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Die Halde Neuhof-Ellers ist laut K+S standsicher und wird regelmäßig technisch überwacht. - Archivfoto: K+S

NEUHOF Aussagen gehören ins "Reich der Fabeln"

Jetzt reagiert das Unternehmen: K+S widerspricht Kritik an Monte Kali deutlich

16.01.26 - "Die Halde Neuhof-Ellers ist kein Sanierungsfall", ist sich K+S sicher. Ganz im Gegenteil - ist sich zumindest das Bergbauunternehmen sicher: "Sie ist standsicher und bedroht auch nicht das Trinkwasser." K+S weist anderslautende Behauptungen entschieden zurück, die in dieser Woche auf einer öffentlichen Veranstaltung der Bürgerinitiative Umwelt Neuhof aufgestellt wurden.

In der öffentlichen Veranstaltung wurden vor allem schwere Vorwürfe gegen den Kalibergbau und den Umgang von K+S mit dem Monte Kali erhoben. Die Bürgerinitiative und Fachleute warfen dem Unternehmen vor, trotz klarer Vereinbarungen bislang keine ausreichenden Maßnahmen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz umgesetzt zu haben. Dr. Ralf Erhard Krupp und die Bürgerinitiative kritisierten insbesondere die anhaltende Belastung von Boden und Grundwasser durch Sickerwässer sowie die langfristige Instabilität der Halde. Zudem stand der Vorwurf im Raum, dass K+S notwendige Entscheidungen aussitze.

Dr. Stefan Weber, Werkleiter Neuhof-Ellers, weist die Vorwürfe gegen K+S entschieden ...Archivfoto: Carina Jirsch

"Spekulationen, die Halde sei instabil, entbehren jeder Grundlage, schüren Ängste und schaden den Menschen vor Ort", reagiert K+S auf die teilweise harten Anschuldigungen.

Aussagen ohne Belege?

Nach eigenen Aussagen, liegen K+S keine Hinweise vor, die die Behauptungen von Dr. Ralf Erhard Krupp belegen oder als plausibel erscheinen lassen. K+S überwache sowohl die Halde als auch den Untergrund engmaschig. Keine der daraus gewonnenen Daten würde die Behauptungen von Ralf Krupp oder der Bürgerinitiative Umwelt Neuhof unterstützen.

Dr. Ralf Erhard Krupp: Der Diplom-Geologe stellte in Neuhof Gutachten zu Grundwasser, ...Archivfotos: Marvin Myketin

Dr. Stefan Weber, Werkleiter Neuhof-Ellers, sagt: "Es ist verwerflich, Menschen mit haltlosen Behauptungen zu verunsichern und Ängste zu schüren. Wer solch schwerwiegende Vorwürfe veröffentlicht, muss sie auch belegen. Stützende Belege oder Daten hat Ralf Krupp aber nicht vorgebracht." Die 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Neuhof-Ellers stellen jeden Tag sicher, dass der Kali-Bergbau so umweltverträglich wie möglich ist und vor allem den höchsten Sicherheitsstandards entspricht, so Dr. Weber weiter.

"Ich verurteile aufs schärfste, dass die hervorragende Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen öffentlich diskreditiert wird."

Statik der Halde ist sicher

Die Rückstandshalde des Werks Neuhof-Ellers ist ein technisches Bauwerk. Die Standsicherheit sei nachgewiesen und werde regelmäßig kontrolliert. Es gebe keine Hinweise auf turnhallengroße Hohlräume. Es gebe auch keine wasserführenden Risse oder Karste im Haldenkern. Das sollen für die Halde Neuhof-Ellers auch Bohrungen in den Haldenkern bestätigt haben. Das Innere der Halde sei fest wie Gestein. "Behauptungen, es würden jedes Jahr turnhallengroße Hohlräume in der Halde gebildet, wodurch die Halde irgendwann einstürzen und eine Abdeckung somit ihre Wirkung verlieren würde, entbehren jeglicher Grundlage und gehören ins Reich der Fabeln", sagt Dr. Stefan Weber.

Zur Veranstaltung in Neuhof kamen zahlreiche Gäste.

Das Werk in Neuhof Archivfoto: Carina Jirsch

Messstellen und Bohrungen sollen laut K+S keine Hinweise auf Gefahren für Grund- ...Archivfoto: Christian P. Stadtfeld

Grundwasser und Halde berühren sich nicht

Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Haldenkörper aus dem Bereich des Alte-Wiese-Tals mit Grundwasser angeströmt werde. Der Grundwasserspiegel liege sowohl nördlich als auch südlich der Halde tiefer als die Unterkante des Haldenkörpers.

Trinkwasser ist nicht gefährdet

Die Daten der Grundwassermessstellen und die ergänzenden geoelektrischen Vermessungen des Untergrunds würden keine Hinweise darauf geben, dass Trinkwasserbrunnen durch die Halde gefährdet sind. "Bereiche, die durch Salzwasser beeinflusst sind, lassen sich durch Messungen klar abgrenzen, und sie stehen im Einklang mit dem erwartbaren Verhalten von Grundwasser." (Constantin von Butler) +++


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