

Nach Bürokratie-Kracher: Endlich darf das DRK-Fahrzeug auf die Straße
03.04.25 - Was lange währt, wird endlich gut: Am Mittwoch endete ein langwieriger Behörden-Marathon, der zuletzt Schlagzeilen machte. Das neue Führungsfahrzeug vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist jetzt für den Straßenverkehr zugelassen und offiziell einsatzbereit. "Beim Innenausbau kam es zunächst durch extreme Lieferverzögerungen bei den Digitalfunkgeräten zu einem Stillstand, sodass das fast fertige Fahrzeug seit Oktober 2024 bei der EDAG stand und auf Funkgeräte und Abholung wartete", sagte Johannes Rippert, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Marbach in Petersberg (Landkreis Fulda). Dann folgte der Behörden-Alptraum. Doch schließlich machte die Kreisspitze die Zulassung zur Chefsache und innerhalb weniger Tage waren alle Probleme vom Tisch.
Rückblick: Die Bestellung des Fahrzeugs erfolgte laut Rippert bereits Mitte 2022, seit April 2024 steht es in Fulda (OSTHESSEN|NEWS berichtete). "Da die Zulassung auf sich hat warten lassen, musste zusätzlich eine Ausnahmegenehmigung an das Kraftfahrtbundesamt gestellt werden", erklärte er. Das dauerte Monate.
"Ich bin froh, dass die Sache endlich vom Tisch ist"
Auch wenn der Weg zum Erfolg lang und steinig war, zeigte sich Rippert jetzt erleichtert: "Das Fahrzeug hat uns 130.000 Euro gekostet. Da bin ich jetzt froh, dass die Sache endlich vom Tisch ist." Ein besonderes Lob sprach der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins an die EDAG und die DEKRA aus: "Die Firma EDAG hatte viel Geduld, da sie das Fahrzeug auf ihrem Grundstück haben stehen lassen. Natürlich danken wir auch der DEKRA, da sie mehrere Gutachten erstellt hatte und gestern (Dienstag, 1. April) konnte das letzte Gutachten besprochen werden."Dass der Prozess nun doch so lange gedauert hat, ist für Rippert zwar ein Dorn im Auge, dennoch sagte er gegenüber O|N: "Trotz der hoch bürokratischen Vorgehensweise, verlief letztendlich alles kooperativ und produktiv. Die Zulassungsstelle hat sich zugänglich gezeigt und es ist schließlich das Wichtigste, dass wir unser Fahrzeug für den Katastrophenschutz jetzt offiziell nutzen dürfen. Danke auch an den Landkreis Fulda." (Mia Schmitt) +++