritt für Fans in barocker Kleidung: SG Barockstadt setzte Mode-Trends
01.04.25 - Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz sorgt mit einer spektakulären Ankündigung für Aufsehen: Ab sofort sollen Zuschauer in barocker Kleidung freien Eintritt zu den Heimspielen erhalten. Die Vereinsführung will damit die Tradition der Barockstadt Fulda stärker in den modernen Fußball integrieren. Fans zeigen sich gespalten – während einige das Konzept feiern, sorgen sich andere um ihren Kleiderschrank.
Fulda ist bekannt für seine barocke Architektur, prunkvolle Schlösser und historische Veranstaltungen. Nun will die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz diese Identität auch ins Stadion bringen. Wer sich in barocke Gewänder hüllt, eine Perücke trägt oder mit Dreispitz-Hut erscheint, soll in den Genuss eines kostenlosen Stadionbesuchs kommen. Klassische Fußballoutfits wie Trikots und Schals bleiben zwar erlaubt, berechtigen aber nicht zum freien Eintritt. "Fußball ist ein Spiel voller Tradition – und jetzt kommt eben noch ein bisschen mehr Geschichte dazu", erklärt SGB-Coach Daniyel Cimen.
Torjubel im Barockmantel
Der Übungsleiter begründet die Regel mit einem einzigartigen Fan-Erlebnis: "Unsere Mannschaft spielt ja ohnehin schon königlich – jetzt sollen die Zuschauer auch so aussehen!" Anhänger, die sich an das neue Dresscode-Konzept halten, dürfen sich zudem auf spezielle Erlebnisse freuen. Geplant sind historische Einlaufzeremonien der Mannschaften, Musik von Barockorchestern in der Halbzeitpause und ein königlicher Zeremonienmeister, der jedes Spiel feierlich eröffnet. "Wir erwarten vollen Einsatz von unseren Fans – wer im Barockmantel jubelt, feuert doppelt so gut an", so Cimen.Aus Stehplätzen werden Hofplätze
Um das Konzept zu untermauern, plant die SG Barockstadt eine komplette Umgestaltung des Stadions. Tribünen sollen mit goldenen Verzierungen versehen werden, Logen erhalten Kronleuchter, und sogar die Anzeigetafel wird im barocken Stil umrahmt. Als besonderes Highlight sollen die Spieler beim Aufwärmen mit barocken Umhängen auflaufen, bevor sie diese vor dem Anpfiff ablegen. "Früher gab es Stehplätze, jetzt gibt es Hofplätze. Und wer sich nicht verbeugt, kriegt eben Gelb", schmunzelt Cimen.Auch das Catering passt sich dem neuen Motto an. Statt klassischer Stadionwurst und Bier gibt es künftig "barocke Snacks" wie Pasteten, edles Gebäck und Wein aus Silberkelchen. Wer lieber Bier trinkt, bekommt es nur noch in stilvollen Tonkrügen serviert.
Fans zwischen Begeisterung und Skepsis
Die Ankündigung der SG Barockstadt hat die Fangemeinde gespalten. Während einige die Idee als charmanten Gag feiern, befürchten andere, dass sich der Stadionbesuch dadurch verkompliziert. Besonders bei kaltem Wetter könnte die barocke Mode eine Herausforderung darstellen. Zudem sind nicht alle Fans bereit, in ein teures Kostüm zu investieren, nur um kostenlosen Eintritt zu erhalten.Einige Kreative sehen jedoch Chancen: Kostümverleihe in der Region bereiten sich bereits auf eine erhöhte Nachfrage vor, und erste Fans haben angekündigt, eigene barocke Trikots zu entwerfen. Auch ein eigener Fanclub für Anhänger im Barockstil soll bereits in Planung sein. (Constantin Butler) +++