Das Kamax-Werk in Alsfeld soll bis Sommer 2021 geschlossen werden. - Archivfoto: O|N / Luisa Diegel

ALSFELD "Stehen hinter den Beschäftigten"

Kamax-Schließung in Alsfeld: AfD wirft SPD Mitschuld vor

23.06.20 - Großer Paukenschlag vergangen Woche in Alsfeld (Vogelsbergkreis): die Kamax gab über eine interne Mitarbeiterinformation die Werksschließung in Alsfeld bis Sommer 2021 bekannt. Auch am Homberger Hauptstandort seien laut Blatt "Personalanpassungen" vorgesehen, die etwa 100 Mitarbeiter betreffen. Die Vogelsberger SPD-Fraktion stellt sich hinter die Mitarbeiter. Nun meldet sich auch die AfD zu Wort - die der SPD eine Mitschuld an der Werksschließung gibt.

"Die Leute werden vor die Tür gesetzt - offensichtlich ohne existenzielle Not, sondern nur um möglichst schnell wieder Gewinne zu machen", meldete sich die SPD vergangene Woche zur Werksschließung in Alsfeld zu Wort. Man stehe hinter den Mitarbeitern und wolle sich für den Erhalt von Werk und Arbeitsplätzen einsetzen. Doch nun bekommt die Fraktion Gegenwind von der Vogelsberger AfD. "Wer bislang glaubte, dass die Umstellung auf das Elektroauto keine Arbeitsplätze kosten wird, sollte nun seine Augen öffnen", erklärt Kreissprecher Gerhard Bärsch in einer Pressemitteilung. "Die SPD soll nicht den schwarzen Peter den Unternehmen zuschieben. Die SPD hat durch ihr politisches Wirken in den letzten Jahren vielmehr massiv zum Verfall der Autoindustrie in Deutschland beigetragen und präsentiert sich in der aktuellen Krise planlos und unternehmensfeindlich. Die SPD im Vogelsbergkreis macht sich damit in höchstem Maße unglaubwürdig", ergänzt Bärsch.

"Realität spricht eine andere Sprache"

In diesem Zusammenhang kritisiert die Partei auch eine Aussage von Bundeswirtschaftsminister Altmaier: "Er hatte noch im März vollmundig verkündet, dass die Corona-Krise keine Arbeitsplätze kosten würde. Die Realität spricht jedoch eine andere Sprache." Die erheblichen Auswirkungen der Pandemie seien auf die Wirtschaft unstreitig und alarmierend. "Bei Kamax führt die Geschäftsleitung nun aber unmissverständlich vor, dass die "Transformation" der Automobilindustrie, wie es gerne schönmalerisch umschrieben wird, Arbeitsplätze kostet. Es ist aus Sicht der AfD sehr zu bezweifeln, dass eine gleiche Anzahl an neuen Arbeitsplätzen im "E-Mobilitäts-Bereich" entstehen werden oder gar, dass die Mitarbeiter in die neuen "E-Bereiche" übernommen werden können."

Die AfD fordert, dass Beschäftigte eine Perspektive erhalten müssen. Denn die energiepolitische und ideoloigsche Verdammung des Verbrennungsmotors müsse sofort beendet werden. "An der Automobilindustrie hängen unzählige Zuliefererfirmen und deren Mitarbeiter, die nun für die verfehlte Energie- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung die Konsequenzen zu tragen haben. Wir fordern eine Abkehr von der ideologischen Verkehrswende und einen Einstieg in eine kluge Energiepolitik mit einem gesunden umweltschonenden Energiemix als Basis", so die Partei. (ld) +++


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