
Im Schlosspark wütete laut Augenzeugen ein 30 Meter breiter Wirbelsturm und richtete ordentlich Chaos an. - Fotos: Christoph Blum/Rene Kunze
SCHLITZ
Schneise der Verwüstung
Tornado wütet im Stadtgebiet: Massive Schäden in Ützhausen und Schlosspark
20.08.26 - Ein Tornado hat in der vergangenen Nacht erhebliche Schäden in mehreren Bereichen des Schlitzer Stadtgebiets im Vogelsbergkreis verursacht. Besonders betroffen sind der Schlosspark, der Bereich des Damenwegs, weitere Straßenzüge sowie der Ortsteil Ützhausen.
Im Schlosspark richtete ein nach Angaben eines Augenzeugen etwa 30 Meter breiter Wirbelsturm erhebliche Schäden an. Demnach soll die Windhose rund 20 Sekunden lang gewütet haben, bevor sie sich am nördlichen Ausgang des Parks plötzlich auflöste. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder schwer beschädigt. Dadurch besteht weiterhin eine erhebliche Gefahr für Besucher. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Schlosspark bis auf Weiteres gesperrt.

Beim Wohnmobil-Stellplatz am Damenweg stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto. Verletzt ...

Die Grafenscheune sowie das Ortsgericht wurden sehr stark beschädigt. ...

Das Unwetter wütete so stark, es riss sogar die Ziegel von den Dächern. ...

Die Gehwege im Schlosspark sind von herabfallenden Ästen blockiert.
Massive Schäden in Ützhausen
Auch im Bereich des Damenwegs und in weiteren Straßenzügen kam es zu vorübergehenden Straßensperrungen. Besonders stark betroffen ist der Ortsteil Ützhausen. Dort wurden nach ersten Erkenntnissen mehrere Dächer vollständig abgedeckt. Zudem stürzten Mauern und Scheunen ein. Der Sturm verursachte außerdem erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Unter anderem wurden Traktoren beschädigt und Futtermischwagen umgeworfen.
Am Stellplatz am Ützhausener Freibad fiel ein Baum auf ein geparktes Wohnmobil, in dem sich zu diesem Zeitpunkt zwei Personen befanden. Beide blieben glücklicherweise unverletzt. Besonders schwere Schäden entstanden an der Grafenscheune sowie am Ortsgericht. "In Ützhausen sieht es aus wie in einem Krieg, fürchterlich!", schildert ein Leser von OSTHESSEN|NEWS die Eindrücke vor Ort.
Rund 180 Einsatzkräfte die ganze Nacht im Einsatz
Insgesamt waren rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen während der gesamten Nacht im Einsatz. Teilweise dauern die Arbeiten weiterhin an. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte vom städtischen Bauhof, der ebenfalls seit den Nachtstunden tätig ist. Schwerpunkte der Einsätze waren die Beseitigung akuter Gefahrenstellen, das Freiräumen von Verkehrswegen sowie die Sicherung beschädigter Gebäude und Bereiche.

Selbst im Ort selbst blockieren umgestürzte Bäume die Straßen.
Schadenshöhe noch unklar
Die Erfassung und Beseitigung der Schäden läuft weiterhin. Derzeit werden die betroffenen Bereiche systematisch kontrolliert und dokumentiert. Zur genauen Höhe des entstandenen Schadens können bislang noch keine abschließenden Angaben gemacht werden. Die Stadt Schlitz bittet die Bevölkerung, abgesperrte Bereiche nicht zu betreten und insbesondere im Umfeld von Bäumen und Waldflächen besondere Vorsicht walten zu lassen.

Fotos (3): Sven Christensen
Nach Angaben eines Lesers wurde in der Nähe der Berlenburg ein ganzes Flachdach durch den Sturm abgehoben. Die Feuerwehr in Schlitz war die ganze Nacht über im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen.
Weitere Informationen wie die gesamte Schadenshöhe folgen, sobald ein umfassender Überblick über das Ausmaß der Schäden vorliegt.
(jk) +++
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Auf der Zinn.