Die Waffen- und Messerverbotszone in der Fuldaer Innenstadt soll für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum sorgen. - Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

FULDA Hunderte Personen kontrolliert

Ein Jahr Waffenverbotszone: Wie fällt die Bilanz der Stadt und Polizei aus?

12.03.26 - Seit dem 01. März 2025 gilt in Teilen der Fuldaer Innenstadt eine Waffen- und Messerverbotszone. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und Gewaltkriminalität vorzubeugen. Ein Jahr nach der Einführung ziehen die Stadt Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen eine positive Bilanz.

In den ausgewiesenen Bereichen der Innenstadt ist das Mitführen von Waffen und Messern untersagt. Gleichzeitig erhalten Polizei und Ordnungsbehörden erweiterte Möglichkeiten für Kontrollen - auch ohne konkreten Anlass. Dadurch sollen mögliche Gefahren frühzeitig erkannt und Straftaten verhindert werden.

Seit März 2025 gilt in Teilen der Fuldaer Innenstadt eine Waffen- und Messerverbotszone. ...Archivfoto: O|N / Erik Spiegel

1.632 Personenkontrollen in den vergangenen zwölf Monaten

Ein wichtiger Bestandteil der Maßnahme ist die verstärkte Präsenz von Polizei und Stadtpolizei im Innenstadtbereich. In den vergangenen zwölf Monaten wurden zahlreiche Personenkontrollen durchgeführt. Insgesamt überprüften die Polizei Fulda, das Hessische Polizeipräsidium für Einsatz und die Stadtpolizei Fulda gemeinsam 1632 Personen.

Dabei stellten die Einsatzkräfte 40 Verstöße gegen die Waffen- und Messerverbotszone fest. In sechs Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet, in 34 weiteren Fällen handelte es sich um Ordnungswidrigkeiten. Insgesamt stellten die Beamten 43 Gegenstände sicher, darunter überwiegend Messer.

Der blau hinterlegte Bereich definiert die Waffenverbotszone in Fulda. Archivfotos: O|N / Martin Engel

Polizei und Stadtpolizei führen im Bereich der Verbotszone regelmäßig Personenkontrollen ...Symbolbilder: O|N / Carina Jirsch

In den vergangenen zwölf Monaten wurden mehr als 1.600 Personen in der Innenstadt ...

Bürgermeister Wehner zieht positive Bilanz

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner sieht die Entwicklung positiv. "Die Zahlen aus dem ersten Jahr und die Anzahl der sichergestellten Waffen belegen, dass es sinnvoll war, mit der Waffenverbotszone eine Möglichkeit zu schaffen, in der Fuldaer Innenstadt auch ohne konkreten Anlass Kontrollen durchzuführen", erklärt der Bürgermeister gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Bürgermeister Dag Wehner zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz. Archivfotos: O|N / Martin Engel

Polizeipräsident Michael Tegethoff betont den präventiven Effekt.

Zugleich hebt er die Zusammenarbeit der Behörden hervor: "Die bewährte Zusammenarbeit von Stadtpolizei und Landespolizei trägt auch hier Früchte und erhöht die Sicherheit bei den Bürgerinnen und Bürgern." Auch aus der Bevölkerung komme häufig positives Feedback. Viele Menschen begrüßten die verstärkte Präsenz der Einsatzkräfte in der Innenstadt und fühlten sich dadurch sicherer.

Jedes Messer weniger kann keine Tatwaffe mehr sein

Auch Michael Tegethoff bewertet die bisherigen Erfahrungen positiv: "Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit gibt - unsere Kontrollen zeigen Wirkung", so der Polizeipräsident gegenüber O|N. Er verweist dabei besonders auf den präventiven Effekt der Maßnahmen. "Jedes sichergestellte Messer oder jeder gefährliche Gegenstand kann nicht mehr als mögliches Tatmittel eingesetzt werden."

Neben der konkreten Gefahrenabwehr spiele auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Für die Polizei steht fest: "Weil die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger für uns an oberster Stelle steht, werden wir die Kontrollen fortsetzen." (Constantin von Butler) +++


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